Kooperation von Microsoft und Miele

Entwicklung intelligenter Kochgeräte

13. April 2015

-

Der Elektrogerätehersteller Miele und Microsoft haben auf der Hannover Messe eine Projektstudie zur Entwicklung von intelligenten Kochgeräten vorgestellt: Anwender können ihren Herd mit einem Assistenzsystem und Online-Rezepten programmieren. Die Studie basiert auf den Microsoft Azure Internet of Things (IoT)-Diensten.

Anzeige
Miele und Microsoft haben eine Projektstudie zur Entwicklung von intelligenten Kochgeräten vorgestellt

Miele und Microsoft haben eine Projektstudie zur Entwicklung von intelligenten Kochgeräten vorgestellt

Die neue Technologie ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Miele und Microsoft. Nutzer haben die Möglichkeit, eine Vielzahl von Rezepten auf der Website von Miele nachzuschlagen. Mit der Auswahl eines Gerichts werden die notwendigen Zubereitungsstufen auf das Smartphone oder Tablet des Nutzers gesendet und das passende Automatikprogramm über Microsoft Azure auf den Backofen geladen. Dieser ist dann so programmiert, dass er die Mahlzeit unter Berücksichtigung von Betriebsart, Temperatur, Kochzeit, Feuchtigkeit und anderen Faktoren zubereitet. Fehlerquellen sind so weitgehend ausgeschlossen, weil Rezepte wie Automatikprogramme in den Miele-Versuchsküchen auf die Geräte des Herstellers abgestimmt wurden.

»Dieses Assistenzsystem bezieht Temperaturverläufe, Zeiten und Besonderheiten unserer Geräte wie die Zugabe von Dampf auf bestmögliche Weise in die Zubereitungsprozesse beim Braten, Backen und Garen ein«, erklärt Dr. Eduard Sailer, Geschäftsführer Technik bei Miele. »So können Kunden das Optimum aus ihren Kochgeräten herausholen.« Klaus von Rottkay, Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, ergänzt: »Dies ist nur ein Beispiel, wie sich das Internet of Things und Cloud-Technologien neben dem breiten Einsatzgebiet in Unternehmensanwendungen hin zu intuitiven, zukunftsweisenden Lösungen für den Endanwender entwickeln.«

Die Nutzung der Azure-Infrastruktur hat den weiteren Vorteil, dass Miele die Lösung seinen Kunden weltweit anbieten könnte. Das gemeinsame Projekt ist aktuell noch eine Studie. Im Fall einer Umsetzung wären jedoch auch andere Anwendungen auf der Microsoft-Plattform denkbar, etwa die Diagnose von Fehlermeldungen oder die Statusdarstellung der Geräte.

www.microsoft.de

www.miele.de