Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2015

Steigerung auf voraussichtlich 33 %

5. November 2015

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Die Erneuerbaren Energien werden 2015 voraussichtlich rund 33 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum f├╝r Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W├╝rttemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Sch├Ątzung.

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Quelle:  Erich Westendarp  / pixelio.de

Quelle: Erich Westendarp / pixelio.de

Demnach k├Ânnten rund 193 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen bis zum Jahresende erzeugt werden. Das ist rund ein F├╝nftel mehr als im Vorjahr: 2014 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien mit 161 Mrd. kWh noch bei rund 27 % des Bruttostromverbrauchs.

Deutliche Zuw├Ąchse verzeichnen ZSW und BDEW vor allem bei der Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik: Am 31. Oktober 2015 lag der Anteil der Erzeugung aus Windenergieanlagen mit 63 Mrd. kWh bereits um 47 % ├╝ber dem Wert des gleichen Zeitraums im Jahr 2014. Trotz des moderaten Zubaus an Solaranlagen im Jahr 2015 produzierten diese in den ersten zehn Monaten mit 35 Mrd. kWh so viel Strom wie im gesamten Vorjahr. F├╝r die Berechnung des voraussichtlichen Anteils der Erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch des Jahres 2015 wurden f├╝r November und Dezember die f├╝r diese Monate durchschnittlichen witterungsbedingten Erzeugungswerte angenommen. Gerade im Bereich der Windenergie kann es jedoch zu Abweichungen von der aktuellen Sch├Ątzung kommen.

┬╗Unabh├Ąngig von der exakten Quote zum Jahresabschluss wird erneut deutlich, dass die Erneuerbaren Energien im deutschen Strommix weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig steigt dadurch aber der Handlungsdruck f├╝r die Integration der regenerativen Energien ins Gesamtsystem der Stromerzeugung: Die ad├Ąquate Ausgestaltung der daf├╝r n├Âtigen Strukturen muss dringend vorangetrieben werden. F├╝r die EEG-Novelle 2016 hat der BDEW bereits konstruktive Empfehlungen vorgelegt. Dar├╝ber hinaus darf beim Ausbau der ├ťbertragungs- und Verteilnetze keine Zeit verloren werden┬ź, erkl├Ąrt Hildegard M├╝ller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgesch├Ąftsf├╝hrung.

Frithjof Stai├č, gesch├Ąftsf├╝hrendes Vorstandsmitglied des ZSW, erg├Ąnzt: ┬╗Wenn Erneuerbare Energien nunmehr rund ein Drittel des Strombedarfs decken, wird deutlich, dass sich dieses Element der Energiewende auf einem vielversprechenden Weg befindet. Der steigende Anteil von regenerativen Quellen macht Deutschland immer unabh├Ąngiger von fossilen Energietr├Ągern und tr├Ągt damit zur Erreichung seiner Klimaschutzziele bei. Trotzdem bedarf es weiterer Anstrengungen, die ├╝ber die reine Stromerzeugung hinausgehen: Strom, W├Ąrme und Mobilit├Ąt m├╝ssen st├Ąrker miteinander gekoppelt und als Gesamtsystem optimiert werden.┬ź

www.zsw-bw.de

www.bdew.de