Schaufenster für intelligente Energie

Windregion Nordostdeutschland

11. Dezember 2015

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»Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende« – kurz Sinteg –, so lautet das Förderprogramm des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ziel ist in ausgewählten Regionen innovative Technologien und Verfahren für die Energieversorgung der Zukunft zu entwickeln und zu demonstrieren.

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Insgesamt haben fünf deutsche Modellregionen einen Zuschlag erhalten. »WindNode – Wind in Nordostdeutschland« ist eine der ausgwählten Regionen. Der kommunale Energieversorger Wemag untersucht als Teil des Konsortiums unter anderem folgende Fragen:

  • Nachtspeicherheizungen als Baustein bei der Umstellung der Energieversorgung
  • Auswirkungen von stark belasteten Stromnetzen auf der Hochspannungsebene bei gleichzeitiger Implementation einer zukunftsgerichteten Netzschutzkonzeption.

»Wir freuen uns über die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums und gestalten hier in Schwerin und der nahen Umgebung gern die Energiezukunft mit«, sagt Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der Wemag.

Das windreiche Mecklenburg-Vorpommern gilt als Vorreiter bei der Errichtung von erneuerbaren Energieanlagen. In einigen Regionen wird bereits sehr viel mehr Strom aus EEG-Anlagen erzeugt, als verbraucht werden kann. Über 1100 MW installierter Leistung aus erneuerbaren Energien stehen im Verhältnis zu 450 MW maximaler Kundenlast. Im Vergleich zum Stromletztverbrauch liegt die EEG-Erzeugung bereits über 100 %. »Wir sind heute schon dort, wo die Bundesregierung im Jahr 2050 sein will«, so Pätzold weiter.

Reallabor für vernetztes Energiesystem

WindNode ist eine von 5 Schaufenstern der Energiewende

WindNode ist eine von 5 Schaufenstern der Energiewende

Die Schaufensterregion von WindNode umfasst das Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz und stellt das Reallabor für ein komplettes Energiesystem dar. Zentrales Ziel der von den ostdeutschen Ländern unterstützte Initiative WindNode ist die Standardsetzung für das vernetzte Energiesystem der Zukunft.

Als Pionier für erneuerbare Energien erfüllt die Wind-Node-Region mit 45 % erneuerbarem Strom am Verbrauch schon heute die Ausbauziele der Bundesregierung für das Jahr 2025. Regional werden die Ziele der Bundesregierung für das Jahr 2050 (80 % EE-Anteil am Stromverbrauch) gar übertroffen.

Energiewende als gesamtdeutsches Gemeinschaftsprojekt

»In unserem Netzgebiet, der WindNode-Region, zeigen wir schon heute, wie wir mit den Herausforderungen des regenerativen Energiesystems von morgen umgehen«, so Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, dem federführenden Unternehmen des Konsortiums. »Die Sinteg-Förderung gibt uns nun einen starken Impuls, die Energiewende als gesamtdeutsches Gemeinschaftsprojekt voranzutreiben – in einem beeindruckenden Verbund von Partnern.«

Die Konsortialpartner von Wind-Node werden nun bis Februar 2016 die formellen Förderanträge stellen. Nach Möglichkeit werden die WindNode-Projekte ab Mitte 2016 beginnen.

Der Bund stellt in den nächsten vier Jahren für alle fünf ausgewählten Modellregionen Fördermittel von insgesamt bis zu 230 Millionen Euro bereit.

Weiter Informationen zur Modellregion finden sich unter  www.windnode.de

 

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