Leichter Rückgang bei Auftragseingängen

Elektroindustrie mit Produktions- und Umsatzplus

10. August 2016

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Die deutsche Elektroindustrie befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Sowohl Produktion als auch Umsatz wiesen im ersten Halbjahr 2016 ein Plus im Vergleich zum Vorjahr auf. Bei den Auftragseingängen gibt es hingegen einen leichten Rückgang.

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Die Auftragseingänge sind im 1. Halbjahr 2016 leicht zurückgegangen. Grund sind vor allem Einmaleffekte aus 2015

Die Auftragseingänge sind im 1. Halbjahr 2016 leicht zurückgegangen. Grund sind vor allem Einmaleffekte aus 2015; Quelle: ZVEI

Im Juni dieses Jahres legten die inländischen Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie um 11,7 % gegenüber Vorjahr zu. Aus dem Ausland gingen dagegen 16,7 % weniger Bestellungen ein, sodass die gesamten Auftragseingänge der Branche um 5,6% nachgaben. Während Kunden aus der Eurozone geringfügig mehr orderten als vor einem Jahr (+0,3 %), waren die Bestellungen aus Drittländern um 23,9 % rückläufig. »Dieser starke Rückgang lässt sich allerdings mit einem Basiseffekt erklären«, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. »Vor einem Jahr hatte es Großaufträge aus dem nicht zum Euroraum zählenden Ausland gegeben, die jetzt den Vergleich erheblich verzerren.«

Im gesamten ersten Halbjahr 2016 unterschritten die Auftragseingänge ihren entsprechenden Vorjahreswert damit leicht um 1,2 %. Hier steht einem Plus bei den Inlandsbestellungen von 1,2 % ein Minus bei den Auslandsorders von 3,0 % gegenüber. Aus dem Euroraum gingen 1,3 % mehr Bestellungen ein, aus Drittländern 5,4 % weniger.

Die Umsatzentwicklung bleibt positiv

Die Umsatzentwicklung bleibt positiv

Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektrofirmen ist im Juni 2016 um 2,9 % gegenüber Vorjahr gestiegen. Kumuliert von Januar bis Juni dieses Jahres lag sie 2,2 % im Plus. Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im Juli deutlich heraufgesetzt: 28 % der Firmen wollen ihren Output in den kommenden drei Monaten steigern, nur noch 5 % planen eine Reduktion. Zwei Drittel kalkulieren mit der Beibehaltung ihrer Produktionsniveaus.

Mit 15,8 Milliarden Euro lagen die Erlöse der deutschen Elektroindustrie im Juni in etwa auf Vorjahresniveau (-0,2 %). Der Inlandsumsatz gab um 1,3 % auf 7,5 Milliarden Euro nach, der Auslandsumsatz erhöhte sich um 1,0 % auf 8,3 Milliarden Euro. Während die Erlöse mit der Eurozone um 4,9 % auf 3,0 Milliarden Euro sanken, stieg der Umsatz mit Drittländern im Juni um 4,7 % auf 5,3 Milliarden Euro.

Umsatz steigt im ersten Halbjahr 2016 um zwei Prozent

Der Geschäftsklimaindex geht weiterhin nach oben

Der Geschäftsklimaindex geht weiterhin nach oben

Im kompletten ersten Halbjahr 2016 kamen die Branchenerlöse auf 86,9 Milliarden Euro und lagen damit 2,1 % höher als vor Jahresfrist. »Sie befinden sich damit soweit auf Kurs der ZVEI-Prognose von plus zwei Prozent für das gesamte Jahr«, so Gontermann. Der Inlandsumsatz stieg um 3,4 % auf 42,2 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz um 1,0 % auf 44,7 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum und aus Drittländern nahmen dabei um 1,3 % auf 16,5 Milliarden Euro bzw. um 0,8 % auf 28,2 Milliarden Euro zu.

Das Brexit-Votum hat dem Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im Juli bislang nichts anhaben können. Unter dem Strich erhöhte es sich weiter, nachdem es bereits im Vormonat deutlich zugelegt hatte. Vor allem die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich im Juli kräftig. Die allgemeinen Geschäftserwartungen gaben hingegen leicht nach.

www.zvei.org