Leistungsstärkste Anlagen in Deutschland

BayWa verkauft Geothermie-Anlagen

23. September 2016

-

Die BayWa AG, München, hat ihre Anteile an den Geothermie-Kraftwerken Kirchstockach und Dürrnhaar (Bayern) an die Stadtwerke München (SWM) verkauft. Mit je rund 45 Megawatt (MW) potenzieller Wärmeleistung und 5,5 MW elektrischer Leistung sind die Anlagen die leistungsstärksten Geothermie-Kraftwerke Deutschlands.

Anzeige
Geothermie-Kraftwerk in Dürnhaar; Quelle: Edward Beierle

Geothermie-Kraftwerk in Dürnhaar; Quelle: Edward Beierle

Die BayWa r.e. renewable energy GmbH, die im BayWa Konzern für das Geschäft der erneuerbaren Energien zuständig ist, hatte die Anlagen 2012 bzw. 2013 errichtet und in Betrieb genommen. Bisheriger Eigentümer der Anlagen war die Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, ein Joint Venture der BayWa r.e. und Hochtief PPP Solutions GmbH. Beide Unternehmen haben ihre Anteile nun an das Münchner Kommunalunternehmen veräußert.

»Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken München einen erfahrenen und leistungsstarken Käufer gefunden haben«, so der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Weitere Geothermieanlagen hat die BayWa bisher nicht realisiert. Künftig liegen die Schwerpunkte der BayWa im Bereich Geothermie in der Unterstützung und Beratung von Investoren im In- und Ausland.

Die Planungen für das Geothermieprojekt begannen bereits 2004, damals noch unter der Renerco AG, die später in der BayWa r.e. aufgegangen ist. Im Frühjahr 2016 wurde ein langjähriger Wärmeliefervertrag für diese Anlagen mit den Stadtwerken Ottobrunn abgeschlossen.

»Mit der schrittweisen Optimierung der Anlagen konnte BayWa r.e. die Attraktivität der Assets stetig erhöhen und nun erfolgreich die Anteile verkaufen«, blickt Matthias Taft, Energievorstand der BayWa AG, zufrieden auf das Projekt zurück. »Wir freuen uns sehr, unsere optimierten und grundlastfähigen Kraftwerke nun gemeinsam mit Hochtief an SWM zu übergeben«, so Taft.

Die Stadtwerke München wollen mit der Übernahme der Anlagen ihr Geothermie-Portfolio weiter ausbauen, dem eine große Rolle für die künftige regionale Strom- und Wärmeerzeugung um München zukommen soll.

Mehr zum Thema: