E-Meister im Fokus

Kommunikations- und Sicherheitstechnik

21. April 2017

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Die Inhalte des dritten Meisterlehrgangs des Elektrohandwerks aus dieser Reihe sind vielfältig. Dabei liegt dieser Beruf voll im Trend: Er oder sie sind dann unter anderem Spezialisten der Gefahrenmeldetechnik.

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Bild: KNX ist ein wesentlicher Bestandteil des Smart Home – in ­Verbindung mit der Gefahrenmeldetechnik wird KNX immer häufiger integriert

Bild: KNX ist ein wesentlicher Bestandteil des Smart Home – in ­Verbindung mit der Gefahrenmeldetechnik wird KNX immer häufiger integriert

Diese Technik beinhaltet Videoüberwachungs- und Visualisierungssysteme, Telefonanlagen, Handys und Computer, die gemeinsam gegen Einbruch, Überfall und Brand arbeiten. Ein Elektrotechnikermeister mit dem Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik kann diese Geräte installieren, warten und im Rahmen der Gebäudeautomatisierung mit anderen Technologien verbinden.

Für wen ist dieser Beruf geeignet?

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben. Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt. Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
  • Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (HWK)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (IHK)

Ablauf des Lehrgangs

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern. Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Bereiche Kommunikations-, Sicherheits-, Netzwerk-, Energie- und Gebäudetechnik in Theorie (s. Tabelle für Teil II) und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1360 UE) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK). Der praktische Teil (Teil I) »Kommunikations- und Sicherheitstechnik« umfasst:

  • Komplexe Projektierung, Fachkalkulation und Realisierung von ganzheitlichen Kundenaufträgen im Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik
  • Kundenaufträge im Bereich Systemelektronik
  • Kundenaufträge im Bereich Energie- und Gebäudetechnik

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 UE) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert sind, bietet das BFE alternativ an, dass diese Module extern absolviert werden können. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Tabelle: Überblick zu den theoretischen Lerninhalten des Elektrotechnikermeisters für Kommunikation- und Sicherheitstechnik

Tabelle: Überblick zu den theoretischen Lerninhalten des Elektrotechnikermeisters für Kommunikation- und Sicherheitstechnik

Besonderheiten im Ablauf

Die Teilnehmer des Lehrganges können während ihrer Lernzeit am BFE verschiedene Zusatzzertifikate / Qualifikationen erlangen. Die Besonderheit für die Teilnehmer besteht in den Kosten: sämtliche Gebühren für die zusätzlichen Qualifikationen sind bereits in der Lehrgangsgebühr enthalten. Nachfolgend eine Auswahl der angebotenen Zertifikate:

  • Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz
    Mit der Bescheinigung der bestandenen Sicherheitstechnikprüfung, die im Rahmen der fachübergreifenden Module aller Lehrgänge absolviert wird, ist ein Eintrag in das Installateur-Verzeichnis als Sachkundiger für den Anschluss elektrischer Anlagen an das Niederspannungsnetz TREI (Technische Regeln Elektroinstallation) möglich.
  • KNX-Zertifikatsprüfung
    Das BFE integriert die vollwertige KNX-Zertifikatsprüfung (ehemals EIB) nach Richtlinien der KNX-Association in Brüssel in das brandaktuelle Themenfeld »Smart Building/Gebäudeautomation«. Die Prüfung erfolgt direkt durch die dazu besonders zertifizierten BFE-Dozenten. Die Kosten in Höhe von ca. 1.500 € sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten
  • Verantwortliche Person für Brandmeldeanlagen gemäß DIN 14675
    Gemäß der DIN 14675 müssen Fachplaner und Errichter den Kompetenz-Nachweis für das Planen, Montieren, Inbetriebsetzen, Abnehmen, Errichten und Instandhalten von Brandmeldeanlagen erbringen. Dieses Seminar bereitet auf die Prüfung zur verantwortlichen Person gemäß DIN 14675 vor, in der Sie diesen Kompetenznachweis erhalten.
  • Fachkraft für Sprachalarmanlagen nach DIN 14675 inklusive Prüfung
    Fachbetriebe, die sich nach DIN 14675 für Sprachalarmanlagen zertifizieren lassen wollen, müssen einen Kompetenznachweis in Form einer Prüfung erbringen.
  • Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676
    Rauchwarnmelder in Wohnungen, Wohnhäusern und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung sind aufgrund der Landesbauordnungen in immer mehr Bundesländern Pflicht. Nur durch eine fachgerechte Projektierung und Montage unter Beteiligung der Norm DIN 14676 können Sie sicher sein, dieses Schutzziel zu erreichen. Auch in Bezug auf betriebliche Haftungsfragen ist diese Schulung ein Muss. Alle fünf Jahre ist der Kompetenznachweise für die Teilbereiche Projektierung, Installation und Instandhaltung zu aktualisieren.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu allen angebotenen Zusatzzertifikaten

Der nächste Lehrgangsbeginn für diesen Elektrotechnikermeister am BFE in Oldenburg ist der 1.6.2017 für die Teile 1 bis 4 bzw. der 21.8.2017 für die Teile 1 bis 2. Weiterführende Informationen über Inhalte, Ansprechpartner und Infotage finden Sie unter www.bfe-meister.de.

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