E-Meister im Fokus:

Der Systemelektronikermeister

17. Juli 2017

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Vom kleinsten elektronischen Bauteil bis zum komplexen elektrischen System: Der Systemelektronikermeister ist der Lösungsfinder für viele Anlagen der Strombranche, arbeitet im Team mit Unternehmern und Entwicklungsingenieuren.

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Systemelektronikermeister

Dabei berät er zu Einsparpotenzialen und optimiert Produktionsabläufe. Klassische Arbeitsfelder sind die Entwicklung von Steuerungen, der Schaltschrankbau und der Einsatz im Servicebereich für Windenergieanlagen. Als Instandsetzer ist der Systemelektroniker in der gesamten Industrie unterwegs.

Für wen ist dieser Beruf geeignet?

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben.

Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben:

Elektroniker der Fachrichtungen Automatisierungs- sowie Energie- und Gebäudetechnik (beide HWK)

  • Systemelektroniker (HWK)
  • Mechatroniker (HWK / IHK)
  • Elektroanlagenmonteur (IHK)

Elektroniker für Automatisierungs- und Betriebstechnik sowie für Geräte und Systeme (jeweils IHK).

Ablauf des Lehrgangs

Wie auch in den anderen Lehrgängen lässt sich dieser Lehrgang zum Systemelektronikermeister in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern.

  • Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 UE) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert sind, bietet das BFE alternativ an, dass diese Module extern absolviert werden und externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen können. Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangsprogramms am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE sowie den HWK-Meisterbrief »Elektrotechnikermeister Systemelektronik«.
  • Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Systemelektronik in Theorie und Praxis (Tabelle). Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1360 UE) den Großteil der Meisterausbildung.
Tabelle: Praktische und theoretische Inhalte der Meisterausbildung zum Systemelektronikermeister (Auszug)

Tabelle: Praktische und theoretische Inhalte der Meisterausbildung zum Systemelektronikermeister (Auszug)

Besonderheiten im Ablauf

Die Teilnehmer des Lehrganges zum Elektrotechnikermeister »System­elektronik« können während ihrer Lernzeit am BFE verschiedene Zusatzzertifikate / Qualifikationen erlangen. Die Kosten von über 7000,- € sind in den Gesamtkosten des Meisterlehrganges bereits enthalten:

  • Automatisierungstechniker (Service) nach dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
  • Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz – Sicherheitsschein
  • Schaltberechtigter für elektrische Anlagen bis 36 kV und
  • Unternehmermodell nach DGUV Vorschrift 2 »Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit«.

Beginn der zwölfmonatigen Fortbildung (Vollzeit) am BFE in Oldenburg ist derzeit jeweils Anfang September. Der nächste Lehrgangsbeginn ist der 4.9.2017. Sollte die maximale Teilnehmerzahl schon erreicht sein, können sich Interessenten auch für den 3.9.2018 eintragen lassen. Weiterführende Informationen über Inhalte, Ansprechpartner und Infotage finden Sie auch unter www.bfe-meister.de.

Kommentare aus der Community (1)

  1. Die Berufsbezeichnung-/ Name sagt eigentlich schon alles. System- / Elektronik- und meisterliches Können im Handwerk. Die beste Ausbildung zum Systemelektronikermeister bietet das BFE in Oldenburg. Wer eine solche Ausbildung hinter sich hat, ist fit für die Zukunft und findet auch in wirtschaftlich schlechten Jahren immer gute Jobs.
    Grüße aus dem Dorf an der Düssel, Uwe Isenbügel


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