Vorausschauende Elektroinstallation

Ausreichend Elektroinstallationsrohre einplanen

29. November 2017

-

Nach etwa 35 Jahren entspricht die Elektrik eines Hauses nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen. Die Initiative Elektro+ rät dazu bei anstehenden Sanierungen oder bei Neubauten ausreichend Elektroinstallationsrohre einzuplanen.

Anzeige
moderne Elektroinstallationsrohre  eignen sich für vielfältige Anwenudngen; Bildquelle: Fränkische Rohrwerke

Moderne Elektroinstallationsrohre eignen sich für vielfältige Anwendungen; Bildquelle: Fränkische Rohrwerke

Bei veralteten Elektroanlagen besteht die Gefahr eines elektrischen Schlages und von Schwelbränden oder Geräteschäden durch Überspannung. Denn in modernen Haushalten gibt es deutlich mehr Elektrogeräte als früher, mit oft höherer Leistung. Zudem finden neue, moderne Technologien – beispielsweise Smart-Home-Systeme oder E-Mobilität – Verbreitung, die andere Anforderungen an die Elektroninstallation stellen.

»Wir raten dazu, beim Neubau und bei umfassenden Sanierungen unbedingt ausreichend Elektroinstallationsrohre einzuplanen«, sagt Sabrina Heusel von der Initiative Elektro+. »Die Bewohner erhalten dadurch mehr Flexibilität, denn eine Nach- oder Umrüstung der Elektroanlage wird deutlich erleichtert.« Außerdem können alte Leitungen in einigen Jahrzehnten unkompliziert ausgetauscht werden. Elektroinstallationsrohre schützen gleichzeitig die Leitungen vor mechanischer Belastung oder Beschädigung, beispielsweise bei Verlegung in Beton, auf der Rohdecke oder in der Erde.

Wichtige Vorteile von Elektroinstallationsrohren

Sobald sich die Funktion von Räumen wandelt – aus dem Gäste- oder Kinderzimmer zum Beispiel ein Büro wird – und Neuanschaffungen von Elektrogeräten getätigt werden, zahlen sich bereits vorhandene Elektroinstallationsrohre aus. Denkbar ist dann beispielsweise auch eine spätere Automatisierung der Rollläden sowie die Nachrüstung von Komponenten, die vor allem für das Wohnen im Alter empfehlenswert sind, wie Notruftaster und Türkommunikationssysteme. Darüber hinaus erhalten Verbraucher mehr Sicherheit, denn auch Steckdosen lassen sich leicht nachrüsten, wodurch der Einsatz von unschönen Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln entfällt. Wer frühzeitig auf unter Putz verlegte Elektroinstallationsrohre setzt, muss bei diesen Um- und Nachrüstungsmaßnahmen nicht mehr umständlich die Wände aufstemmen lassen. Die Erneuerung läuft unkompliziert, ohne Lärm und Dreck, ab.

Moderne Elektroinstallation für zukunftsfähige Nutzung

Auch für die unterschiedlichen Installationszonen innerhalb von Gebäuden gibt es verschiedene Lösungen: Leerrohre für Hausanschlüsse von Starkstrom-, Fernmelde- und TV-Kabeln sind eine gute Investition, doch in Zeiten der Digitalisierung kann die vorausschauende Elektroplanung noch mehr leisten, wie Sabrina Heusel von der Initiative Elektro+ erläutert: »Das benötigte Datenvolumen von Computer, Fernseher und mobilen Endgeräten steigt. Dem kommen moderne Elektroinstallationsrohre beispielsweise mit integriertem Lichtwellenleiter entgegen.« Solche Rohre versorgen das ganze Gebäude sicher, schnell und störungsfrei mit Energie- und Datenleitungen. Zu jeder Steckdose kann somit eine Datenleitung verlegt und durch den Austausch des Steckdoseneinsatzes das Heimnetzwerk jederzeit flexibel erweitert werden. Da das Signal nicht wie bei einem WLAN-Router durch Wände und Decken dringen muss, wird die Datenübertragung um ein vielfaches verbessert.

Für die Multimediainstallation rund um den Flachbildschirm an der Wand gibt es ovale Multimedia-Rohre. Diese verstecken die zahlreichen Anschlussleitungen in der Wand und bieten die Flexibilität, diese jederzeit auszutauschen oder nachzurüsten. Die Optik wird somit nicht durch unschöne, lose herabhängende Leitungen gestört.

Weitere Infos gibt es  unter: www.elektro-plus.com/elektroplanung

 

Kommentare aus der Community (0)

Noch keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden. Ihre E-Mailadresse wird nicht angezeigt.