Praxisfrage

AFDDs für Häuser in Holzständerbauweise

Frage gestellt am 16. Juni 2016

,

In DIN VDE 0100-420 DIN wird Bezug genommen auf die Ausrüstungspflicht mit AFDDs. Darunter auch ein Passus mit »Brennbare Baustoffe nach 422.4«.

In 422.4 wird wiederum verwiesen auf »Räume oder Orte mit brennbaren Stoffen« Gebäude z.B: Holzhäuser (hier CA2 nach 0100-510:2014-10 Tabelle ZA1)

Aktuell haben wir die Rückfrage eines Fertighausherstellers der in Holzständerbauweise errichtet. Was ich schlicht nicht beantworten kann ist die Frage:

Ist ein Fertighaus in Holzständerbauweise ein Holzhaus im Sinne obiger Norm und sind dann als Schlussfolgerung alle Wechselstromkreise bis B16 zukünftig mit AFDDs auszurüsten.

C. B., Bayern

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Kommentare aus der Community (1)

  1. Die praktische Wirkung des AFDD ist stark umstritten, siehe auch :

    http://www.diesteckdose.net/forum/showthread.php?t=15898

    http://www.diesteckdose.net/forum/showthread.php?t=15483

    http://www.diesteckdose.net/forum/showthread.php?t=15859

    Es gibt plausible Bericht von Versuchen mit Strömen unter 1 A bei denen der AFDD trotz
    offenem Lichtbogen nicht abschaltet.
    Diese Versuche wurden sowohl von Privatpersonen als auch wohl von mit Brandschutz befassten Behörden durchgeführt.
    Ein Lichtbogen in einem 3 x 1,5 qmm Kabel oder auch 2,5 qmm wird wohl in den meisten Fällen auch dazu führen, daß gleichzeitig eine oder mehrere Adern der anderen Leiter mit angegriffen werden und dann aus dem seriellen Fehler ein Erdschluß oder ein satter Kurzschluß wird. Das Kabel wird durch den AFDD ja nicht geschützt. In beiden anderen Fällen müssen dann Schutzorgane vorhanden sein die in 0,2 s TT Netz oder
    0,4 s TN – Netz abschalten müssen, bzw. RCD die in der Regel Abschaltzeiten von weniger als 0,05 s haben.
    Ein Kabel eines Endstromkreises z.B. für Beleuchtung mit RCD 30 mA und bei Verlegung in schwer entflammbarem Schutzrohr hat sicher die gleiche, wenn nicht gar bessere Wirkung gegenüber dem AFDD und auch für Steckdosenkreise kann wohl bis zur Steckdose die gleiche Aussage getroffen werden.
    Der AFDD hat bei 2,5 A eine Ausschaltzeit von 1 s d.h. mehr als das doppelte der o.a.
    Schutzgeräte und keine definierten Zeiten im Bereich des Wirkens der übliche RCD
    300 mA oder 30mA.

    Es ist sicher praktikabler und sicherer bei der Elektroanlage der o.g. Gebäude dafür zu sorgen, daß alle Stromkreise mit RCD abgesichert sind und dabei das Schutzvolumen der derzeit verfügbaren RCD bis 10 mA voll ausgenutzt wird und den AFDD nach vorherige Gefährdungsbeurteilung an kritischen Stellen einzusetzen bzw. in Elektroverteilern dafür ausreichend Platz zur Nachrüstung vorzusehen, sollten sich die
    Parameter dieser Geräte erweitern.
    .


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