Praxisfrage

Brandschutzschalter in Schulen

Frage gestellt am 4. Mai 2016

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Wir müssen in einigen Schulen die Klassenzimmer / Verteiler erneuern. Die VDE 0100-420 Unterpunkt 421.7a sieht einen Brandschutzschalter in Schlaf- oder Aufenthaltsräumen von Heimen oder Tageseinrichtungen für Kinder, behinderten oder alten Menschen vor. Allerdings wird nicht explizit erwähnt, ob in den Klassenräumen ein AFFD benötigt wird oder nicht. Könnten Sie uns hier erläutern, ob die Klassenräume unter den Punkt »Aufenthaltsräume für Kinder« fallen?

A. B., Baden-Württemberg

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Kommentare aus der Community (4)

  1. manchesmal versteht man den Elektriker und hier die Frage nicht. Es gibt eine Norm die schreibt einen AFFD in öffentlichen Gebäuden vor.
    Unabhängig von der Disskusion, ist ein AFFD hier notwendig oder nicht, baue ich als ausführende Firma diesen AFFD ein.
    Einmal um als Ausführender auf der sicheren Seite dieser Norm zu sein, zum Anderen auch um einen Mehrwert für meine Firma zu generieren.
    Wenn man diesen AFFD im Gespräch richtig erkärt (verkauft) wird mit Sicherheit kein Auftraggeber sich gegen einen Einbau wenden, schon gar nicht die Kommunen oder die öffentlichen Hand. Wer übernimmt bei einer Ablehnung dann die Verantwortung im hoffentlich nie eintretenden Schadensfall?

  2. In öffentlichen Gebäuden wird nach der DIN VDE 0100-420 nicht zwingend AFFDs für einphasige Stromkreise notwendig. Wenn hier dem Bauherren vermittelt wird, das ein AFFD notwendig wird, kann es passieren das im Nachhinein der Bauherr vom Planer das Geld für die Mehrkosten verlangt, bzw. dem Elektriker die Rechnung kürzt, wenn diese AFFDs nicht zwingend vorgeschrieben sind, da dem Bauherren durch den Einbau nicht notwendiger AFFDs einen finanziellen Schaden entstanden ist.

  3. Aus WIKIPEDIA:
    In Deutschland sind Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung durch die aktualisierte DIN VDE 0100-420 seit Februar 2016 für verschiedene Raumnutzungen in Neubauten gefordert; es besteht eine Übergangsfrist bis 18. Dezember 2017.[4] Dies betrifft Endstromkreise mit Betriebsströmen bis zu 16 A, wenn diese Schlaf- oder Aufenthaltsräume in Heimen, Kindertageseinrichtungen oder barrierefreien Wohnungen nach DIN 18040-2 versorgen. Gleiches gilt für Räume/Orte mit besonderem Brandrisiko (feuergefährdete Betriebsstätten), Räume/Orte mit brennbaren Baustoffen sowie Räume/Orte mit Gefährdung von unersetzbaren Gütern. Der Einsatz für alle übrigen Endstromkreise mit Betriebsströmen kleiner gleich 16 A wird empfohlen.

    Also warum sollte der Bauherr die Rechnung kürzen können wenn die AFFD´s im Angebot stehen? Es entsteht ihm ja kein wirtschaftlicher Schaden, sondern im Gegenteil: Er bekommt einen Mehrwert.

  4. Zum Thema Lichtbogenschutz stellt sich mir persönlich die Frage, in welchen Gremien ein Hersteller mitarbeiten muss um das Teil in eine VDE-Norm zu „pressen“. Es sollte uns als Installateure doch stutzig machen, warum das Produkt zur Zeit nur von einem Hersteller verfügbar ist und alle anderen großen am Markt die Zeit davon zu rennen scheint, um etwas vergleichbares auf den Markt zu werfen. Haben die Systeme, die wir installieren nicht schon ausreichend Sicherheitsreserven dabei? Was spricht gegen die Einführung einer verbindlichen Vorgabe zum Einbau einer Isolationsüberwachungseinrichtung pro Wohnung?
    Im Krankenhaus ein bewährtes Mittel und vielfach am Markt erhältlich.
    Wie kann ein Planer herstellerneutral ausschreiben mit dem Wissen, das Produkt, welches er ausschreibt, ist nur von einem Hersteller verfügbar?
    Da bleibt ein schaler Beigeschmack bei der Betrachtung der Notwendigkeit dieser Erfindung, wenn man sich anschaut, wie lange das Produkt eines gewissen Herstellers bereits am Markt vorhanden ist und nicht verbaut wurde und wie es dann den Weg in die Normen gefunden hat. Sehr merkwürdig!


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