Praxisfrage

Ersatzmaßnahmen für Erder ohne Dokumentation?

Frage gestellt am 14. November 2017

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Wir führen derzeit die Installation einer Wohnanlage im Zentrum einer Kleinstadt durch. Auf einer Tiefgarage die das ganze Grundstück ausfüllt werden vier Mehrfamilienhäuser errichtet. Die Tiefgarage wurde aus WU-Beton erstellt. Der Erder wurde von der Maurerfirma eingelegt. Es liegt keine Dokumentation vor. Anschlussfahnen in den Technikräumen sind in Edelstahl vorhanden. Es lässt sich kein Ringerder nachrüsten da teilweise direkt an angrenzende Bauwerke angebaut wurde. In diesem Fall darf ich keinen Zähler beim VNB bestellen, da die Anlage nicht den Vorgaben der TAB entspricht.

Nach meiner Meinung können auch keine Ersatzmaßnahmen, die nur in etwa dem Sinne der DIN 18014 entsprechen, als Ersatzmaßnahme ausgeführt werden.

Können Sie mir mögliche Ersatzmaßnahmen nennen?

K. L., Bayern

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Kommentare aus der Community (4)

  1. Hallo K.L.,
    ich kann den letzten Absatz Ihrer Anfrage nur voll unterstützen. Bei uns gibt sogar der Obermeister dafür seine Unterschrift. Bei den VNB findet man auch keine Unterstützung. Es sollte mehr solcher Kollegen wie Sie geben.

  2. Ich bin da auch voll bei Ihnen. Es gibt Maurerfirmen die mit 40m Bandstahl 12.000€ Umsatz durch „Fundamenterder“ generieren. Jeder weiß es, aber niemanden interessiert es. Würden die VNB sich die Dokumentation vorlegen lassen, anstatt sich mit einer halbherzigen Unterschrift zu begnügen, wäre ein kleiner Schritt getan.

  3. Wer sonst als Elektrofachkräfte ist gefordert Architekten, Bauleitern und Rohbauunternehen zu vermitteln, dass der Einbau von Erdungsanlagen seit DIN 18014:2007-09 ein Aufgabenbereich für nach NAV § 13 bei einem VNB konzessionierte Elektrobetriebe ist?

    Viele deutsche Elektriker müssen aber bei der Zähleranmeldung über übersinnliche sog. paranormale Fähigkeiten verfügen, wenn ihnen ein Blick auf einen aus dem Boden ragenden Rund- oder Bandstahl genügt um Erdungsanlagen für normkonform gesundzubeten.

    So lange es genug EFK gibt, die aus Gefälligkeit, Bammel vor Verlust von Folgeaufträgen oder auch mangels eigener Kenntnis der seit 2007 geltenden Bestimmungen nie besichtigte Erdungsanlagen „blind“ für normkonform erklären, werden die Architekten die Erdungsanlagen weiterhin im Gewerk Rohbau ausschreiben und sich mit dem Gewerk Elektro länger Zeit lassen.

    Wenn seit 2007 auch nur jede zweite EFK den Mumm gehabt hätte undokumentierte Erdungsanlagen nicht wahrheitswidrig für normkonform zu erklären, wäre der Spuk schon seit 2009 vorbei.

  4. Glücklicherweise sind wir von der Thematik Fundamenterder nicht betroffen, da wir keine Neubauten ausführen. Ganz ähnlich gelagert ist aber auch das regelmäßig auftretende Phänomen der Anfrage nach einer Fertigmeldung, bei selbst oder durch einen „Elektriker“ erstellte Elektroanlage. Unsere Antwort lautet in diesem Fall kategorisch „Nein“. Ich werde nicht dafür unterschreiben, dass die Anlage den anerkannten Regeln der Technik entspricht, wenn ich diese nicht selbst, bzw. meine Mitarbeiter erstellt habe. Das Risiko soll doch der tragen, dem Geld wichtiger als Qualität sowie nachvollzieh- und prüfbare Normenkonformität ist.


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