Praxisfrage

Fluchttreppen aus Metall – Blitzschutzpotentialausgleich

Frage gestellt am 6. März 2017

, ,

Ich habe eine Nachfrage zu dem Praxisproblem »Potentialausgleich an Metallbalkonen« in »de« 4.2017 .

Ich bin bei der Bundeswehr bei der Planung und Abnahme von Bauprojekten im Fachgebiet Elektrotechnik tätig und habe nach dem Lesen dieses Artikels Zweifel bzw. Fragen zu folgendem Problem in meiner beruflichen Praxis bekommen und bitte um Ihre fachliche Meinung.

An Gebäuden in denen ein zweiter Rettungsweg notwendig ist, wird dieser Rettungsweg gern außerhalb der Gebäude installiert und als Metallkonstruktion ausgeführt.
Obwohl diese Metalltreppen nicht in die Gebäude führen, sondern wie Balkone außerhalb an die Gebäude angebracht werden, habe ich bisher immer gefordert, dass diese Metalltreppen entweder an die Erdungsanlage (z.B. Ringerder) angeschlossen bzw. in den Blitzschutzpotenzialausgleich einbezogen wird.
Da Gebäude in den BW-Liegenschaften aufgrund interner Festlegungen grundsätzlich mit einer äußeren Blitzschutzanlage ausgestattet werden, stellt sich mir nun folgende Frage: »Müssen oder sollten diese Metalltreppen an die Erdungsanlage angeschlossen bzw. in den Blitzschutzpotenzialausgleich einbezogen werden oder nicht?«
Meiner Meinung nach sollten die oben benannten metallenen Bauwerke, die ja zum Gebäude gehören in die Erdungsanlage bzw. in den Blitzschutzpotentialausgleich einbezogen werden.

V.R., Brandenburg

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Kommentare aus der Community (1)

  1. Wie folgende Beispiele zeigen ist es sicher sinnvoll, die Gefährdungsbeurteilung so zu führen, daß die betreffenden Metallkonstuktionen in den Potentialausgleich einbezogen werden, zumal das Berühren durch Personen explizit vorgesehen ist.
    http://www.sz-online.de/sachsen/der-tod-am-gelaender-1570737.html
    Der Tod am Geländer: Eine 22-Jährige musste sterben, weil eine Treppe des Altenpflegeheimes „Herbstsonne“ in Kamenz unter Strom stand. Eine unglückliche Verkettung?
    Ähnliche Vorfälle sind aus KITA-s bekannt. Daher ist der erforderliche Mehraufwand bei solchen Metallkonstruktionen für die Einbeziehung in den Potentialausgleich sicher verhältnismäßig und sollte unabhängig ob im Einzelfall in Normen gefordert erfolgen.


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