PV-Anlage auf ehemaliger Hausmülldeponie

Solares Großkraftwerk in Heidelberg

4. Januar 2013

-

Die Stadt Heidelberg plant ein solares Großkraftwerk mit einer Leistung von 1,1 Megawatt. Der Solarpark soll auf dem Gelände der versiegelten Hausmülldeponie Feilheck entstehen. Als Generalunternehmer zeichnet Conergy für die Planung und Auslegung des Parks sowie für die Umsetzung, den Bau und die Komponentenlieferung verantwortlich.

Conergy Solarpark Mehring

Solarpark von Conergy in Mehring bei Trier; Quelle: Conergy

Die Stadtwerke Heidelberg verfügen bereits über eine lange Tradition beim Ausbau von Solaranlagen. In der Zusammenarbeit mit Conergy setzen sie nun erstmals auf ein solares Großkraftwerk. Das Unternehmen konnte damit seine strategische Kooperation mit den regionalen Energieversorgern weiter ausbauen. »Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Stadtwerken Heidelberg unsere strategische Zusammenarbeit mit Energieversorgern ausbauen konnten«, bemerkt Conergy-Vorstand Alexander Gorski dazu. Bereits im Mai konnte Conergy einen Großauftrag der Stadtwerke Trier gewinnen.

Spezielle Gestelle zum Schutz der Versiegelung der Deponie

Hausmülldeponie Feilheck

Die ehemalige Hausmülldeponie Feilheck; Quelle: Stadtwerke Heidelberg

Beim neuen Großkraftwerk in Heidelberg werden künftig 4464 Solarmodule jährlich 1118 Megawattstunden Strom produzieren. Damit lassen sich 280 Heidelberger Haushalte mit Sonnenstrom versorgen. Gleichzeitig können dadurch 566 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Auch bei den Gestellen spielt der Umweltschutz eine wichtige Rolle: Das Gestellsystem wurde exakt auf die besonderen Anforderungen des versiegelten Deponiegeländes zugeschnitten. Statt wie sonst üblich tief in die Erde zu bohren, werden besondere, schräg angestellte Stahlpfosten im Boden verankert. Damit wird eine Gründungstiefe von maximal 50 Zentimetern sichergestellt. Die Unversehrtheit des versiegelten Deponiekörpers und die notwendige Statik auf dem abschüssigen Gelände ist somit gleichermaßen gewährleistet.

Solarpark als Baustein für die Energiewende im Raum Heidelberg

Das Solarprojekt bedeutet für die Stadtwerke Heidelberg ein weiterer Meilenstein in seinem langjährigen Engagement für Solarenergie in Heidelberg und der Region. Bis Ende des Jahres 2011 hatte das Unternehmen bereits 40 Anlagen gebaut. »Die Solaranlage auf der Deponie Feilheck ist unsere fünfzigste Anlage insgesamt und gleichzeitig die bisher größte«, bemerkt Felix Gudat, Geschäftsfeldleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Heidelberg Umwelt dazu. »Mit einer Gesamtleistung von rund 2643 Kilowatt erreichen wir durch unsere Solaranlagen bis Ende des Jahres eine jährliche CO2-Reduzierung von etwa 1255 Tonnen.«

Die Stadtwerke Heidelberg haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2017 nur noch Strom ohne Atomkraft anzubieten. Der Ausbau der Photovoltaik soll dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. »Die Anlage auf der Deponie Feilheck ist damit Teil eines umfassenden und abgestimmten Konzeptes unseres Hauses, um die Energiewende in der Region voranzubringen«, betont Peter Erb, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt.

www.conergy-group.com

www.heidelberger-stadtwerke.de