11 herausragende Projekte ausgezeichnet

Verleihung des Deutschen Lichtdesign-Preises 2019

17. Mai 2019

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Am 16. Mai wurden in der Historischen Stadthalle Wuppertal die Gewinner des Deutschen Lichtdesignpreises 2019 bekanntgegeben. Neben den Preisen in elf verschiedenen Kategorien wurde auch der Lichtdesigner des Jahres gekürt und ein Ehrenpreis für ein Lebenswerk verliehen.

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Da in diesem Jahr auffällig viele Kirchen oder kirchliche Einrichtungen nominiert waren, leitete Dompropst Gerd Bachner aus Köln in den Abend ein. Später konnte er dann gleich die Auszeichnung für die von Westermann Kulturprojekte kuratierte Dona Nobis Pacem Installation am Kölner Dom in der Kategorie Lichtkunst entgegennehmen. Die Medienkünstler Detlef Hartung und Georg Trenz hatten die Südfassade im vergangenen Herbst anlässlich der Domwallfahrt 2018 bespielt und damit an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Die Gewinner des Deutschen Lichtdesignpreis 2019; Foto: Fotodesign Bettina Theisinger

Die Gewinner des Deutschen Lichtdesignpreis 2019; Foto: Fotodesign Bettina Theisinger

 

Dompropst Gerd Bachner vor

Dompropst Gerd Bachner vor der Installation Dona Nobis Pacem im Kölner Dom

Den Sonderpreis der Jury erhielt das österreichische Büro podpod Design für die Beleuchtung des Wiener Stephansdom. Einen weiteren Jurypreis gab es für das Tageslichtkonzept der Grundschule Klenze durch Peter Andres Beratende Ingenieure aus Hamburg. Johannes Dinnebier, einer der wesentlichen Pioniere der Lichtplanung in Deutschland erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Corinna Arens und Dorette Faulhaber vom Kölner Büro arens faulhaber wurden als Lichtdesigner des Jahres ausgezeichnet.

Große Beteiligung junger Büros

Sarah Textor Lichtdesign aus Buchholz wurde mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Das junge Büro überzeugte mit dem Beleuchtungskonzept der Palottiner- und Pfarrkirche Sankt Marien in Limburg.

Der Nachwuchspreis wird an Büros verliehen, die vor nicht mehr als drei Jahren gegründet wurden. Hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Zurückhaltung bei kleinen jungen Büros gegeben, war die Beteiligung für die diesjährige Wettbewerbs-Auflage recht hoch.

Insgesamt hatten sich ca. 140 Projekte für den Lichtdesignpreis beworben. 39 schafften es ins Finale. Beteiligt hatten sich Büros aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Übersicht über die Gewinner

  • Büro / Verwaltung: Rewe Digital Köln, arens faulhaber, Köln
  • Kulturbauten: Kirche St. Peter und Paul, Erzbischöfliches Priesterseminar Paderborn arens faulhaber, Köln
  • Öffentliche Bereiche / Innenraum: Merck Innovation Center, Lumen3 GbR, München
  • Außenbeleuchtung / Öffentliche Bereiche: Gleisquerung Winterthur, Reflexion AG, CH Zürich
  • Außenbeleuchtung / Inszenierung: Brücken für den Stadteingang in Riedlingen, schlaich bergermann partner, Stuttgart
  • Museen: Futurium Berlin, realities united, Berlin
  • Shopbeleuchtung: Dallmayr München, Lichtkompetenz GmbH, Zürich
  • Bildung: Klarissenkirche Köln, arens faulhaber lichtplaner, Köln
  • Hotel und Gastronomie: Betriebskantine Arnsberg, jack be nimble – lighting | design |innovation Berlin
  • Lichtkunst: Installation Dona Nobis Pacem Kölner Dom,  Westermann Kulturprojekte, Ingelheim;  Hartung/Trenz GbR, Köln
  • Internationales Projekt: Amorepacific Headquarters Seoul Arup Deutschland GmbH, Berlin
  • Nachwuchspreis: Palottiner- und Pfarrkirche St. Marien, in Limburg Sarah Textor Lichtdesign, Buchholz
  • Sonderpreis der Jury: Wiener Stephansdom, podpod design, Wien
  • Ehrenpreis für das Lebenswerk: Johannes Dinnebier
  • Lichtdesigner des Jahres 2019: arens faulhaber, Corinna Arens und Dorette Faulhaber

lichtdesign-preis.de