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Steckbares SPS

Schutz für kritische Infrastrukturen

Steckbare SPD bei 25kA 10/350μs in 1TE Breite
Steckbare SPD bei 25kA 10/350μs in 1TE Breite

Bei einer Ableitfähigkeit von 100kA 10/350µs reduziert das Gerät den nötigen Bauraum auf 4TE. Gleichzeitig schützt das SPD die nachgelagerten Einbaugeräte durch eine der schnellsten Auslösecharakteristiken für Typ-1-Ableiter.

Die SPDs der Serie »Protec T1S« eignen sich für wiederholte Vorgänge in Netzen mit einem Ip von bis zu 50kA 50/60 Hz. Dank einer geringen Restspannung von Up = 1,5kV lassen sie sich einfach mit Klasse-III-SPD im Netzwerk koordinieren, ebenso mit ordnungsgemäß installierten SPD der Klasse II. Die Kabellänge zwischen den Produkten muss dabei nicht berücksichtigt werden. Zusätzlich verfügen die SPD über spannungsfreie Fernmeldekontakte für die Fernwartung sowie eine optische Rot/Grün-Statusanzeige.

Technischer Hintergrund

Spannungsschaltende SPDs sind darauf ausgelegt, einen leitenden Zustand auszulösen, sobald eine Überspannung einen definierten Schwellenwert übersteigt. Dabei sind sie vergleichsweise einfach aufgebaut und können in einem kompakten Gehäuse einen hohen Überspannungsschutz bewirken. Problematisch ist jedoch, dass sie einen vergleichsweise schlechten – also hohen – Schutzpegel bieten und oftmals Probleme beim Abschalten des Folgestroms haben. Die sogenannte Folgestrom-Steuerung bezeichnet die Fähigkeit eines SPD, sich selbst aus dem Stromkreis zu schalten, sobald die Überspannung abgebaut ist. Ein SPD mit einer niedrigen Folgestrom-Steuerung eignet sich demnach nur für Netze, in denen der erwartete Kurzschlussstrom der Netzversorgung geringer als der Folgestrom-Nennwert des Geräts ist. Ist der Kurzschlussstrom größer, besteht die Gefahr, dass das SPD versagt. Spannungsschaltende SPD lassen sich also kompakt und mit einem hohen Überspannungsschutz realisieren, haben aber eine schlechte Folgestrom-Steuerung. Ein Umstand, der die maximale Leistung beschränkt, für die sie installiert werden können.

Spannungsbegrenzende SPDs wie Metalloxid-Varistoren (MOV) sind dagegen so ausgelegt, dass sie ein Gerät schützen, indem sie Überspannungen durch den Wechsel in einen niederohmigen Zustand begrenzen. Anders als spannungsschaltende SPD spielt das Problem der Abschaltung des Folgestroms bei ihnen keine Rolle, da sie nach der Überspannung in ihren hochohmigen Zustand zurückkehren. Spannungsbegrenzende SPD sind darum – unabhängig vom erwarteten Fehlerstrom – in jedem Stromnetz installierbar. Zusätzlich bieten sie ein gutes Schutzniveau. Die Nachteile spannungsschaltender SPD gleichen sie zwar aus, dafür erfordern sie eine größere Bauform, wenn der erforderliche Überspannungswert eines SPD der Klasse I erreicht werden soll.

Der Lösungsansatz

Beim »Protec T1S« kommt eine neu patentierte Technologie namens »Phase Gas Discharge Tube« (PGDT) zum Einsatz. Die mehrzellige, gekapselte GDT-Technologie kombiniert die Merkmale spannungsbegrenzender und spannungsschaltender SPD. Die Spannungsumschalttechnik ermöglicht dabei einen geringen Bauraum ohne die Nachteile einer hohen Restspannung oder eines schlechten Folgestrom-Nennwerts. Ein neuartiges Multi-Cell-Design reduziert dafür den Folgestrom so weit, dass sich das neue Gerät ähnlich verhält wie MOV-basierte Technologien und damit auch in Netzwerken mit hohen prospektiven Kurzschlussfehlerströmen (SCCR) installiert werden kann.

www.raycap.de

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