Home Elektroinstallation Brandschutz Norm zum Feuerwehrwesen – Handbetätigte Leitungstrommeln und Leitungsroller

DIN 14680: 2020-11

Norm zum Feuerwehrwesen – Handbetätigte Leitungstrommeln und Leitungsroller

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Gegenüber der Vorgängernorm gibt es gravierende Neuerungen. Der Begriff »Verbraucher« wurde durch »elektrisches Betriebsmittel« ersetzt, sowie das Wort »Kupplung« wurde durch den Begriff »Kupplungsdose« ausgetauscht. Zudem wurde der Anwendungsbereich korrigiert und die die Spannungshöhen in der Tabelle 1 und 2 wurden angepasst.

Unterschieden wird zwischen Leitungstrommeln der Form A und B, B1 und C. Bei der Form A
gibt es zudem zwei verschiedene Ausführungsarten. Einmal ohne Leitung und einmal mit. Bei der Ausführungsart »mit Leitung« ist ein Querschnitt von 2,5 mm² erforderlich mit einer Länge von maximal 45 m, wobei die Zuleitung maximal 5m lang sein darf.

Leitungsroller der Form B hingegen verfügen über eine drehbare Trommel. Die Abnahme des Stroms erfolgt über fest eingebaute Steckdosen. Eine wichtige Anforderung betrifft Leitungsroller der Form C. Sie enthalten bei der 230 V Ausführung maximal 3 Steckdosen und bei einer 400 V Ausführung 1 Steckdose mit 400 V / 16 A mit ebenfalls maximal 3 Steckdosen.

An der Entnahmestelle der Kupplungsdose bzw. Steckdose ist ein Schild mit folgender Aufschrift dauerhaft und gut lesbar anzubringen:

»Die Leitung muss immer abgewickelt werden«.

Dieser Hinweis ist immens wichtig, da die Leitung nicht mit einem Thermo- und/oder Überlastauslöser geschützt werden soll, aus Funktionsgründen. Der Überlastschutz ist somit nicht gegeben. Es kann aber auf Wunsch des Bestellers ein Thermo- und/oder Überlastauslöser eingebaut werden. In diesem Fall kann dann die oben erwähnte Aufschrift entfallen.

Um Beschädigungen zu vermeiden muss die Leitung über Rollen abgeführt werden. Zudem sind die letzten 3 Meter mit einer farblichen Markierung zu kennzeichnen. Wenn die Leitung nicht von Hand aufgewickelt wird, darf die Geschwindigkeit der Leitung beim Aufwickeln 2 m/s nicht überschreiten.

Befindet sich ein fest eingebauter Stromerzeuger im Fahrzeug ist die Schnellangriffsleitung mit dem Stromerzeuger des Fahrzeugs fest zu verbinden Es ist eine allpolige Abschaltung vorzusehen. Dies kann durch einen Hauptschalter realisiert werden, der an der Schalttafel des Generators einzubauen ist. Dieser Hauptschalter muss für das Trennen unter Last gemäß DIN VDE 0100-530 geeignet sein.

Über den Autor
Autorenbild
Patrick Gnanendiran

Elektrotechnikermeister für Energie- und ­Gebäudetechnik, bfe-TIB Technologie

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