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Kein Stromlosschalten im Ernstfall nötig

Brandschutz für Colocation-Rechenzentrum

Telehouse Rechenzentrum
Das neue, brandgeschützte Colocation-Rechenzentrum bietet auf 2.200 Quadratmetern und drei Etagen Platz für zahlreiche Racks

(Bild: Telehouse Deutschland GmbH)

Internationale Cloud-Anbieter, Branchenriesen aus dem Bereich E-Commerce und Unterhaltung sowie andere große Dienstleistungs- und Industrieunternehmen setzen auf Colocation-Rechenzentrumsplätze. Weil der Bedarf in Deutschland steigt, hat Telehouse Deutschland ein fünftes Rechenzentrum auf seinem Campus in Frankfurt am Main Mitte 2020 eröffnet.

2.200 Quadratmeter Colocation-Fläche verteilen sich auf drei Etagen mit einzelnen Racks und dezidierten RZ-Bereichen. Die Schutzziele sind klar ausgearbeitet: kein Stromlosschalten im Ernstfall und damit Ausfallzeiten vermeiden, Betriebsbereitschaft der Kundenserver 24/7 erhalten, die mitunter eine Million Euro teuren IT-Racks, die noch wertvolleren Daten sowie das eigene Image schützen.

Im Rechenzentrum herrscht ein besonders hohes Brandrisiko, das aus der hohen Energiedichte der dort vorherrschenden elektrischen Anlagen resultiert. Technische Defekte in den elektrischen und elektronischen Komponenten und Bauteilen können zu Kabelkurzschlüssen und Schwelbränden führen. Letztere bleiben häufig unentdeckt, bedingt auch durch die hohe Luftumwälzung der klimatisierten Raumluft, und können sich fast unbemerkt entwickeln.

Brandschutzlösung verhindert ein Stromlosschalten

Im Technikbereich des Rechenzentrums kommt das sogenannte Zweistufige Konzept zum Einsatz. Die Lösung besticht durch eine hohe Energieeffizienz und größte Sicherheit. Detektieren sensible Titanus Ansaugrauchmelder einen Brand im frühen Entstehungsstadium, wird zunächst das Sauerstoffniveau durch das Einleiten von Stickstoff aus bevorrateten Druckmittelbehältern von Normalniveau (20,9 Vol.-%) auf 17 Vol.-% Sauerstoff abgesenkt. So wird ein deutlich reduziertes Brandverhalten erreicht, sodass im Idealfall der Brand bereits erlischt.

Danach hält das Sauerstoffreduzierungssystem Oxyreduct mit vor Ort generiertem Stickstoff die abgesenkte Sauerstoffkonzentration beliebig lang auf dem konstanten Niveau. So bleibt der Schutzbereich frei begehbar und Mitarbeiter können nach der Brandursache suchen und diese beheben.

Das Sauerstoffniveau wird abgesenkt

Detektieren die Ansaugrauchmelder weiterhin ein Brandgeschehen, wird die Sauerstoffkonzentration durch erneutes Einleiten von Stickstoff aus Druckmittelbehältern auf ein tieferes Sauerstoffniveau abgesenkt, das deutlich unter der Entzündungsgrenze der im Rechenzentrum vorherrschenden Materialien liegt.

Diese zweite Sicherheitsstufe kann durch das erneute Zuschalten des Stickstofferzeugers wiederum beliebig lang gehalten werden und soll eine Brandausbreitung gänzlich verhindern. Auf diese Weise gewinnen die Verantwortlichen vor Ort Zeit, um im Krisenfall die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Ein weiteres großes Plus der von Wagner verbauten Lösung ist das (Wieder-)Befüllen der Gaslöschbehälter mit Stickstoff direkt vor Ort. Oxyreduct gewinnt dafür den benötigten Stickstoff in höchster Reinheit direkt vor Ort aus der Umgebungsluft. So müssen die vielen Löschmittelbehälter nach Entleerung nicht ausgebaut und zu einem Befüllwerk gefahren werden. Das spart Telehouse Zeit, Geld und stellt eine permanent hohe Betriebsbereitschaft sicher.

Über die Firma
Wagner Group GmbH
Langenhagen
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