Home Licht+Energie Beleuchtung Im Dorf der Sonnenlichtmanager

Licht- und Rollladensteuerung

Im Dorf der Sonnenlichtmanager

Warema Sonnenlichtmanager
Raffstore rauf und grünes Licht: mit der App auf dem Tablet oder über Alexa-Sprachsteuerung wird der Anwender zum Sonnenlichtmanager

(Bild: Kalscheuer - Redaktion "de")

Im Wertheimer Warema Sun Forum wird auf 1.600 m2 Ausstellungsfläche in kleinen Häusern und in Außenbereichen zu verschiedenen Lebenswelten wie Arbeiten, Schlafen, Kochen und Wohnen die Wirkung des passenden Sonnenschutzes und des Tageslichtmanagements in Alltagssituationen live gezeigt. Endlich wieder – das stellen nicht nur die Mitarbeiter aus Verkauf und Produktmanagement vor Ort erleichtert fest, sondern auch die Geschäftsführung. Da gleich nach der Eröffnung im November 2020 der Corona-Shutdown im Dezember 2020 folgte, war die Erleichterung groß, als im April 2021 die Türen für Besucher wieder (Corona-konform) geöffnet werden konnten.

Beratung für Endkunden und Fachhändler

Bisher konnten wir rund 5.000 Endkunden in unserem Sun Forum begrüßen und zahlreiche Beratungsgespräche führen“, freut sich die Warema-Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke. „Ja, wir wenden uns an Endkunden, ohne direkt an Endkunden zu vertreiben. Wir wollen Sonnenschutz erlebbar machen, Produkte zum Anfassen bieten und Endkunden detailliert beraten, die wir dann an den Fachhandel weiterleiten. Fachhändler kommen aber auch gemeinsam mit ihren Kunden bei uns vorbei“, ergänzt sie.

Man könne schließlich vor Ort am besten zeigen, dass Sonnenschutz mehr kann, als nur hell und dunkel zu machen, erläutert Christian Steinberg, Vorstand Global Market bei Warema. Denn neben UV-Strahlung, Blendung und dem Wohlfühlfaktor ist auch Energieeffizienz ein großes Thema beim Sonnenschutz. Das 58% der Sonnenenergie in ein Gebäude eintreten, sei dabei vielleicht noch individuell als positiv oder negativ bewerten. „Aber die Sommer werden immer heißer, die Hitzewellen nehmen zu und Kühlgeräte sind Gift für die Klimaziele“, beschreibt Steinberg.

BEG-EM-Förderung für Sonnenschutz

Die Klimaziele erreichen könne man in der EU hingegen, wenn 75% der Gebäude mit verstellbarem Sonnenschutz ausgestattet würden. Nicht ohne Grund gebe es seit Januar 2021 die staatliche BEG-EM-Förderung für verstellbaren, außen installierten Sonnenschutz und dessen Steuerung in Höhe von 20% bei einer Investition ab 2.000 Euro. Dazu müssen die Baumaßnahmen allerdings fachgerecht geplant und über einen Fachbetrieb vorgenommen werden.

Das Einzugsgebiet des Warema Sun Forums liegt bei rund 200 km Entfernung, deshalb gibt es in Deutschland noch zwei Warema Sun Center in Berlin und Stuttgart. Neben Markisen, Raffstoren und Rollläden kommen hier auch Themen wie die biologischen Wirkung des Tageslichtspektrums und die Bemühungen, diese mit HCL (Human Centric Lighting) bei Kunstlicht nachzuahmen zur Sprache. Auch zur Bedeutung der Lamellenstellung hinsichtlich Tageslicht, Blendung in Innenräumen (hier gibt es unter dem Stichwort „Wellumic“ eine Kooperation mit dem Leuchten-Anbieter Trilux) und Überhitzung – oder wie Grautöne Farbverfälschungen vorbeugen – erfährt der Besucher mehr.

Klima und Licht automatisch steuern

Dass Sonnenschutz auch fernab von Zugband und Handkurbel möglich ist, zeigt ein Blick in Waremas „Elektro-Abteilung“: Smart-Home-Lösungen steuern Rollladen, Markisen oder Jalousien über eine Bedienzentrale, einem Handsender, App und Sprache (z.B. per Smartphone oder Alexa). So haben Anwender mit einem Knopfdruck oder Befehl Lichtstimmung und Klima im Griff. Warema sieht hier einen ausbaufähigen Markt und hat extra für die Unterstützung des Fachhandels im Bereich Smart Home vier neue Fachberater eingestellt. Smart-Home-Geräte sorgen dank intelligenten Messwertgebern automatisch dafür, dass im Winter weniger Wärme abgestrahlt wird oder dass sich im Sommer die Räume nicht zu stark aufheizen.

Dabei reicht die Auswahl an Steuerungssystemen des Unternehmens von Funksystemen über Zentralsteuerungssysteme für Wohnhäuser oder Bürogebäude, bis hin zu vernetzten Objektsteuerungen. Das ohne zusätzlich Leitungsverlegung einfach nachrüstbare Warema-Funksystem WMS erlaubt dabei das Weitergeben der Befehle von Empfänger zu Empfänger (Mesh-Netzwerk), sodass auch weit entfernte Produkte erreicht werden. Jeder Empfänger am Sonnenschutzprodukt ist gleichzeitig ein Repeater für Funkbefehle. Das Funksystem arbeitet 128-Bit-verschlüsselt und bidirektional, das heißt alle WMS-Komponenten bestätigen, dass ein Befehl empfangen und ausgeführt wird. Somit erhalten die Nutzer eine Rückmeldung über alle Fahrbefehle Ihres Sonnenschutzes.

Die Speicherung von 32 individuellen Szenen ermöglicht eine Bedienung mehrerer Produkte mit nur einem Tastendruck. Die Szene „TV“ kann beispielsweise die Außenjalousien schließen und die Stehlampe anschalten. Auch der automatische Schutz der Markise bei Unwetter und das automatische Verdunkeln bei Sonne sind einstellbare Szenarien.

Eine flexible Vernetzung von Sonnenschutz, Licht und Haushaltsgeräten ist über „homee“ möglich: Warema hat einen herstellerspezifischen roten Zigbee-Würfel zur Erweiterung des Smart-Home-Systems um die Steuerung des Sonnenschutzes beigesteuert. Die Funkstation „homee“ ermöglicht die Kommunikation von intelligenten, funkbasierten Geräten.

Problemloses Zusammenarbeiten der Gewerke

Die Zentralsteuerungssysteme von Warema sind für einzelne Markisen im Privathaus bis hin zur Ansteuerung von Tausenden von Raffstoren im gewerblichen Umfeld geeignet. So können die motorbetriebenen Produkte abhängig von Tageszeiten oder nach wetterbedingten Außeneinflüssen gesteuert werden. Die Sonnenschutzzentrale „climatronic“ überwacht im Einfamilienhaus zudem Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Lichtintensität und koordiniert für das passende Raumklima neben dem Sonnenschutz auch die Lüftungsanlagen.

Ein Bussystem macht dank Vernetzung und Raumautomation moderne Gebäude energieeffizient, komfortabel, sicher und flexibel. So lassen sich per KNX für die Haus- und Gebäudeautomation Sonnenschutz, Licht, Klimaanlage, Heizung und Sicherheitssysteme verbinden und steuern –  zentral über ein Bedienelement oder automatisch mittels intelligenter Sensoren. Waremas „BAline“ flexibilisiert die Raumautomation über einen modularen Ansatz: Verbraucher werden nach Bedarf an die frei programmierbaren „BAline“-Module angeschlossen und in Raumautomationseinheiten mit dem Gebäudeautomations-Netzwerk verbunden. Nutzungsänderungen und Retrofitting sind so mit geringem Aufwand möglich. Unterstützt wird auch der herstellerunabhängige „Lonworks“-Standard, damit unterschiedliche Gewerke problemlos zusammenarbeiten.

Und der Rettungsweg bei Stromausfall?

Vorgestellt wurde auch das Secukit für Rollläden und Fenstermarkisen, die über einen motorbetriebenen Antrieb verfügen und sich mit einer intelligenten Steuerung bedienen lassen. Das Secukit biete eine zusätzliche Gurtbedienung für den Notfall, die unabhängig von der Stromversorgung funktioniert. Bei einem Stromausfall kann der heruntergefahrene Behang mit wenigen Handgriffen hochgezogen werden, so dass der Rettungsweg nach draußen frei ist. Wichtig dabei: Eine Zwischenbedienung über den Gurt hat keinerlei Einfluss auf die motorbetriebene Nutzung, es wird kein Reset nötig und alle Einstellungen bleiben erhalten.

(Nach Unterlagen der Firma Warema Renkhoff)

Über den Autor
Autorenbild
Britta Kalscheuer

Redaktion »de«

Über die Firma
Warema Renkhoff SE
Marktheidenfeld
Newsletter

Das Neueste von
elektro.net direkt in Ihren Posteingang!