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Nachgefragt bei Ingolf Coers

Weiterbildung auf vielen Ebenen

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Der Elektrogroßhandel nimmt beim Know-how-Transfer eine zentrale Stellung ein. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der Sonepar-Region West über aktuelle Entwicklungen und fragten nach, welche Aktivitäten stattfinden, um Fachwissen in der Branche zu transportieren.

»de«: Welche Unterstützung geben Sie Ihren Kunden im Elektrohandwerk bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder?

I. Coers: So wie wir intern unsere Mitarbeiter zu aktuellen Produkten und Systemlösungen schulen, bieten wir auch extern für unsere Kunden deutschlandweit herstellerneutrale Seminare und Workshops an. Wir haben ein Team von Experten, das die Schulungen für unsere Kunden in den unterschiedlichsten Fachbereichen durchführt. Immer wichtiger wird, dass wir unseren Kunden nicht nur einzelne Produktsegmente näher bringen, sondern systemübergreifende Lösungen. Das spiegelt sich zum Beispiel in unserem neuen, breit angelegten Workshop- und Schulungsprogramm im Bereich Vernetzte Welten / IP – also Internetprotokoll – wider. Das Besondere an IP: Heute können moderne Endgeräte aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen über IP-Netze verbunden werden. Das betrifft sowohl Telekommunikation, Videoüberwachung und Türkommunikation als auch die breite Palette der Unterhaltungselektronik und komplexeste Gebäudetechnik. Da aktuelle Möglichkeiten der multimedialen Vernetzung im Elektrohandwerk verstärkt gefragt sind, haben wir dieses Konzept für unsere Kunden entwickelt. Wir unterstützen sie mit Broschüren und über 40 Seminaren und Workshops deutschlandweit.

»de«:Die Auftragsbücher im Elektrohandwerk sind gut gefüllt. Da fällt es oft schwer, Mitarbeiter für Schulungen freizustellen. Welchen Rat können Sie hier unseren Lesern geben?

I. Coers: Gerade vor dem Hintergrund rasanter technologischer Entwicklungen sind Weiterbildungen und Schulungen für das Elektrohandwerk Voraussetzung, um auf kurz- und langfristige Sicht die eigenen Kunden optimal beraten zu können. Nehmen wir nur einmal die Energiewende: Die mit ihr verbundenen permanenten Gesetzesänderungen und neuen technologischen Entwicklungen lassen den Beratungsbedarf sowohl von Privathaushalten als auch von Unternehmen kontinuierlich steigen. Eine individuelle, neutrale und ganzheitliche Beratung der Endkunden ist gefragt. Das eröffnet enorme Chancen, insbesondere für das Elektrohandwerk. Das funktioniert allerdings nur, wenn auch unsere Kunden Weiterbildungen kontinuierlich nutzen, um sich Expertenwissen anzueignen und auf dem neusten Stand zu bleiben. Damit eine Freistellung für Schulungen nicht zu zeitumfassend wird, bieten wir deutschlandweit in über 220 Niederlassungen je nach Bedarf Schulungen ortsnah an. So entfällt eine lange Reisezeit für unsere Kunden.

»de«:Vor kurzem fand der Sonepar-Partnertreff in Bochum statt. Welche Resonanz konnten Sie dort verzeichnen?

I. Coers: Zu unserer alljährlichen Hausmesse, dem Sonepar-Partnertreff, kamen dieses Jahr am 26. und 27. April über 11.000 Besucher in die Jahrhunderthalle nach Bochum. Unsere Messen sind neben Seminaren und Workshops ein weiterer Weg, mit dem wir unsere Kunden bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder unterstützen. Jedes Jahr präsentieren wir ihnen dort die aktuellen Branchentrends und neusten Produkte. Wir sind rundum zufrieden mit der Resonanz auf unserer diesjährigen Messe und blicken – trotz des schwachen Jahresstarts in der gesamten Branche – optimistisch in die Zukunft.

»de«: Hausmessen von Großhändlern werden nicht von allen Branchenvertretern begrüßt. Welche Argumente haben Sie gegenüber diesen Kritikern?

I. Coers: Die gesamte Sonepar-Gruppe unterstützt die bestehenden Regionalfachmessen. Wir sehen unsere Hausmessen als eine Ergänzung der Branchenmessen an. Die hohe Resonanz auf unseren Messen zeigt am besten, dass unser Informationsangebot bei unseren Kunden auf Zustimmung stößt. Dort können sich die Kunden untereinander austauschen und haben die Möglichkeit, sich von ihrem Sonepar-Ansprechpartner persönlich beraten zu lassen. Das ist auf anderen Messen derart sicherlich nicht gegeben; dort gibt es wieder andere Vorteile. Für unsere Kunden jedoch haben sich unsere Hausmessen als traditionelle Plattform für einen intensiven Austausch entwickelt und das möchten wir für sie auch so aufrecht erhalten.
Über den Autor
Autorenbild
Dipl.-Kommunikationswirt Roland Lüders

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