Speichersysterm beim Elektroverband Baden-Württemberg

Steigerung der Eigenverbrauchsquote

6. August 2014

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Vor rund einem Jahr ergänzte der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT BW) seine hauseigene PV-Anlage um ein modernes Speichersystem. Nach einem Jahr Betrieb zieht der Verband ein positives Fazit. Verschiedene Testbericht hatten in jüngster Zeit vielen staatlich geförderten Stromspeichern eine mangelhafte Betriebssicherheit attestiert.

Stromspeicher beim Elektro-Fachverband Baden-Württemberg

Stromspeicher beim Elektro-Fachverband Baden-Württemberg

Das modular erweiterbare System mit einem individuell abgestimmte Lithium-Ionen-Batteriespeicher ist aktuell auf 8,3 Kilowattstunden ausgelegt. Ziel der Erweiterung war es, gewonnenen Solarstrom zwischenzuspeichern und die Eigenverbrauchsquote zu erhöhen. »Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass uns dies gut gelungen ist: Unser Eigenverbrauch ist 2013/2014 um mehr als 14 % auf nunmehr 59 % gestiegen«, erläutert Alfred Veith, zuständig für das Ressort Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Vorstand des Fachverbandes. Das Lithium-basierte Speichersystem des FV EIT BW ist als abgeschlossene elektrische Betriebsstätte konzipiert: Es arbeitet im kühlen Keller an einem optimalen Einsatzort. Ein Design, das nicht nur für gute Leistungseigenschaften, sondern auch für Sicherheit sorgt.

Da die Photovoltaik ein wichtiges Geschäftsfeld des Elektrohandwerks ist, dient der Speicher innerhalb des Verbands als Referenzanlage. Anfang des Jahres informierte sich der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller vor Ort über die praktischen Möglichkeiten bei der elektrischen Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom.

Installation vom Fachmann ratsam

Kennzahlen der Anlage

Kennzahlen der Anlage

Im vergangenen Jahr hat der Bund rund 4.000 PV-Batteriesysteme mit insgesamt 76 Millionen Euro bezuschusst. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine Stichprobe unter die Lupe genommen und erschreckende Sicherheitsmängel aufgedeckt. So stellten die Forscher beispielsweise fest, dass in vielen PV-Speichern nicht zertifizierte Speicherzellen verbaut wurden – was die Gefahr von Bränden und Explosionen erhöht. Der Fachverband rät daher, bei der Planung von Speichersystemen die Batteriezertifizierung nach aktuellen Standards zu berücksichtigen. Dies gilt auch für die Einzelbestandteile eines Speichers.

Es kommt aber auch darauf an, wer die Installation vornimmt: Die Richtlinie zum entsprechenden Förderprogramm des Bundes sieht beispielsweise explizit vor, dass geförderte PV-Batteriespeichersysteme nur durch konzessionierte, also beim Stromnetzbetreiber eingetragene, Elektrohandwerksbetriebe errichtet und in Betrieb genommen werden dürfen. »Anlagenbetreiber tun also in jeder Hinsicht gut daran, sich an diese elektrotechnisch ausgebildeten Spezialisten zu wenden. Denn diese verfügen über entsprechendes Knowhow und die notwendigen Zertifizierungen der jeweiligen Speicherhersteller« so Veith.

www.fv-eit-bw.de