Energie-Trendmonitor 2015

Bundesbürger für Kurswechsel bei Energieversorgung

21. Mai 2015

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Knapp acht von zehn Bundesbürgern wollen die Abhängigkeit von Erdgasimporten aus dem Ausland stoppen, so ein Ergebnis der Umfrage »Energie-Trendmonitor 2015«.

Energie-Trendmonitor 2015

Die große Mehrheit der Deutschen möchte mehr Unabhängigkeit von Gasimporten. Quelle: Stiebel-Eltron

Für diese Umfrage wurden 2000 Bürgerinnen und Bürger befragt. »Die aktuelle Entwicklung auf dem Energiemarkt zeigt erneut, wie wichtig der konsequente Umbau des deutschen Wärmemarktes hin zu erneuerbaren Energien ist«, sagt Rudolf Sonnemann, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron, der den Energie-Trendmonitor zum zweiten Mal initiierte. Dabei sinken die heimischen Fördermengen seit Jahren drastisch. Neben der heimischen Angebotsschwäche unterstreicht die ebenfalls in der dpa-Meldung thematisierte Ankündigung des  wichtigsten Ersatzlieferanten für Deuschland, den Niederlanden, schon in fünf Jahren die Förderung drastisch zu drosseln, die Notwendigkeit der Energiewende. Als Grund geben die Niederländer Erdbebenrisiken rund um das Hauptfördergebiet Groningen an.

Die Entwicklung hin zu den erneuerbaren Energien in der häuslichen Wärme spiegelt sich auch in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) wider. Die deutlich verschärften Richtwerte im Neubau ab 2016 lassen sich bei Einbau einer Heizungsanlage auf Basis eines fossilen Energieträgers wie Gas wirtschaftlich kaum noch einhalten. Alternativen sind allerdings vorhanden: »Die hoch entwickelte Wärmepumpentechnik wird ganz sicher zur neuen Standardtechnik«, ist Sonnemann überzeugt. Er unterstrich dabei auch, dass die Wärmepumpe eines der umweltfreundlichsten Heizsysteme überhaupt sei, da sie das drei- oder vierfache der eingesetzten Energie am Ende als Wärme zur Verfügung stellt. Passend dazu, ist die Förderung für Wärmepumpen über das Marktanreizprogramm (MAP) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit April 2015 neu aufgestellt worden. Nicht nur der Einbau effizienter Anlagen in Bestandsgebäuden wird deutlich höher gefördert, zudem ist nun auch eine Förderung im Neubau möglich. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden sie hier.