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Neue Lösungen auf der IFA vorgestellt

Lichtmanagement im Smart Home

Auf einen Blick Mit der Sprachsteuerung etabliert sich eine weitere Steuerungskomponente am Smart-Home-Markt, die auch für das Licht­management genutzt wird

Vorkonfigurierte Lösungen senken die Eintrittsbarrieren für den Smart-Home-Nutzer und ermöglichen eine breitere Nutzung von vernetzter Gebäudetechnik
Waren es bisher u.a. die Tablets und Smartphones, die den Smart-Home-Markt dynamisiert haben, kommen nun die Sprachsteuerungen als belebendes Element hinzu. Hier war einiges an neuen Lösungen auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu sehen. Wir berichten ausschnittsweise über Ansätze für das Lichtmanagement im Smart Home.

Licht schalten mit Sprachbefehl

Philips arbeitet nun mit Amazon zusammen, um gemeinsam das Wohnen mit Sprach­steuerung im Smart Home zu fördern (Bild 1). Die weiße »Philips Hue« lässt sich mit Sprachbefehlen ein- und ausschalten oder dimmen. Möglich wird dies durch den Zusammenschluss mit »Echo Plus«. Ein integrierter Smart-Home-Hub dient zum Einrichten und Steuern der Lampen und anderer ZigBee-fähiger Komponenten.
Bild 1: Philips und Amazon gehen nun 
gemeinsame Wege beim Lichtmanagment im Smart Home
Bild 1: Philips und Amazon gehen nun gemeinsame Wege beim Lichtmanagment im Smart Home
»Echo Plus« macht die Vernetzung mit kompatiblen Smart-Home-Geräten möglich: ist der Lautsprecher angeschlossen, lässt sich das Set-up mit der Alexa-App durchführen. Durch Hinzufügen der »Hue-Bridge« mit ihrem Betriebssystem werden noch umfassendere Lichterlebnisse und mehr Optionen zur Steuerung der Beleuchtung möglich, z. B. mit intelligenten Schaltern, Sensoren und mehr als 700 Apps von Drittanbietern.

Mit einer Bridge lässt sich das ausgewählte Ambiente für die jeweilige Tageszeit schaffen und das Wohlbefinden steigern, vom natürlichen Aufwachen am Morgen durch einen simulierten Sonnenaufgang, bis hin zum Abend, um den Tag mit dem passenden Licht ausklingen zu lassen.

Leichten Einstieg ermöglichen

Der Smart-Home-Spezialist eQ-3 setzt bei seinem System Homematic IP auf die Zusammenarbeit mit der Sprachsteuerung Google Assistant. Eine Fremdsteuerung des Hauses soll durch Sicherheitsfeatures der Lösung effektiv unterbunden werden. Beispielsweise kann der Kunde selbst entscheiden, wann die Homematic-IP-Geräte nicht über Google Assistant angesprochen werden können.
Bild 2: Mit dem Starter-Set Licht bietet eQ-3 einen schnellen Einstieg in das Lichtmanagement daheim; Quelle: eQ-3
Bild 2: Mit dem Starter-Set Licht bietet eQ-3 einen schnellen Einstieg in das Lichtmanagement daheim; Quelle: eQ-3
»Die Nutzung von Sprachsteuerung – wie Google Assistant – entwickelt sich zu einem der wesentlichen Wege, wie Menschen mit dem Smart Home interagieren«, meint Bernd Grohmann, Vorstand der eQ-3 AG. »Wir unterstützen Sprache schon heute, ohne jedoch andere Kerneigenschaften von Homematic IP wie Einfachheit, Sicherheit und Datenschutz dabei zu schwächen.«

Zwei Jahre nach Markteinführung bietet Homematic IP heute über 45 Gerätetypen an und deckt praktisch alle Anwendungsfelder ab. Auch das Lichtmanagement gehört dazu. Mit speziellen Einsteiger-Kits soll hier die Markteintrittsbarriere bewusst niedrig gehalten werden (Bild 2). Homematic IP ist eine auch nachrüstbare Smart-Home-Lösung, die sich für Besitzer eines Eigenheims genauso eignet wie für Mieter einer Wohnung, und ermöglicht den Einstieg in die Smart-Home-Welt. Alle Geräte verwenden IPv6 – die nächste Version des Kern-Protokolls des Internets.

Neue Sensoren nutzen

Bild 3: Dünne Strip-Sensoren messen u.a. auch die Helligkeit in einem Raum und können so Befehle für das Lichtmanagement auslösen
Bild 3: Dünne Strip-Sensoren messen u.a. auch die Helligkeit in einem Raum und können so Befehle für das Lichtmanagement auslösen
Eine Schlüsselkomponente im Smart Home ist der Sensor. Er stellt in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen die Signale zur Verfügung, um ein ereignisabhängiges Aktivieren von Komponenten im Smart Home zu ermöglichen. Auf dem Gemeinschaftsstand von Z-Wave waren hierfür zahlreiche Neuheiten zu sehen.

Der Z-Wave-Hersteller Sensative erweitert sein Portfolio und präsentierte auf der Funkausstellung in Berlin neben dem »Strips Guard« erstmals zwei weitere dünne Sensoren. Der »Strips Guard« ist ein Kontaktsensor, welcher sich nahezu unsichtbar an der Rahmen-Innenseite von Türen und Fenstern anbringen lässt, um diese zu überwachen. Der »Strips Comfort« misst Temperatur und Helligkeit (Bild 3).

Steuerung via Cloud

Bild 4: Das Smart-Home-System »Tahoma Premium« kann nun auch cloudbasierte Dienste nutzen; Quelle: Somfy
Bild 4: Das Smart-Home-System »Tahoma Premium« kann nun auch cloudbasierte Dienste nutzen; Quelle: Somfy
Die Nutzung von cloudbasierten Services für das Smart Home steht zwar noch am Anfang, doch wer rechtzeitig mit dabei ist, kann sich frühzeitg Marktanteile sichern. So denkt man wohl auch bei Somfy. Das Unternehmen gab auf der Messe bekannt, seine Smart-Home-Plattform »Tahoma Premium« für den Sprachassistenten Amazon Alexa sowie den kostenlosen Webservice IFTTT zu öffnen (Bild 4).

Damit lassen sich unterschiedliche Wohnszenarien definieren und per Sprachbefehl an den persönlichen Lebensgewohnheiten ausrichten. Die IFTTT-Integration erweitert Verknüpfungsmöglichkeiten erheblich. Per Smartphone, Tablet oder Laptop bedienbar, konnten bislang bis zu 200 Komponenten – Rollläden, Innen- und Außenjalousien, Dachfenster, Beleuchtungen oder Sicherheitssensoren – in Tahoma eingebunden und angesteuert werden. Über die kompatiblen Funkprotokolle io-homecontrol, RTS, Enocean und Z-Wave hinaus wird die Öffnung nun mit Alexa und IFTTT nun noch weiter. Für Anwender kommt so ein weiterer Nutzen im Smart Home hinzu: Nach erfolgter Erstellung der Wohnszenarien können sie beispielsweise beim Verlassen des Hauses die Rollläden und Dachfenster per Sprachbefehl schließen und die Beleuchtung ausschalten.
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Dipl.-Kommunikationswirt Roland Lüders

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