Neue Norm zu Niederspannungsanlagen

Schutz gegen elektrischen Schlag

15. Oktober 2018

-

Diese neue Norm DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410): 2018-10 behandelt den Schutz gegen den elektrischen Schlag von Personen und Nutztieren (Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag). Um diese Anforderung zu erfüllen spielt der Basisschutz und Fehlerschutz eine enorme Rolle für die Sicherheit.

Anzeige
Quelle: Fotolia/fotomek

Quelle: Fotolia/fotomek

Bezüglich der Vorgängernorm vom Juni 2007 gibt es einige gravierende Neuerungen.

Einige Abschnitte sind nun verständlicher und ausführlicher dargestellt. Dies bezieht sich z.B. auf Betriebsmittel mit einem Bemessungsstrom ≤ 32 A und auf den Schutzpotentialausgleich für Metallteile, die in Gebäude eingeführt werden.

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft den Anwendungsbereich der maximalen Abschaltzeiten. Hier sind nun Steckdosen mit ≤ 63 A aufgeführt. Bei festen angeschlossenen Verbrauchsmittel gilt weiterhin wie bekannt der Nennstrom ≤ 32 A.

Im TN-System ist nun für eine Gleichstromversorgung die Abschaltzeit von 5 Sekunden auf 1 Sekunde reduziert worden.

Kann die Abschaltzeit in der jeweiligen Tabelle nicht eingehalten werden, ist ein zusätzlicher Schutzpotentialausgleich zu errichten.

Bereits bekannt ist die Regelung, dass Steckdosen mit einem Bemessungsstrom ≤ 20 A mit einer Fehlerstromschutzeinrichtung ≤ 30 mA zu schützen sind. Das Normungsgremium hat in der neuen Verfassung den Bemessungsstrom auf ≤ 32 A erhöht.

Des Weiteren gilt nun nur noch eine einzige Ausnahme auf eine Fehlerstromschutzeinrichtung zu verzichten. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung nach der Betriebssicherheitsverordnung sind Maßnahmen festzulegen, die eine allgemeine Verwendung dieser Steckdose dauerhaft ausschließt.

Die Norm empfiehlt außerdem eine unerwünschte Abschaltung. Zur Erfüllung dieser Anforderungen empfiehlt sich der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung mit eingebautem Überstromschutz (FI/LS-Schalter) für jeden Endstromkreis. Dadurch lässt sich eine Aufsummierung betriebsbedingter Ableitströme oder durch transiente Stromimpulse bei Schalthandlungen vermeiden.

In Wohnungen schreibt die Norm nun für das TN- und TT-System für Endstromkreise, die Leuchten enthalten eine Fehlerstromschutzeinrichtung von ≤ 30 mA vor.

 

Kommentare aus der Community (0)

Noch keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden. Ihre E-Mailadresse wird nicht angezeigt.

Die von Ihnen verfassten Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch unseren Administrator. Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzerklärung.