Praxisfrage

Blitzschutz und Potentialausgleich nach DIN EN 60728-11

Frage gestellt am 5. August 2014

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Moin Moin, momentan gibt es bei uns einen Streit unter Fachkollegen über die korrekte Ausführung einer Blitzschutzerdung für eine Satellitenanlage auf dem Dach eines Gebäudes, was bislang über keine Blitzschutzanlage verfügt. Das Gebäude ist wie in der oben genannten Norm nach Bild 14 aufgebaut. Nun zu den Punkten:

Mein Kollege behauptet, dass für die Erdung ein NYM-J1x16² erlaubt sei und wenn eine PA-Schiene und ein Fundamenterder vorhanden ist, braucht es keinen separaten Kreuzstaberder.

Ich wiederum sage, dass das NYM nicht zugelassen ist, da es sich nicht um einen einzelnen, massiven Leiter sondern um einne mehradrigen Leiter handelt. Meiner Meinung nach muss immer ein zusätzlicher Kreuzstaberder geschlagen und mit der PA-Schiene auch eine Verbindung mit z.B. 1x16mm2 Kupfer hergestellt werden.

Der zweite Punkt ist, dass mein Kollege das Antennenrohr, Multischalter, Koaxialleitungen und alle anderen leitfähigen Teile der Antennenanlage zwar mit 4mm2 Cu verbindet, aber auf eine zusätzliche Verbindung zur PA-Schiene verzichtet, da ja schon eine Verbindung mit dem 16mm2 vom Antennenmast zur PA-Schiene besteht. Hier muss ich zugeben, bin ich mir auch nicht ganz sicher, da in Bild 14 unter der Tabelle steht: »9: Schutzleiter (PE) falls notwendig (…).«

Vielleicht wäre eine solche, recht typische SAT-Anlage für ein Einfamilienwohnhaus, durchaus auch mal ein Thema für die Rubrik GiG, da es bei dem Thema 100 unterschiedliche Meinungen gibt.

M. M., Schleswig-Holstein

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Kommentare aus der Community (3)

  1. Meiner Meinung nach darf der Blitzschutz nicht durch das Haus geführt werden. Diese Verbindung müsste außerhalb geführt werden. Der Potentialausgleich von 4 qmm ist davon meiner Ansicht nach nicht betroffen.
    Der Blitzschutz müsste in einem Erder, der 0,8m ?? vom Haus entfernt ist montiert werden.
    Für eine Antwort wäre ich dankbar, da für mich das gleiche Problem ansteht.

  2. Als Funkamateur habe ich gelernt:
    Für den Blitzschutz (Überspannungschutz) darf sowohl flexibler Leiter (min 16qmm) als auch massiver Leiter 4 qmm benutzt werden.
    Der Widerstand zwischen PE-Schiene (Strom) und dem Staberder sollte weniger als 1 Ohm betragen. Dies erreicht man durch tieferes Eintreiben des Staberders, wenn der Widerstand zu hoch ist.

  3. Hallo – viele dieser Fragen kann man bei — Dehn.de — nach lesen.
    mfg


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