Praxisfrage

Grenzwertermittlung für Schleifenimpedanzmessung

Frage gestellt am 30. Mai 2018

,

Zur Ermittlung der Grenzwerte bei Schleifenimpedanzmessungen gibt die VDE 0100-600 zum einen die »30 %-Methode« an, die hier eine Messgeräteungenauigkeit nach Norm von 30 % vorsieht. Des Weiteren gibt es die informative »2/3-Methode«, bei der eine Messgeräteungenauigkeit von 30 % und eine Widerstandserhöhung durch Erwärmung von 14 % mit einberechnet ist. Die Messgeräteungenauigkeit von 30 % stammt doch sicher noch aus einer Zeit, in der die Messtechnik nicht mehr leisten konnte. Unser aktuelles Prüfgerät wird im Bereich von 10 Ω ohne RCD mit einer Genauigkeit von ± 2 % angegeben. Außerdem wird dies regelmäßig kalibriert.

Ist es hier nicht sinnvoll und zweckmäßig, bei der heutigen Messtechnik eine Ungenauigkeit von 2 % zuzüglich der Veränderung durch Temperaturerhöhung anzunehmen?

J. S., Bayern

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Kommentare aus der Community (1)

  1. Da das Messprinzip der Schleifenimpedanzmessung auf einem Spannungsfall unter Last beruht, kann das Messgerät so präzise gebaut sein wie es will – es muss und wird durch „Schwankungen im Stromnetz“ bzw. dessen Qualität immer nennenswerte Messabweichungen geben. Daher sollte auf diesen Sicherheitsaufschlag nicht verzichtet werden.

    Die Berechnung in einer Software wird folgendes Praxisprobleme niemals darstellen: lose Klemmstellen!

    Nicht festgezogene Schrauben (Neuinstallation) oder sich lockernde Lüsterklemmen (Altbau) sind in der Praxis an der Tagesordnung und führen zu einer Brandgefahr.

    Ist der schlechte Messwert also nicht anhand einer aussergewöhnlich langen Leitung eindeutig erklärbar, rate ich dringend davon ab, so grenzwertige Ergebnisse bedenkenlos freizugeben.

    Das Nachziehen der Schrauben im Verteiler und die Kontrolle der Lüsterklemmen hat schon so manche schlechte Schleifenimpedanz wieder geradegerückt. Auch die PE-Federn in Steckdosen sollten auf Korrosion oder Übermalung mit Wandfarbe kontrolliert werden.
    Eine weitere Lösung bei Grenzfällen ist auch oft noch einigermaßen praktikabel: heruntersichern! Im Wohnungsbau oder in Büros wird es wenige Stromkreise geben, die anstatt eines B16 nicht auch mit einem B10 mehr als ausreichend abgesichert sind.


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