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Praxisfrage

Notstromaggregat für mobile Kurzeinsätze

Ein mittelständischer, landwirtschaftlicher Betrieb hat sich für Notfälle ein gebrauchtes, mobiles Notstromaggregat mit 60 kVA gekauft. Dieses Aggregat wird für folgende zwei Einsatzfälle bereitgehalten: 1) Bei Stromausfall sollen die Stallungen mit Notstrom versorgt werden. Hierfür wird eine Notstromeinpeisung über eine CEE-Steckvorrichtung 63 A mit Umschalter (Netz/Aus/Notstrom) in die Hauptzuleitung installiert. Die Netz-Form von den Stallungen ist im TT-System ausgeführt. Es existieren diverse 30-mA-RCDs des Typ A und B. 2) Bei Reparaturarbeiten am Feld, bei denen elektrische Werkzeuge benötigt werden, soll das Aggregat als Inselgerät für Kurzzeiteinsätze betrieben werden. Da das Aggregat über einen direkten 63-A-CEE-Abgang ohne RCD verfügt, würden wir diesen stilllegen und einen direkten festen Abgang herstellen. Diesen Abgang würde wir dann an einen neu gekauften Baustromverteiler der Bestückung 63A CEE, 32A CEE, 16A CEE, 16A/230V sowie mit 3 x RCD und mehreren LS dauerhaft am Aggregatanhänger montieren und fest anschließen. Der Generatorsternpunkt vom Aggregat ist bauseitig bereits mit dem Schutzleiteranschluss sowie mit dem gesamten Gehäuse bzw. Rahmen des Aggregats verbunden. Unsere Fragestellung lautet nun ganz allgemein formuliert: Sollte ein Generatorsternpunkt normalerweise mit einem Betriebs­erder von < 2 Ω geerdet werden? Dies ist aber bei mobilen Anlagen (fast) nicht erreichbar – zumindest nicht bei unseren Bodenverhältnissen mit Granit und Sand. Bei Punkt 1) würden wir das Aggregat mittels CEE 63 A über einen vorgeschalteten RCD 63 A / 300 mA, Typ B, direkt an die ­Notstromeinspeisung anstecken. Zusätzlich würde ein 1 x 25 mm2 Schutzleiter vom Aggregat zur HES zu den Stallungen gelegt werden. Bei Punkt 2) werden wahrscheinlich nur die Abgänge CEE 32 A und 16 A sowie die 16 A / 230 V genutzt. Diese sind über RCDs 63 A / 30 mA, Typ B, bzw. 40 A / 30 mA, Typ A, geschützt. Als Erder können hier aufgrund der unterschiedlichen mobilen Einsatzorte nur ein oder zwei Kreuzstaberder verwendet werden (der Erdungswiderstand RE beträgt bei unseren Bodenverhältnissen erfahrungsgemäß ca. 80 ... 120 Ω) Ist dieser geschilderte Aufbau der mobilen Notstromanlage in beiden Varianten so möglich, oder sollten noch weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden? C. M., Bayern

Expertenantwort vom 12.08.2019
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Werner Hörmann

Gelernter Starkstrommonteur und dann viele Jahre als Projektant für Schaltan­lagen und Steuerungen bei Siemens tätig. Aktive Normung in verschiedenen Komitees und Unterkomitees der DKE. Seine Spezialgebiete sind u. a. die Er­richtungsbestimmungen nach DIN VDE 0100 (VDE 0100) – insbesondere Schutz gegen elektrischen Schlag –, die Niederspannungs-Schaltanlagen nach DIN EN 60439 (VDE 0660-500 bis -514) oder das Ausrüsten von elektrischen Maschinen nach DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1). Werner Hörmann ist Verfasser zahlreicher Beiträge in der Fachzeitschrift »de« sowie Autor diverser Fachbücher.

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