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Praxisfrage

Notstromeinspeisung von Gebäuden

Ich beschäftige mich momentan mit der Notstromeinspeisung von Gebäuden, dabei sind mir ein paar Fragen aufgekommen. 1. Und zwar sollen ja für die laienbedienbare Einspeisung Steckdosen in 1h Stellung am Stromerzeuger verbaut werden, da diese ja nicht mit einem RCD geschützt sind. Im Internet habe ich jetzt häufig gesehen das z.B. ein Feuerwehrgerätehaus eine 6h Einspeisung hat und der Stromerzeuger eine 1h Steckdose hat und somit die Verbindungsleitung 1h auf 6h ist. In der Norm (VDE 0100-551 Beiblatt 1 4.2.2) steht, dass diese Verbindungsleitung auch in 1h Stellung ausgeführt sein muss. Das macht auch in meinen Augen an sich Sinn, da die 1h Steckdose ja ohne RCD ist und eine Erdung nicht gewährleistet ist. Ich frage mich nur, ob es unter irgend welchen Gesichtspunkten dieser Adapter erlaubt ist (dann natürlich nicht laienbedienbar)? 2. In der Norm (VDE 0100-551 Beiblatt 1 5.1) steht, dass die Einspeisung am Gebäude einen RCD zum Fehlerschutz benötigt. Verstehe ich das richtig, das damit ein 300ma oder 500ma RCD im besten Fall selektiv gemeint ist, also kein Personenschutz? Wenn ich das richtig verstehe sollte ein RCD Typ A ausreichend sein, außer es sind RCDs vom Typ B in Gebäude verbaut. 3. Darf man einen Adapter von einem 6h Stecker zu einer 1h Kupplung bauen um dann z.B. mit einem Stromerzeuger im ISO Betrieb in ein Hausnetz, was als TNS Netz ausgeführt ist, einzuspeisen? An sich sollte davon ja keine Gefahr ausgehen nur die Anlagenverfügbarkeit ist nicht so gut wie als TN Netz oder habe ich da einen Denkfehler? 5. In der VDE 0100-551 ZC 3.4 wird leider nur Betriebsart 1 im IT Netz und Betriebsart 2 im TN Netz als Einspeisestromkreis in 1h beschrieben. Oft möchte man ja auch die Möglichkeit haben die normalen Steckdosen für längeren Betrieb im TN Netz zu betreiben, natürlich dann mit einem Erder. Gibt es für diese Verschaltung einen Musterschaltplan? Zudem habe ich mal gehört, das man die PEN Brücke nicht durch einen Schalter bzw Schütz eingelegt werden darf, allerdings weiß ich leider nicht wo das steht. Der Optimalfall wäre natürlich eine Betriebsart Einspeisedose TN, Betriebsart normale Steckdosen Iso und Betriebsart Normale Steckdosen TN + Einspeisedose TN, aber ich glaube diese Schaltung wäre sehr aufwändig somit ist es, glaube ich, realistisch die Betriebsart Einspeisedose TN, Normale Steckdosen iso und Betriebsart Normale Steckdosen TN, wo dann der Isowächter deaktiviert ist und die PEN-Brücke entweder von Hand eingelegt wird oder über ein Schütz. 6. In der VDE 0100-551 ZC 3.2.2.3 steht das man nur einen Typ RCDs im Stromerzeuger verbauen darf. Was ist der Grund dafür, weil solange man keinen RCD Typ B hinter einen Typ A schaltet sollte nichts gefährliches passieren oder habe ich da einen Denkfehler? 7. In der (VDE 0100-551 Beiblatt 1 5.1) steht, dass das Stromerzeuger mit Steckdose in 1h Stellung für unsymetrische Lasten ausgelegt sein muss. Verstehe ich das richtig, dass Stromerzeuger mit 5- poligen Steckdosen für unsymmetrische Lasten ausgelegt sind, da ja alles was nicht symmetrisch ist über den Sternpunkt fließen kann? 8. Wenn ich es richtig verstehe darf ein Stromerzeuger eine einphasige Notsteckdose haben, die immer in jeder Betriebsart funktioniert, wo nur 1 Verbraucher angeschlossen werden darf. Mit was muss diese Steckdose abgesichert bzw. geschützt werden? 9. Darf die 1h Steckdose nur im TN Netz betrieben werden oder darf diese auch in ISO Netz betrieben werden? Es sind natürlich ziemlich spezielle Fragen, aber über Antworten bzw Ideen zur Umsetzung würde ich mich sehr freuen.

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