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Praxisfrage

Stromerzeuger – Schutztrennung mit Isolationsüberwachung und Abschaltung

In der aktuellen Norm DIN VDE 0100-530:2018-06 wird im Abschnitt 551.4.5 angegeben, dass es bei einem ersten Fehler zur Abschaltung innerhalb 1 s kommen muss. Es werden keinerlei Angaben gemacht, wie die Abschaltung genau erfolgen muss – z. B. Trennen mit Trennereigenschaften oder einfaches Abschalten, wofür ein Schütz reichen würde. Im Anhang ZC gibt es das Bild ZC.1, welches eine Abschaltung mittels vierpoligem Schütz zeigt. Nach dieser Zeichnung wäre es wohl in Ordnung, die am ­Aggregat angeschlossenen Stromkreise der elektrischen Verbraucher mit einem Schütz einfach abzuschalten. Ein großer Deutscher Hersteller von Isolationswächtern gibt dies sinngemäß auch so in seinen Schaltungsunterlagen an – d. h. entweder Abschaltung mittels Leitungsschutzschalter, welcher durch einen Arbeitsstromauslöser ausgelöst werden oder mittels eines Schützes. Wie ist die Ausfallsicherheit des Arbeitsstromauslösers zu bewerten? Immerhin macht sich hier ein Drahtbruch während des Betriebs hier nicht bemerkbar. Eine Nachfrage beim Hersteller ergab, dass die Abschaltung beim ersten Fehler im IT-System ein höheres Sicherheitsniveau ergibt und somit in der VDE 0100-551 für diese Lösung keine Trenner­eigenschaft gefordert wird. Ich finde leider trotz gründlicher Studie dieser Norm keine definitive Forderung, wie die Abschaltung nun richtig umgesetzt wird. Zudem kommt es in der Praxis bei der Schutztrennung mit nicht geerdetem Poten­tialausgleichsleiter zwischen den Betriebsmitteln – in diesem Fall der Schutzleiter in den Anschluss- und Verlängerungsleitungen – immer wieder zu dem Problem, dass Schutzklasse-I-Betriebsmittel (z. B. Scheinwerfer, Pumpen, Sägen usw.) doch in Kontakt mit Erde kommen. Somit kann hier keine normenkonforme Schutztrennung betrieben werden. Ich denke, dass dies zu keinen Problemen führt, solange keine anderen, fremden Potentiale verbunden werden. Vermutlich ist eine bessere Erdverbindung für die Funktionsweise des Isolationswächters sogar günstiger, da so dann auch eine leitende Verbindung zwischen den aktiven Leitern und Erde erkannt wird. Diese könnte z.B. bei ­einer mechanisch defekten Leitung oder ­einem SKII-Gerät auftreten. Bei einem isoliert aufgebauten Potentialausgleichsleiter wird dieser Fall dann nicht erkannt. Es kann dann zu einem weiteren Fehler im Netz kommen, ohne dass eine Abschaltung erfolgt. Wie bewerten Sie diese Situation? B. H., Bayern

Expertenantwort vom 05.12.2018
hoermann
Werner Hörmann

Gelernter Starkstrommonteur und dann viele Jahre als Projektant für Schaltan­lagen und Steuerungen bei Siemens tätig. Aktive Normung in verschiedenen Komitees und Unterkomitees der DKE. Seine Spezialgebiete sind u. a. die Er­richtungsbestimmungen nach DIN VDE 0100 (VDE 0100) – insbesondere Schutz gegen elektrischen Schlag –, die Niederspannungs-Schaltanlagen nach DIN EN 60439 (VDE 0660-500 bis -514) oder das Ausrüsten von elektrischen Maschinen nach DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1). Werner Hörmann ist Verfasser zahlreicher Beiträge in der Fachzeitschrift »de« sowie Autor diverser Fachbücher.

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