Home Praxisprobleme Messen, Prüfen und Schutzmaßnahmen Rechtssicherheit bei der Geräteprüfung

de+ Inhalt
Praxisfrage

Rechtssicherheit bei der Geräteprüfung

Ich prüfe für meine Kunden u.a. regelmäßig die ortsveränderlichen Elektrogeräte gemäß DGUV V3 / BetrSichV. Dabei verwende ich aktuell kalibrierte Geräte, erhalte meinen Status als befähigte EFK durch regelmäßige Weiterbildung und lege Wert auf inhaltlich korrekte Dokumentation.

Nun ist mir von einem Neukunden, der Prüfbericht der letzten Prüfung durch ein VdS-anerkanntes Unternehmen vorgelegt worden, über dessen Dürftigkeit ich erstaunt war. Die in Excel-Format gestaltete Geräteliste hatte folgende Spaltenbezeichnungen:

  • ID-Nr.
  • Gerätstandort
  • Gerätebezeichnung
  • Hersteller
  • Gerätegröße K=Kleingerät G=Großgerät
  • Gerätekategorie = Prüffristen
  • Letzter Prüftermin
  • Nächster Prüftermin
  • Befund O – in Ordnung / X – nicht in Ordnung
  • Mängel / Bemerkung.

Dabei stoße ich mich an der Spalte »Befund«, die lediglich eine Aussage »in Ordnung/nicht in Ordnung (i.O./n.i.O.)« trifft. Kein erkennbares Prüfverfahren, keine Prüfschritte oder beurteilbare Messwerte. Die richtige Wahl des Prüfverfahrens obliegt dem Prüfer und wenn ein Gerät aus irgendwelchen Gründen nicht elektrisch prüfbar ist, also nur die (sehr wichtige) Sichtprüfung erfolgen kann, dann ist das meiner Meinung nach im Protokoll anzumerken.

Ein Großteil der EDV-Geräte wurden laut Kundenaussage zur Prüfung nicht aus der Steckdose herausgezogen, weil der Tagesablauf dadurch gestört werden würde. Hier bleiben ja nur noch die Sichtprüfung und – bei SKI-Geräten – ggf. die Durchgängigkeitsprüfung des Schutzleiters zur benachbarten Steckdose. Ohne dies unterstellen zu wollen: Man könnte reines »Plakettenkleben« vermuten.

Deshalb meine Fragen:

  • Wie ist die VdS-anerkannte i.O./n.i.O.- Aussage gegenüber einem ausführlichen Protokoll eines anderen befähigten Prüfers (Nicht-VdS) einzuordnen, wenn beide nach (Zitat VdS-Protokoll: »Bestem Wissen und Gewissen«) durchgeführt wurden?
  • Wie ist im Ernstfall die Rechtssicherheit für den Kunden, der diese Dienstleistung als elektrotechnischer Laie eingekauft hat?

B. K., Niedersachsen

Expertenantwort vom 30.03.2020
Kirsten Rohlof
Kirsten Rohlof

Fachreferentin im Bereich Messen und Prüfen der elektrischen Sicherheit sowie Aus- und Weiterbildung; Mebedo GmbH

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Nullam pellentesque malesuada arcu dignissim pellentesque. Vestibulum vitae ex in massa aliquam lobortis ac sit amet elit. Phasellus blandit lectus ac dui pharetra, ac faucibus diam commodo.

Weiterlesen mit de+ Inhalt


  • Zugriff auf alle Inhalte des Portals
  • Zugriff auf das Online-Heftarchiv von 1999 bis heute
  • Zugriff auf über 3000 Praxisprobleme
  • Jede Praxisproblem-Anfrage wird beantwortet

Praxisproblem einzeln kaufen und direkt darauf zugreifen*


*Bei Einzelartikelkauf akzeptieren Sie die Datenschutzbestimmungen und AGBs.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Nullam pellentesque malesuada arcu dignissim pellentesque. Vestibulum vitae ex in massa aliquam lobortis ac sit amet elit. Phasellus blandit lectus ac dui pharetra, ac faucibus diam commodo. Phasellus blandit lectus ac dui pharetra, ac faucibus diam commodo. Phasellus blandit lectus ac dui pharetra, ac faucibus diam commodo.

Nulla pharetra ultricies velit in fermentum. Sed et laoreet mi, nec egestas lorem. Mauris vel eros convallis, sollicitudin erat a, pulvinar turpis. Vestibulum vel orci et ligula sollicitudin aliquam. Curabitur quis massa porta, gravida eros eget, imperdiet ex. Ut eu vulputate tellus, quis fermentum nulla. Aenean fermentum nisl sed augue venenatis, a vulputate nunc iaculis. Nam ut lorem fringilla, venenatis libero vel, dignissim mi. Etiam vel enim eget erat congue eleifend. Morbi efficitur dolor ac blandit fermentum.


Newsletter

Das Neueste von
elektro.net direkt in Ihren Posteingang!