Praxisfrage

Verzinnte Leiteranschlüsse als Brandgefahr?

Frage gestellt am 18. Juni 2019

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Eine Holzdecke sollte mit einer Spanndecke der Fa. Plameco verkleidet werden. In diesem Zuge wurden auch die vorhandenen Leuchten demontiert und neue Deckenleuchten (LED-NV-Strahler der Fa. Brumberger) in diese Decke eingebaut (Bild 1). Vor dem Einbau habe ich mir die dazugehörigen Bauteile etwas näher betrachtet. Mein Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem Netzteil, das ja später im Deckenrahmen verschwindet und nicht mehr zugänglich ist. Dabei entdeckte ich, dass diese Netzteile alle über entsprechenden Zertifizierungen verfügen, aber vom Hersteller (wahrscheinlich im Auftrag) vorkonfektioniert wurden, damit der Holztechniker diese einbauen kann, der ja kein Elektrofachmann ist. Die vorgefertigten Teile (Leitungen, Einbaustrahler etc. und Netzteile) verfügen über zweipolige Stecker bzw. Kupplungen, so dass diese nur noch zusammengesteckt werden müssen.

Jetzt kommt das eigentliche Problem: An den Netzteilen (Bild 2) ist nur primär- und sekundärseitig je eine zweipolige Reihenklemme mit Klemmkäfig – also ohne Zug­federklemme – eingebaut (Bild 3). Da aber der primäre Zugang zu jeder Einbauleuchte weitergeführt wird, hat derjenige, der dies konfektioniert hat, die beiden H05VVH2-F 2 x 0,75 verdrillt und anschließend verzinnt – dies sowohl primär- als auch sekundärseitig. Ich weiß, dass nach VDE 0100 Teil 520 das Aufspleißen verhindert werden muss, aber das Verzinnen der Enden verboten ist (bekanntlich zerfließt Lötzinn unter Druck). Ich bräuchte jetzt einen Ratschlag, wie ich vorgehen soll, um einen später eintretenden Schaden zu verhindern bzw. dem Hersteller mitzuteilen, dass die technische Ausführung am Netzteil mangelhaft ist.
Wie beurteilen Sie diese Situation?

H. F., Baden-Württemberg

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