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Praxisfrage

Zweiadrige Leitungen in zu sanierenden Wohnungen

Nach einem Sturm ist bei einem Fertigbeton-Wohnhaus, Baujahr ca. 1960 … 1970, mit acht Wohnungen das Dach weggeflogen. Dabei drang in die Elektroanlage teilweise Wasser ein. Die oberen Wohnungen sind natürlich stärker geschädigt als die unteren. Das Wasser durchfloss die Elektroinstallationsrohre in den Fertigbetonteilen und kam aus den Steckdosen wieder heraus. Hier wurden die Einzeladern und die Steckdosenkontakte durchnässt. Grundsätzlich ist die Elektroanlage wie folgt aufgebaut: Die Elektroleitungen sind im Zweiader-System durch Leerrohre gezogen worden. Der Durchlauferhitzer ist mit 3 x 35 A Diazed abgesichert. Das Herdset ist mit 3 x 16 A Diazed-Sicherungen abgesichert. Die Wohnungen sind insgesamt mit 35 A Diazed im Keller vorgesichert. Nachträglich wurden in einigen Wohnungen die Bäder saniert. Bei dieser Gelegenheit ist im Badezimmer ein Fehlerstromschutzschalter in einer neuen Unterverteilung nachgerüstet worden. Die Schutzleiter für die Rasiersteckdose wurden dabei nachträglich durch das bestehende Leerrohr gezogen. Die 16-A-Diazed-Sicherungen für die Steckdosen und Lampenstromkreise sind auf Leitungsschutzschalter B16 A umgerüstet, die Absicherung für den Durchlauferhitzer wurde auf 3 x 35 A Neozed verändert. Die Vorsicherung im Keller blieb bei 35 A. Heute wurde ich von der Hausverwaltung gebeten, einen E-Check auszuführen und die Elektroanlage wieder »freizugeben«. Die Isolationsmessung ergab nach Abtrocknung der Leitung keine Beanstandung. Ich wurde aufgefordert, lediglich die Steckdosen, Schaltereinsätze und Klemmkontakte zu erneuern. Aus meiner Sicht ist dies ja auch kein Eingriff in eine bestehende Anlage. Grundsätzlich hätte ich auch kein Problem, vereinzelte Steckdosen zu tauschen. Heute ist die Situation anders, da es keine Instandsetzung einer defekten Steckdose darstellt, sondern die Freigabe zum Wiedereinzug der Mieter nach Durchfeuchtung der Elektroanlage. Die Nachrüstung des fehlenden Schutzleiters durch die bestehenden Rohre für die Steckdosen ist leider nicht möglich. Können sie meine Bedenken teilen? Wie muss ich mich aus Ihrer Sicht verhalten? T.S., Schleswig-Holstein

Expertenantwort vom 14.04.2014
hoermann
Werner Hörmann

Gelernter Starkstrommonteur und dann viele Jahre als Projektant für Schaltan­lagen und Steuerungen bei Siemens tätig. Aktive Normung in verschiedenen Komitees und Unterkomitees der DKE. Seine Spezialgebiete sind u. a. die Er­richtungsbestimmungen nach DIN VDE 0100 (VDE 0100) – insbesondere Schutz gegen elektrischen Schlag –, die Niederspannungs-Schaltanlagen nach DIN EN 60439 (VDE 0660-500 bis -514) oder das Ausrüsten von elektrischen Maschinen nach DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1). Werner Hörmann ist Verfasser zahlreicher Beiträge in der Fachzeitschrift »de« sowie Autor diverser Fachbücher.

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