Modernisieren ohne Baustelle

Funkbasierte Smart Home-Lösung

7. August 2017

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Heizung, Licht, Jalousien oder Rauchmelder über intelligente Technik anzusteuern oder zu kontrollieren spart nicht nur Energie, sondern erhöht auch Wohnkomfort und -sicherheit. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Haushalte in Deutschland vernetzte Smart-Home-Lösungen nutzen werden. Kabellose Smart-Home-Lösungen haben den Vorteil, dass sie bereits vorhandene Elektroinstallation nutzen und gleichzeitig einfach zu installieren und zu bedienen sind.

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Basis des Systemaufbaus beim Kunden bildet die coviva Smartbox. Für die Inbetriebnahme wird sie mit dem Router im Haus verbunden

Bild 1:Basis des Systemaufbaus beim Kunden bildet die coviva Smartbox

Ob Nachrüstung, Renovierung oder Modernisierung, Smart Home ist das Thema für viele Haus- oder Wohnungsbesitzer. Allerdings scheuen auch viele den Aufwand, den eine kabelgebundene Lösung mit sich bringt. Immerhin sind Millionen Bestandsgebäude in Deutschland elektrotechnisch noch nie saniert worden. Das Verlegen neuer Busleitungen braucht Zeit, kostet Geld und die Wohnung wird zur Baustelle. Ist der Elektroinstallateur endlich fertig, muss verputzt und gereinigt werden; außerdem fallen auch Maler- sowie Tapezierarbeiten an. Funkbasierte Lösungen lassen sich dagegen schnell und ohne großen Aufwand installieren und haben deshalb beim Nachrüsten von Bestandsgebäuden eine hohe Akzeptanz.

Keine Bohr- und Stemmarbeiten

Bild 2: Um die gewünschten Endgeräte ins Smart Home einzubinden, werden die vorhandenen Bedienelemente gegen Quicklink-Funkmodule ausgetauscht z.B. für Rollläden, Beleuchtung, Heizung

Bild 2: Um die gewünschten Endgeräte ins Smart Home einzubinden, werden die vorhandenen Bedienelemente gegen Quicklink-Funkmodule ausgetauscht

Mit coviva bietet beispielsweise die Hager Vertriebsgesellschaft den Elektrofachbetrieben hierfür eine besonders praxisgerechte Lösung an. Das System nutzt intelligente Funktechnik basierend auf dem etablierten KNX-Standard. Die Frequenz von 868 MHz ist in Europa für die Kurzstrecken-Kommunikation (SRD) in Wohngebäuden reserviert und zeichnet sich durch hohe Störsicherheit und gute Reichweite aus: 100 Meter Reichweite im Freifeld bedeuten oft 30 Meter und mehr im Haus.

Die funkbasierte Smart-Home-Lösung lässt sich ohne neue Leitungen oder Bohrarbeiten installieren. Auch nachträgliche Änderungen und Erweiterungen sind damit einfach realisierbar. So kann am Anfang beispielsweise eine Smart-Home-Lösung für die Wohnzimmerbeleuchtung und -heizung stehen. Hat sich der Bewohner von den Vorzügen überzeugt, können weitere Funktionen oder Räume zu einem späteren Zeitpunkt eingebunden werden. In jedem Fall lässt sich das System einfach und schnell konfigurieren; Kenntnisse über Bus- oder Funktechnik sind dazu keine erforderlich und der Anwender muss nicht lange auf seine funktionierende Smart-Home-Lösung warten. Die technischen Voraussetzungen dafür sind einfach zu erfüllen: Um coviva verwenden zu können, werden ein Smartphone oder Tablet (ab iOS 8 bzw. Android ab Version 4) und ein Internetzugang beim Anwender benötigt.

Einfache Installation

Bis zum erfolgreichen Projektabschluss sind nur wenige Arbeitsschritte erforderlich: Als erstes registriert sich der Elektrofachbetrieb mit einem Account für Installationsbetriebe auf der Hager-Homepage, um das aktuelle Projekt und später natürlich auch alle weiteren anzulegen und zu verwalten. Basis des Systemaufbaus beim Kunden bildet dann die coviva Smartbox (Bild 1). Für die Inbetriebnahme wird sie mit dem Router im Haus verbunden, entweder per LAN-Kabel oder per WLAN mit Hilfe eines zusätzlichen USB-Sticks, falls es keinen freien Port am Router gibt. Jetzt kann sich der Installateur mit seinem Smartphone oder Tablet auf seinem Account anmelden und die coviva App laden, mit deren Hilfe er dann die lokale Smart-Home-Lösung mit den vom Kunden gewünschten Funktionen einrichtet. Die Smart-Box ist dabei Steuerzentrale und Kommunikationsbindeglied zwischen der App und den Endgeräten.

Um die gewünschten Endgeräte ins Smart-Home einzubinden, werden die vorhandenen Bedienelemente gegen Quicklink-Funkmodule ausgetauscht, z.B. für Rollläden, Beleuchtung, Heizungsthermostat etc., und anschließend per Handy-App eingelernt (Bild 2). Dazu muss man nur am Funkmodul eine Taste drücken. Das Gerät wird von der App erkannt und der Gerätename kann dann individuell an die jeweilige Installation angepasst werden, z.B. »Licht Kinderzimmer« und speichern. Das neue Gerät erscheint in der Geräteliste. Genauso einfach ist das Zuweisen von Jalousie- oder Dimmfunktionen. Die gewünschte Öffnung bzw. Helligkeit lässt sich dann wie bei der Smartphone-Bedienung üblich über Schiebeschalter wählen.

Bild 3a + 3b
Nach sechs Schritten ist die Konfiguration der coviva Smartbox abgeschlossen und der Kunden kann sein Smart Home bedienen

Bild 3: Nach sechs Schritten ist die Konfiguration der coviva Smartbox abgeschlossen und der Kunden kann sein Smart Home bedienen

 

Bestimmte Szenarien programmieren

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Mithilfe der Covigramme können unterschiedliche Smart-Home-fähige Geräte individuell miteinander verknüpft werden. So können in der App jederzeit neue Szenarien erstellt werden

Bild 4: Mithilfe der Covigramme können unterschiedliche Smart-Home-fähige Geräte individuell miteinander verknüpft werden; Bildquelle: Fotolia

Mit coviva lassen sich nicht nur einzelne Funktionen steuern, sondern auch flexibel miteinander kombinieren. So kann der Elektrofachmann bereits bei der Installation – oder der Bewohner später jederzeit auch selbst – Szenarien anlegen und abrufen, die sogenannten Covigramme. Über ein intuitives Menü mit verständlichen Wenn-Dann-Funktionen werden diese einfach in der App erstellt. Wenn die Bewohner z.B. nach einem Arbeitstag entspannen möchten, bietet es sich vielleicht an, folgendes Covigramm zu programmieren: Heizung rechtzeitig vor dem Eintreffen auf eine angenehme Temperatur hochfahren, Licht beim Betreten nur gedämpft einschalten und alle Rollos schließen.

Ist das Projekt abgeschlossen, wird die konfigurierte Anlage per Knopfdruck in der App an den Anwender übergeben. Dieser erhält daraufhin eine E-Mail, registriert sich über den Link ebenfalls auf myHager und aktiviert die Smartbox in seinem Namen. Alle Funktionen werden jetzt in der App angezeigt und können nun durch die Bewohner von jedem beliebigen Endgerät aus bedient werden. Bei Bedarf erteilt der Anwender dann dem Elektrofachbetrieb wieder eine Zugriffsberechtigung, z.B. um neue Geräte anzumelden und sein Smart Home auszubauen. Ohne diese explizite Berechtigung hat der Elektriker keinen Zugriff auf das System (Bild 3).

Datenschutz, Sicherheit und Zugriff aus der Ferne

Datenschutz ist im Zusammenhang mit dem Smart Home ein wichtiges Thema, das viele potentielle Nutzer beschäftigt. Auch hier kann das System punkten. Persönliche Daten werden ausschließlich auf der Smartbox gespeichert. Nur im Falle einer Bedienung außerhalb des lokalen Netzwerkes via Smartphone oder bei einem Support-Einsatz werden Teile der Daten – und dann auch nur verschlüsselt – weitergeleitet. In beiden Fällen jedoch nur mit dem Einverständnis des Anwenders. Natürlich kann der Benutzer seine Haustechnik auch aus der Ferne steuern. Alle Funktionen können sowohl im Haus als auch außer Haus abgerufen werden. Eine Nutzung des Systems ist im privaten WLAN aber auch ohne Internetzugang möglich. Lediglich bei der Einrichtung der Smartbox benötigt der Elektrohandwerker eine Internetverbindung, um das Gerät zu registrieren.

Coviva ist damit eine funktionelle und sichere Smart-Home-Lösung, die sich besonders zum Nachrüsten von Bestandsgebäuden eignet und durch die einfache Erweiterbarkeit sehr zukunftssicher ist. So gibt es beispielsweise auch eine Wetterstation, die sich jederzeit in das System integrieren lässt. Elektrofachbetriebe, die diese Chance am Smart-Home-Markt nutzen wollen, werden von Hager umfangreich unterstützt, z.B. mit begleitenden Broschüren, Online-Seminaren und Schulungen vor Ort oder im eigenen Trainingscenter.

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