E-Meister im Fokus:

Meister für Energie- und Gebäudetechnik

18. Oktober 2017

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Menschen verlangen nach mehr Komfort und Funktionalität in Gewerbe, im Büro und zu Hause. Zugleich wird Energie immer wertvoller, Systeme müssen angesichts des Klimawandels sparsam werden. Die Zukunftsaussichten für den Klassiker aller E-Meister sind vielfältig und spannend.

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Trotz neuer Herausforderungen bleibt der Elektrotechnikermeister Energie- und Gebäudetechnik dabei ein Generalist, seine Einsatzgebiete sind universell. Dieser Meister findet sich auch in Industriebetrieben, Planungsbüros oder Installationsbetrieben, er sorgt unter anderem dafür, dass ganze Gebäudekomplexe effizient betrieben werden.

Für wen ist dieser Beruf geeignet?

Bild 1: Die angehenden Meister/innen erarbeiten praxisorientierte Lösungen von ganzheitlichen Elektroplanungen

Bild 1: Die angehenden Meister/innen erarbeiten praxisorientierte Lösungen von ganzheitlichen Elektroplanungen

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden ­E-Meister­ erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben.

Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
  • Mechatroniker (HWK/IHK)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (IHK)
  • Elektroanlagemonteur (IHK).

Mehr als 90 % aller Anmeldungen werden problemlos von den Kammern zugelassen. Es gibt aber auch immer Einzelfälle, bei denen die Entscheidung nicht ganz so einfach ist. Ob exotischer Vorberuf, kurze Ausbildungszeit oder ungewöhnlicher Berufsweg – wir helfen gerne weiter (www.bfe-meister.de).

Ablauf des Lehrgangs

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern (Tabelle). Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt den Bereich Energie- und Gebäudetechnik in Theorie (Bild 1) und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1360 Unterrichtseinheiten = UE) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK). Das BFE ist im Übrigen die Meisterschule in Deutschland, die den gesamten Rahmenlehrplan des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erfüllt. Dieser entspricht 1700 UE.

Tabelle: Praktische und theoretische Inhalte der Meisterausbildung zum Energie- und Gebäudetechnikermeister (Auszug)

Tabelle: Praktische und theoretische Inhalte der Meisterausbildung zum Energie- und Gebäudetechnikermeister (Auszug)

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 UE) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert sind, bietet das BFE alternativ an, dass diese Module extern absolviert werden können. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangsprogramms am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE sowie den HWK-Meisterbrief »Elektrotechnikermeister Energie- und Gebäudetechnik«.

Besonderheiten im Ablauf

Bild 2: CAD-Planung von gewerblichen Projekten – hier eine Elektroplanung mit DDS-CAD

Bild 2: CAD-Planung von gewerblichen Projekten – hier eine Elektroplanung mit DDS-CAD

Bei Erreichen von mindestens 50% im Teil der Sicherheitsprüfung wird durch die Handwerkskammer (HWK) eine Bescheinigung ausgestellt, die den Eintrag in das Installateur-Verzeichnis ermöglicht. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von ca. 2000 € sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten bereits enthalten. Der wirtschaftliche und rechtliche Teil entspricht dem »Technischen Fachwirt« (HWK), der berufs- und arbeitspädagogische der »Ausbildung der Ausbilder« (AdA).

Hinzu kommen auch Zusatzzertifikate und Qualifikationen, die die Teilnehmer zusätzlich belegen können:

  • Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz – Sicherheitsschein
  • KNX-Zertifikatsprüfung
  • Sachkundiger für die Prüfung von künstlichen Beleuchtungsanlagen
  • Unternehmermodell nach DGUV Vorschrift 2 »Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit«.

Die fünf  E-Meisterberufe im Überblick

 

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