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Praxisfrage

Störeinkopplungen auf AC-Leitungen einer PV-Anlage befürchtet

Guten Tag, wir projektieren derzeit ein Großprojekt. Zum Sachverhalt: Auf dem Vordach eines Industriegebäudes sind insgesamt 27 PV-Wechselrichter (50kW) an der Außenwand des Gebäudes montiert. Die Außenwand besteht aus einer Metallverkleidung. Auf dem Schettdach sind die PV-Teilgeneratorfelder montiert. Das Dach besteht ebenso aus Metall. Demnach ist die Montagekonstruktion der PV-Generatorfelder in den äußeren Blitzschutz eingebunden. Die PV-Wechselrichter und die GAKs mit Überspannungsschutzgeräten vom Typ 1 / 2 sind auf dem Vordach in Gruppen zu je drei GAKs und 3 PV-Wechselrichtern angeordnet. (Siehe Bild). Auf dem Vordach sind an der Außenwand zentral die AC-Verteilungen angeordnet. Unter den AV-Verteilungen ist einer Erdungsschiene montiert. Von SPDs vom Typ 1 / 2 in den GAKs ist ein Erdungskabel vom Typ NYY-J 1 x 16mm² verlegt. Die PV-Wechselrichter sind an einem separaten Kabel vom Typ NYY-J 1 x 16mm² zur Erdungsschiene unter dem AC-Verteilern verlegt. Die Leitung bzw. der maximale Abstand zwischen der Anordnung bestehend aus 3 x GAK und 3 x PV-Wechselrichter zum AC-Verteiler und der darunter montierten Erdungsschiene beträgt im maximalen Abstand ca. 50m. Die Leitungen sind zusammen im selben Kanal wie die PV-Wechselstromversorgungsleitungen verlegt. In der DIN VDE 0100-534 ist in Abbildung Die DIN VDE 0100-534 besagt in Abschnitt 534.4.8, dass darauf zu achten ist, dass die Gesamtlänge aller Leitungen zwischen den Anschlusspunkten der Überspannungsableiter einen Wert von 0,5m nicht überschreitet. Abbildung 534.8 in der Norm zeigt schematischen Aufbau. Nun haben wir einen Sachverständigen eingeschaltet. Dieser ist der Ansicht, dass der ausgeführte Aufbau fachgerecht ausgeführt sein. Wir haben nun die Bedenken, dass über die parallel geführten Kabel zwischen PV-Wechselrichter und AC-Verteiler die Leitungslängen der Erdungsleitungen mit 50m zu lang sein und es so zu Störeinkopplungen kommen kann. Darüber hinaus sind die PV-Wechselrichter und die GAKs gleichzeitig berührbar. Wir sind der Ansicht, dass bei jeder Anordnung der 3 PV-Wechselrichter und den 3 GAKs eine lokale Erdungsschiene anzuordnen ist und mit einer Erdungsleitung zur Erdungsschiene unter der AC-Verteilung zu führen ist und von der lokalen PA-Schiene eine niederimpedante Verbindung zur Metallfassade herzustellen ist. Wer hat jetzt recht?

PP24021

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