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Entwicklungen bei Signify

Vernetztes Licht und LiFi

Karsten Vierke erläuterte die Entwicklung von der Glühbirne bis zu LiFi; Bilder: Kalscheuer
Karsten Vierke erläuterte die Entwicklung von der Glühbirne bis zu LiFi; Bilder: Kalscheuer
Der Lichtmarkt ist momentan unruhig. Die unklare Situation beim Marktbegleiter Osram und der wegbrechende Markt im Segment Lampen tragen deutlich dazu bei. „Wir verzeichnen momentan rund 27 Prozent jährlichen Rückgang beim Thema Lampen“, legte Karsten Vierke die Zahlen auf den Tisch. Nicht nur der Markt der Energiesparlampen bricht weg, sondern der Halogenbann trifft die Branche ebenfalls hart. Und die Glühlampe, einst Zugpferd der Branche, hat längst ausgedient. „Zu Recht, denn Glühlampen waren eigentlich nur Heizungen. Sie wandelten nur fünf Prozent der Energie in Licht und 95 Prozent in Wärme um“, erläuterte Vierke.

Dabei liegt der Fokus der Lichtbranche inzwischen weniger auf dem privaten Wohnumfeld. Zwei Drittel ihres Umsatzes erzielen die Firmen im Lichtmarkt heute durch professionelle Beleuchtung in Industrie, Handel und im öffentlichen Raum. Und in der D-A-CH-Region haben sich mit fast 80 Prozent LED-Produkte (Light Emitting Diode) inzwischen klar durchgesetzt.

Vernetztes Licht und IoT

Signify setzt in der Hamburger Firmenzentrale auf optimierte Beleuchtung und Open Workspace
Signify setzt in der Hamburger Firmenzentrale auf optimierte Beleuchtung und Open Workspace
Dass die LED die konventionelle Beleuchtung ablöste, war ein erster Schritt Richtung Zukunft. Seit 2014 sind Lichtvernetzung sowie Services und Systeme basierend auf dem Internet of Things (IoT) realisierbar. Diese vollständige Vernetzung spiegelt sich bei Signify in der Interact IoT-Plattform wider. „Interact ist die Zukunft von Signify, denn sie vereint alle Systeme auf einer Plattform“, erklärte der Geschäftsführer von Signify DACH. Dabei sieht er vor allem die Offenheit als das Erfolgsrezept, denn ein geschlossenes System könne sich nicht vernetzen

Die Interact-Software fasst vernetzte LED-Lichtsysteme und eingebettete Sensornetzwerke zusammen. Sie steuert beispielsweise die städtische Straßenbeleuchtung und verbindet Tausende einzeln steuerbare Lichtpunkte miteinander. Sensoren können dabei Stromschwankungen in den LEDs erfassen – ein Zeichen für ihren baldigen Ausfall und ein Hinweis auf einen anstehenden Austausch.

Internet über LED

Die Generierung von zahlreichen verwertbaren Daten ist eines der „Nebenprodukte“ der Digitalisierung. Bis 2025 soll sich der Informationsstrom verzehnfachen. Folglich benötigt man bald neue Wege der Datenübertragung.

„Licht hat eine eigene Sprache und überträgt eine Botschaft“, sagte Vierke eingangs. Dass er dies nicht nur im übertragenen Sinne meinte, verdeutlichte die Vorstellung von Light Fidelity (LiFi). LiFi-fähige LED-Leuchten senden und empfangen Daten durch eine spezielle Lichtwellen-Taktung.
Signify bietet Produkte weiterhin unter der Marke Philips an
Signify bietet Produkte weiterhin unter der Marke Philips an
Das Internet über Licht ist laut Signify sieben Mal schneller als eine Datenübertragung mit WLAN – und weitaus sicherer. Dadurch, dass das Licht direkt auf ein Empfänger-Dongle auftreffen muss, wird ein Abfangen der Signale durch Wände hindurch ausgeschlossen. Hier sieht das Unternehmen vor allem bei der besonders zu schützenden Kommunikation in Krankenhäusern und Behörden sinnvolle Einsatzmöglichkeiten.

Vierke machte darüber hinaus die Relevanz der Arbeit des ZVEI beim Thema Normung deutlich und stellte die Vorteile der neuen Partnerschaften unter anderem mit SAP, Zebra Technologies und Microsoft vor. Die Möglichkeiten eines vernetzten Büros samt Open-Workspace-Konzept waren anschließend bei einem Rundgang durch die Büroräume der Hamburger Signify-Zentrale zu erleben.
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Autorenbild
Britta Kalscheuer

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Hamburg
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