PV-Anlage mit Stromspeicher rechnet sich

Auszahlung dank Pufferspeicher

6. Mai 2019

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Das Anwesen der Familie Peter im ­schweizerischen Steg im Tösstal, Kanton Zürich, verfügt seit Frühjahr 2016 über eine Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher. Die erste Bilanz mit dieser Ausrüstung kann sich sehen lassen: Über einen Jahreszeitraum wurde eine kleine Auszahlung vom Stromanbieter fällig. Mit dieser Erfahrung fiel die Entscheidung zur Anschaffung eines zweiten Stromspeichers leicht, der kürzlich in einem Neubau in Betrieb gegangen ist.

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Ein Haus mit drei Wohnungen, in der zwei Generationen der Familie Peter leben, sowie eine Scheune bzw. Stallungen, die landwirtschaftlich genutzt werden, hängen zusammen an einem Stromkreis (Bild 1). Er ist mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher des Typs »Pacadu Flex« der ASD Automatic Storage Device GmbH ausgestattet. Angeschlossen daran ist zudem eine Brauchwasser-Heizvorrichtung, die jedoch nur dann mit PV-Strom heizt, wenn der Speicher voll ist und der Solarstrom nicht anderweitig abgerufen wird. Im Winter wird das Brauchwasser des Anwesens deshalb mit einer Hackschnitzel-Heizung erwärmt.

Vor Installation des ersten »Pacadu«-gesteuerten Stromspeicher hat ein Mitarbeiter der Firma Solarbuur aus Steg im Tösstal, die das Projekt betreut hat, an einer Schulung bei Stromspeicher-Hersteller ASD teilgenommen, in der die Anschlüsse zum Netz, zum Haus, für die Notstromfunktion usw. besprochen wurden. Für die Batterien war beispielsweise im Verteilerschrank vor Ort ein Wirkleistungsmesser anzuschließen, und auch die Schnittstelle zu den Elektroheizstäben des Brauchwasserspeichers wurde durchgenommen.

Solarinstallateur Rudolf Pfeiffer resümiert: »Die Schulung durch ASD war gut und die Zusammenarbeit mit deren Außendienst unkompliziert. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass alles so funktioniert, wie es geplant war, und dass Familie Peter vollkommen zufrieden mit dem System ist.«

Durchdachtes Energie­management

Bild 1: Das Anwesen der Familie Peter im schweizerischen Steg im Tösstal, Kanton Zürich, verfügt seit Frühjahr 2016 über eine Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher

Bild 1: Das Anwesen der Familie Peter im schweizerischen Steg im Tösstal, Kanton Zürich, verfügt seit Frühjahr 2016 über eine Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher

Das Energiemanagement ist so eingerichtet, dass die Autarkie maximiert wird, also dass der Anteil des Solarstroms, den die Familie Peter selbst verbraucht, möglichst groß ist. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz erfolgt erst dann, wenn weniger verbraucht als produziert wird und gleichzeitig sowohl der Stromspeicher voll als auch das Brauchwasser auf Maximaltemperatur ist.

So konnte innerhalb der ersten einjährigen Abrechnungsperiode ein Überschuss erwirtschaftet werden. »Wir haben unterm Strich knapp 20 Franken herausbekommen«, erzählt Fredi Peter. »Das heißt, wir produzieren in der Sommerzeit so viel Energie, dass wir die Kosten für den Strom, den wir im Winter vom öffentlichen Netz abnehmen müssen, mehr als vollständig ausgleichen können.«

Eigenverbrauch mit Strom­speicher erhöhen

Bild 2: Für einen Neubau, der im Jahr 2018 errichtet wurde, schaffte die Familie Peter eine ­PV-Anlage samt ähnlich großem Speicher an; der »Pacadu Flex« hat im Oktober 2018 den ­Betrieb aufgenommen

Bild 2: Für einen Neubau, der im Jahr 2018 errichtet wurde, schaffte die Familie Peter eine ­PV-Anlage samt ähnlich großem Speicher an; der »Pacadu Flex« hat im Oktober 2018 den ­Betrieb aufgenommen

Die Idee zu einer PV-Anlage wurde im Jahr 2015 geboren, als Fredi Peter ein E-Auto ­anschaffte, das er gern mit eigenem Strom betanken wollte. Gemeinsam mit Rudolf Pfeiffer von Solarbuur besuchte er damals die Fachmesse Intersolar in München. Dort wählten sie den »Pacadu«-gesteuerten Stromspeicher aus.

Die Einspeisevergütung sei in der Schweiz unterschiedlich hoch und regional bzw. kantonal sehr verschieden, deshalb müsse jeder Einzelfall durchgerechnet werden, erklärt Pfeiffer: »Grundsätzlich ist jedoch bei Installation einer PV-Anlage immer öfter zu empfehlen, den größten Teil des Stroms selbst zu verbrauchen – speziell, wenn es nur noch Einmalvergütungen gibt. Und da ist ein Stromspeicher mehr als nützlich.«

Der »Pacadu Flex«, der bei Familie Peter installiert ist, wurde eigens für diesen Aufstellungsort und den Einsatzzweck dimensioniert. Er verfügt über eine Leistung von 9 kW, eine Kapazität von 28,8 kWh und hat eine Notstromfunktion. Letztere bietet bei einem Stromausfall zwar keinen vollwertigen Netz­ersatz, hält aber eine gewisse Kapazität zum Abruf bereit – selbst dann, wenn die PV-Anlage gerade keinen Strom erzeugt.

Bild 3: Speicher Nummer zwei soll die im Rahmen des Neubaus installierte Wärmepumpe mit eigenem Strom versorgen, die über eine frei programmierbare Steuerung verfügt

Bild 3: Speicher Nummer zwei soll die im Rahmen des Neubaus installierte Wärmepumpe mit eigenem Strom versorgen, die über eine frei programmierbare Steuerung verfügt

Pfeiffer hatte auch zu einem Speicher des Herstellers ASD geraten, weil die Zellen einzeln angesteuert sind, was einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb sicherstellt. Wenn beispielsweise eine einzelne ­Batteriezelle an Leistung verlieren oder ausfallen sollte, beeinflusst das nicht die Leistungsfähigkeit der übrigen Zellen des Speichers.

Somit halten »Pacadu«-gesteuerte Stromspeicher ihre Gesamtkapazität dauerhaft auf höchstmöglichem Niveau. Physikalisch bedingt würde sich dasselbe Zellpaket in einem in Reihe geschalteten Stromspeicher gegenseitig negativ beeinflussen und über die Zeit hinweg wesentliche Nutzkapazitätsverluste einfahren.

Zweiter Stromspeicher im Neubau

Für einen Neubau, der im Jahr 2018 errichtet wurde und zwei Wohnungen sowie einen älteren Teil des Hauses umfasst, schaffte die Familie Peter einen ähnlich großen Speicher an; der »Pacadu Flex« hat im Oktober 2018 den Betrieb aufgenommen (Bild 2).

Was die Autarkie-Bilanz angeht, erwartet Fredi Peter ein ähnliches Ergebnis, wie es das erste Energiesystem geliefert hat. Eine neue Herausforderung ist die im Rahmen des Neubaus installierte Wärmepumpe, die über eine frei programmierbare Steuerung verfügt (Bild 3).

Sie soll vor allem dann laufen, wenn sie mit eigenem Strom betrieben werden kann. Auch dafür musste ein geeignetes Energiemanagement aufgesetzt werden, das den Strom entsprechend lenkt (Bild 4).

Bild 4: Das Energiemanagementsystem des Pacadu-Konzeptes basiert auf der
Sektorkopplung und schließt verschiedene Energiesysteme zu einem ganzheitlichen 
System zusammen

Bild 4: Das Energiemanagementsystem des Pacadu-Konzeptes basiert auf der Sektorkopplung und schließt verschiedene Energiesysteme zu einem ganzheitlichen System zusammen

Mit der guten Erfahrung, die er mit dem ersten Energiesystem gemacht hat, ist Fredi Peter auf das Ergebnis gespannt. Aber er ist sich sicher, dass es so reibungslos klappen wird, wie beim ersten Speicher.

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