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BIM

»Fester Bestandteil der WAGO-Strategie«

Dörthe Knefelkamp, Market-Managerin Gebäudeinstallation,  bei WAGO
Dörthe Knefelkamp, Market-Managerin Gebäudeinstallation, bei WAGO
Als Hersteller von elektrotechnischen Komponenten sowie von Produkten und Lösungen für die Gebäudeautomation beschäftigt sich WAGO im Rahmen der Digitalisierung mit dem Thema Building Information Modeling (BIM), um auch künftig den Anspruchsgruppen – Betreibern, Planern und ausführenden Unternehmen – gerecht zu werden.

Softwareanbieter, Architekten und Gremien treiben das Thema. In vielen Medien findet man Informationen. Häufig werden Beispiele auf Basis von Architektur- und Tragwerksmodellen gezeigt. Der Begriff Haustechnik fasst die gesamte technische Ausstattung des Gebäudes zusammen. Hier finden sich viele Gewerke wieder, die unterschiedlich weit in der Umsetzung der BIM-Anforderungen beziehungsweise in der Normung der Datenformate und Inhalte für ihr Gewerk sind.

Die Gewerke Gebäudeautomation und Elektroinstallation sind noch in den Kinderschuhen. Somit ist es für WAGO als Anbieter und Bauzulieferer von Produkten für diese Gewerke eine Herausforderung, zum jetzigen Zeitpunkt die technischen Daten für BIM-Prozesse zu optimieren.

Im internationalen Kontext sind unterschiedliche Implementierungstiefen von BIM zu erkennen. Einige Länder, wie die Schweiz, die Niederlande und Deutschland, wünschen eine hohe Implementierungstiefe. Somit ist es im digitalen Referenzmodell möglich, neben Kollisionsprüfungen auch Fachmodelle mit geeignetem Informationsgehalt für fachspezifische Funktions- und Qualitätsprüfungen abzuleiten oder diese mit dem Referenzmodell zu verbinden.

Offen für beide BIM-Ansätze

Für WAGO ist und bleibt BIM daher ein fester Bestandteil seiner Digitalisierungsstrategie. Allerdings sind damit Herausforderungen verbunden: Gemäß den Anforderungen im Rahmen der Digitalisierung muss WAGO als Anbieter seine technischen Produktdaten transparent halten und neue Attribute, die sich aus der Entwicklung der Spezifikationen ergeben, pflegen und bereitstellen.

Hierfür gibt es zwei Wege: zum einen den Closed BIM-Ansatz, den einige Softwareanbieter erfolgreich verfolgen. Dazu zählt zum Beispiel Autodesk mit Revit, der momentan in Europa die höchste Marktdurchdringung hat. In Revit ist es Anbietern möglich, ihre digitalen Informationen zu ihren Produkten im sogenannten RFA-Format bereitzustellen.

Die Vorteile von Software, die einen Closed BIM-Ansatz verfolgt, sind die optimierten Schnittstellen und der damit minimierte Datenverlust durch Medienbrüche. Die technischen Informationen für die Produkte sind vom Hersteller zu definieren und müssen nicht zwangsläufig einer Norm entsprechen. Da Revit momentan eine sehr hohe Verbreitung hat, stellt auch WAGO seine digitalen Informationen für Produkte im RFA-Format auf seinem PARTcommunity-Server zur Verfügung.

Der zweite Weg führt über Open BIM. Es gibt es diverse Software, die diesen Ansatz und somit den Datenaustausch über offene Schnittstellen, wie Industry Foundation Classes (IFC) oder Green Building XML (gbXML), verfolgen. Offene, standardisierte Schnittstellen und Formate bieten den Vorteil, dass man sich als Planer nicht auf eine Software festlegen muss und dass vor allem die Daten unabhängig vom Hersteller einer Struktur und einem Format entsprechen.

Aktiv bei Standardanpassungen

Aktuell werden die Standards (IFC) für die technische Gebäudeausrüstung noch entsprechend den Anforderungen der Implementierungstiefe angepasst. Hier unterstützt WAGO im Rahmen des VDMA/VDI-Arbeitskreises »BIM und TGA« die Erweiterung der VDI 3805 »Produktdatenaustausch in der technischen Gebäudeausrüstung« um ein Blatt für die Gebäudeautomation. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises sollen über den VDI in die ISO 16757 »Product Data for Building Services System Model« einfließen. Für die Elektrotechnik gibt es im Augenblick noch keinen vergleichbaren Arbeitskreis für die Anpassung der Standards an die gewünschte Implementierungstiefe. Doch die Idee dafür ist bereits geboren.

WAGO wird beide BIM-Ansätze weiter verfolgen und im Austausch mit seinen Kunden auch die Anforderungen aus der Praxis aufnehmen und in die weitere Ausrichtung zu BIM einfließen lassen. Sicher wird BIM die gesamte Baubranche stark beeinflussen und einen Umbruch erzeugen. WAGO wird den weiteren Prozess wie auch unsere Kunden bei der Implementierung vom BIM unterstützen.
Dörthe Knefelkamp, Market-Managerin Gebäudeinstallation, begann 1998 bei WAGO. Nach dem Studium »Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik« im Unternehmen arbeitete sie im Projektservice International, bevor sie 2010 in eine Klimaschutzagentur wechselte. Seit 2015 ist sie wieder zurück bei WAGO und betreut im Market Management Gebäude die Schwerpunkte WINSTA und Energiemanagement.
 

 
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