Praxisfrage

Fundamenterder für einen Anbau

Frage gestellt am 8. April 2019

, ,

Ich wohne in einem Haus, das 1978 errichtet wurde. Ein Fundamenterder ist vorhanden. Die E-Installation wurde bereits vor ca. zehn Jahren als TN-C-S-System erneuert. Jetzt wollen wir einen Raum an das bestehende Gebäude anbauen.

Wie der Fundamenterder ausgeführt werden muss, kann ich in der VDE nachlesen. Was mir aber nicht ganz klar ist, wie ich den neuen Fundamenterder mit dem vorhandenen Erder der Altanlage verbinde. Die Verbindung stellt dank eines Kellers keine große Hürde da. Es wäre ein Weg von ca. 15 m, was sich mit einem Kabelkanal gut bewerkstelligen ließen. Nur aus dem Bauch heraus würde ich im neuen Raum eine neue PA-Schiene setzen und von da einen starren 16-mm²-Cu-Leiter zur bestehenden PA-Schiene im Altbau legen. Der neue Raum wird mit einem separaten FI-LS-B16-30-mA-Automaten an der bestehenden E-Installation angeschlossen und erhält keine neue Verteilung.
Aber ist das fachlich jetzt wirklich korrekt?

M. M., Schleswig-Holstein

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Kommentare aus der Community (1)

  1. Wie dargestellt handelt es sich offensichtlich um ein Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage und im TN – C Netz.
    Damit dient der Fundamenterder nur der geringfügigen Verbesserung des Netzanschlusses
    und dem Potentialausgleich der in den neuen Gebäudeteil eigeführten elektrotechnischen Leitungen. Da dieser Gebäudeteil wie beschreiben keine eigene
    Elektroverteilung erhält ist ein üblicher Potentialausgleich nicht möglich, sondern kann dieser so erforderlich nur über den Anschluß am Hauptgebäude erfolgen.
    Grundsätzlich würden dafür die Erkenntnisse aus dem Standpunkt Fundamenterder des BVS gelten, siehe nachfolgende Links.
    https://www.bvs-ev.de/fileadmin/user_upload/downloads/standpunkte/BVS_Standpunkt_Fundamenterder_Erdungsanlagen_2016-06.pdf
    und / oder
    https://www.ateam-ffm.de/files/fachtagungen/2017/20170103_Schauer_Erdung%20und%20Potentialausgleich%20in%20elektrischen%20Anlagen_aTeam.pdf

    Da es sich um kein eigenständiges neues Gebäude mit neuem Elektroanschluß handelt
    wäre eine Verbindung zum Fundamenterder aus elektrotechnischer Sicht nicht erforderlich, vergleiche Vorgehen bei Garage neben dem Haus, Carport oder Gartenhaus.
    Da der Fundamenterder wie beschrieben nun einmal da ist, kann man durchaus so verfahren wie beschrieben und einen lokalen Potentialausgleich im Anbau mit dem Hauptpotentialausgleich im Bestandsgebäude verbinden.


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