Praxisfrage

Leiterquerschnitt zu Mehrfachsteckdosenleisten

Frage gestellt am 8. Juni 2018

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Nach der Prüfung unserer ortsveränder­lichen Betriebsmittel (gemäß §5 DGUV­­Vorschrift 3) wurden alle ortsveränderlichen Schutzkontakt-Mehrfachsteckdosenleisten, die mit einem Anschlusskabel mit einem Leiterquerschnitt von 3 x 1 mm² und nicht länger als 1,8 m versehen waren, als nicht zulässig bewertet und mit dem Hinweis »gravierender Mangel« gekennzeichnet.

Als Beispiel nenne ich hier eine ortsveränderliche Vierfach-Steckdosenleiste eines namhaften Mehrfachsteckdosenleisten-Herstellers. Diese hat eine 1,8 m lange Anschlussleitung mit konfektioniertem Stecker. Der Leiterquerschnitt der Anschlussleitung beträgt 1 mm². Auf dem Typenkenndatenschild der ortsveränderlichen Mehrfachsteckdosenleiste finden sich die Angaben 3500 W / 16 A / 230 V~ sowie eine CE-Kennzeichnung. Die beauftragte Prüffirma begründet die Aussonderung dieser ortsveränderlichen Mehrfachsteckdosenleisten mit der VDE-Bestimmung DIN VDE 0620-2-1:2016-01, Abschnitt 23.3.

Müssen wir diese CE-zertifizierten, aus meiner Sicht völlig intakten Steckerleisten tatsächlich entsorgen?

P. H., Bayern

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Kommentare aus der Community (4)

  1. Der Hersteller muss nach seiner Produktnorm arbeiten. Macht er das, ist das Gerät als iO zu bezeichnen. Ausserdem ergibt sich bei 1,80M, 230V und einer 16A Sicherung ein Spannungsfall von 0,45% zwischen Stecker und den 4 Buchsen. Somit wäre die Norm eingehalten.

  2. VDE gibt vor daß der Querschnitt 1,5 mm² haben soll. Seit 2009 dürfen Mehrfachsteckdosen nur noch diesen Querschnitt haben bei der Herstellung.

  3. Hallo,
    ich hätte gerne eine Frage an den „Kommentator“ aus Bremen, vom 28.8.18 gestellt:
    Mag ja sein, das Sie mit Ihrem Kommentar recht haben, aber es wäre schön wenn Sie dann auch genau die Stelle angeben würden, in der der VDE diese Vorgabe macht, damit jeder dies nachvollziehen kann.
    Dies gilt übrigens allgemein für Kommentare, die sich auf bestimmte Vorschriften o.ä. beziehen. Bitte immer möglichst genau und nachvollziehbar die jeweils zugrundeliegende Vorschrift angeben.
    Danke.
    J.A.

  4. Guten Tag,

    vielen Dank an Herrn Bluhm für diesen sehr guten Beitrag – sachlich wie fachlich. Ähnliche Fragen sind für uns als Hersteller häufig zu beantworten, im speziellen zu notwendigen Zulassungen und Zertifizierungen, CE oder Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3.

    Um auf den Kommentar von A.G. aus Bremen, sowie J.A. aus Hessen einzugehen:

    Gemäß Kapitel 23.3 der DIN VDE 0620-2-1:2016-01 sind Verlängerungsleitungen und Mehrfachkupplungsdosen (Tisch- bzw. Mehrfachsteckdosen) ohne eingebaute Schutzeinrichtung, sowie deren Einzelkomponenten für einen Bemessungsstrom von 16A auszulegen. Eine Reduzierung des Querschnitts der Leitung auf unter 1,5mm² bis einschließlich 1,0mm² ist nur zulässig, wenn eine auf den Bemessungsstrom der Leitung abgestimmte Schutzeinrichtung eingebaut ist.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Simon Storzer
    Standards&Directives
    BACHMANN GmbH


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