Praxisfrage

Meinungsunterschiede zwischen VEFK und Kaufmann

Frage gestellt am 26. März 2019

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Die meisten Kaufentscheidungen eines Betriebes werden durch den jeweiligen Kaufmann entschieden und getätigt. Dieser ist aber selten eine Elektrofachkraft (EFK). Wie ist die Verantwortung eines Kaufmannes (eines elektrotechnischen Laien) in einem Betrieb zu sehen, wenn er ein elektrisches Gerät oder eine elektrische Dienstleistung entgegen der Forderung bzw. Empfehlung der Verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK) oder ohne deren Wissen einkauft und dieses vermeintliche »Schnäppchen« sich später als ungeeignet, unvollständig oder gar gefährlich erweist? Ist ein so geführter Kaufentscheid im Vorfeld schon ein Organisationsverschulden? Wie soll sich die VEFK verhalten, wenn durch diese Vorgehensweise dann ein Unfall geschehen ist?

Im konkreten Fall geht es um die Prüfung von ortsveränderlichen Elektrogeräten durch einen »Hausmeisterservice« zu einem Stückpreis, von dem eine befähigte EFK offensichtlich entlohnt werden könnte.

B. K., Niedersachsen

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Kommentare aus der Community (3)

  1. Wenn eine befähigte EFK „offensichtlich entlohnt werden könnte.“ besteht ja erstmal kein Grund an der Qualifikation zu zweifeln, auch wenn es sich um einen „Hausmeisterservice“ handelt. Im Einkaufsprozedere (Lastenheft) sollte aber der Nachweis der Quali aller eingesetzten Mitarbeiter zwingend gefordert werden, ebenso die Vorgaben einer rechtssicheren Dokumentation. Ob dies der Kaufmann beurteilen kann, wage ich zu bezweifeln und genau hier kommt die Verantwortlichkeit der vEFK ins Spiel. Sollte in fachspezifischen Themen keine Vorgabe existieren, den Fachmann im Unternehmen in den Beschaffungsprozess mit einzubinden, handelt es sich um ein Organisationsverschulden. Die vEFK ist nicht mit den Mitteln ausgestattet, um ihre Aufgabe vollumfänglich auszufüllen.
    Ist bereits ein Unfall geschehen, sollte die vEFK diese Rechte/Pflichten vom Unternehmer einfordern oder besser seinen Titel abgeben.
    Die von Ihnen beschriebene Situation ist leider häufig die gelebte Realität. Dem Unternehmer sollte jedoch bewusst sein, dass er durch seine Garantenstellung immer haftet und sowohl für die Delegation der Zuständigkeiten sowie deren Überwachung verantwortlich ist.

  2. Ganz einfach: Der „Kaufmann“ in einem Betrieb kann, wenn er z.B. Personalleiter ist, die vEFK einstellen oder entlassen, die elektrischen Entscheidungen liegen ausschließlich im Bereich der vEFK. Wenn der „Kaufmann“ das nicht versteht, sollte die VEFK kündigen und den Betrieb verlassen. Wenn im elektischen Bereich was passiert, ist immer die vEFK die letztendlich verantwortliche Person.

  3. Sorry, mein Fehler,

    sollte heißen: Die befähigte EFK könnte davon offensichtlich NICHT entlohnt werden.


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