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Praxisfrage

Querschnittserhöhung zur Reduzierung des Spannungsfalls

Bei der Planung einer Schule ergeben sich baulich bedingt entsprechend größere Leitungslängen mit der bekannten Spannungsfallproblematik für Wechselstromverbraucher. Trotz mittig platzierter Geschossverteiler ergeben sich zum Teil Leitungslängen für einen Klassenraum am Ende eines Klassentraktes von ca. 50 ... 60m für den Anschlusspunkt des Verbrauchmittels (Steckdosenstromkreis 230V, Absicherung B16A, über 30-mA-RCD gemäß VDE 0100-410). Hieraus ergibt sich gemäß VDE 0100-520, Beiblatt 5, für 3% Spannungsfall eine zulässige Leitungslänge bei einem Leiterquerschnitt von 2,5mm2: von 58m (Drehstrombelastung) und 29m für die Wechselstrombelastung. 1) Gemäß VDE 0100-510 ist beschrieben, dass bei einer fünfadrigen Leitung der N-Leiter durchgehend blau zu kennzeichnen ist. Bei Leitungen mit nummerierten Adern – z.B. ein NYM-J 7 x 2, 5 – sind die Nummern nicht festgelegt. Die N-Leiter für solche Fälle sind zusätzlich blau zu kennzeichnen. Wäre dadurch eine Querschnitterhöhung durch Parallelschaltung von Leitern (z.B. Adernummer 1,2 und 3 für L sowie 4,5 und 6 für N) mit entsprechend eindeutiger Kennzeichnung technisch erlaubt, um den Querschnitt auf 7,5mm2 für L und N zu erhöhen? Dies wäre die wirtschaftlichere Variante gegenüber einem NYM-J 3 x 6 bzw. 3 x 10 und wenn zulässig auch die technisch bessere Variante. Der Übergang auf die Steckdosenleitung – z.B. im Brüstungskanal – könnte somit mit Standard-Steckklemmen 2,5mm2 erfolgen. Da bei einem Übergang ab 62 auf 2,52 eine feste Klemmverbindung erforderlich wird. Aufgrund der unterschiedlichen Querschnitte kommen dann nur Reihenklemmen in Betracht, da nur gleiche Querschnitte in einer Schraub-Klemmverbindung zulässig sind. Gemäß Berechnung bei einem cos ϕ = 1 ergäbe sich für den o.g. Steckdosenstromkreis bei Querschnittsverdreifachung auf 7,52 und einem Spannungsfall von 3% eine Länge von rund 90m. Die Einspeisung der Wechselstromverbraucher im Klassenraum ggf. über den Umweg auf Drehstrom macht aus unserer Sicht keinen Sinn. Die Belastung würde in der Praxis als Einphasen- Wechselstrom erfolgen, da Belastung nicht zu erwarten ist. 2) Wie eingangs beschrieben ist dies gemäß VDE 0100-510 nicht zulässig. In der »de«-Ausgabe 23–24/2005, S. 25 ff., hat Herr Soboll bei einem ähnlichen Fall wie folgt Stellung bezogen: »Diese Parallelschaltung ist zurzeit nicht mit den anerkannten Regeln der Technik zu vereinbaren und würde als Mangel beanstandet werden.« Die Aussage »zurzeit« lässt hoffen, dass es mittlerweile vielleicht eine praxisgerechte Änderung gegeben hat. Auf eine eindeutige Kennzeichnung an den Kabel - enden wäre natürlich zu achten und Voraussetzung. Dese Art der Querschnittserhöhung könnte auch speziell bei PV-Anlagen zur Reduzierung der Leitungsverluste (1%) der AC-Leitung zum Einsatz kommen. Da z.B. auf einem größeren Gelände mit mehreren Gebäuden dezentrale Wechselrichter zum Einsatz kommen – z.B. NYY-J 5 x 25mm2 ergäbe 50mm2 und einen PE mit halbem Außenleiterquerschnitt. 3) Gemäß DIN 18015-1, VDE 0100-510 (sowie gemäß TAB bis zur Messeinrichtung) sind hinter der Messeinrichtung bis zum Anschlusspunkt der Verbrauchsmittel 3% Spannungsfall nicht zu überschreiten. Gibt es ggf. Erleichterungen z.B. bei größeren Netzen mit mehreren Unterverteilern? H. K., Schleswig-Holstein

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