Praxisfrage

Schutzleiteranschluss in SK-II-Betriebsmitteln

Frage gestellt am 1. August 2018

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Nach der Begutachtung diverser Fotos von Prüfungsstücken kam es unter uns zu einer kurzen, aber intensiven Diskussion: Es geht um die Montagearbeit der Prüfung Teil 2: Unterverteilung für eine Aufzugssteuerung, mit diversen KM-Gehäusen (SK 11) für Taster und Lampen, verbunden mit NYM-I-Leitung.

Von mir wurde beanstandet, dass die Schutzleiter, der zu den Bedienstellen führenden Leitungen (entgegen der gängigen Meinung) nicht in der Verteilung auf eine entsprechende PE-Klemme angeschlossen waren, sondern von allen Teilnehmern einzeln mit einer Steckklemme isoliert in der Verteilung unten abgelegt und in den Bedienstellen mit einer Klemme versehen wurden.

Das wollte ich so nicht hinnehmen, da die Schutzklasse »Schutzisolierung« meiner Meinung nach nichts mit einem im Gerät vorhandenen Potential zu tun hat. Außerdem würde so die Zuleitung über den PE im Fehlerfall (z.B. Beschädigung durch Abquetschen) noch in die Schutzmaßnahme (ReD) abgesichert.

Das Gegenargument war: Mit dem Anklemmen des PE-Leiters in der Verteilung wird ein ggf. fehlerbehaftetes Potential in die SK-II-Gehäuse eingeführt. Daher darf er nicht mit dem PE-Potential verbunden werden. Er hat zwar eine eigene Klemme (ggf. in manchen FR/AP-Schaltern) man darf ihn aber in der UV nicht anschließen. Da war ich etwas perplex. Ist da so richtig?

J. P. Nordrhein-Westfalen

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Kommentare aus der Community (1)

  1. Meines Erachtens nach muss der Schutzleiter in der Verteilung auf die Schutzleiterklemme aufgelegt werden, auch wenn an dieser Leitung ein Betriebsmittel der SK II angeschlossen ist und im BM der Schutzleiter innerhalb der isolierenden Umhüllung mit z.B. einer WAGO-Klemme von den übrigen leitfähigen Teilen isoliert wird.
    Dadurch wird dem o.g. Fall vorgebeugt (DIN VDE 0100-410:2007-06 Abschnitt 412.2.3.2), dass das Betriebsmittel der SK II durch eines mit SK I getauscht wird.
    Ist der Schutzleiter dann nicht in der Verteilung angeschlossen und das BM wird getauscht, fehlt die Verbindung in der Verteilung!
    Es kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass bei dem Tausch die Verteilung und der Anschluss des Schutzleiter in der selbigen geprüft und dann nachgeholt wird.

    Das Gegenargument ist übrigens eher schwach, da der Schutzleiter im BM ja isoliert sein muss.


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