Internet Protocol Television

IPTV-Nachrüstung für Bestandsanlagen

7. November 2019

-

Die persönliche Ansprache des Gastes in Hotels ist ein Komfortmerkmal sowie ein Zeichen professioneller Dienstleistung. Neben der Begrüßung erscheinen Informationen und Services interaktiv in der Muttersprache des Gastes auf einem TV-Bildschirm. Diese Möglichkeiten basieren auf der IPTV-Technologie.

Die Funktionsweise von Internet Protocol Television (IPTV) in einem Hotel; Quelle: Axing AG

IPTV-Hybridlösung in einem Hotel; Quelle: Axing AG

Beim Internet Protocol Television findet die Signalverteilung vornehmlich innerhalb eines LAN (Local Area Network) mit Ethernet-Verkabelung im Gebäude statt. Dafür ist jedoch nicht zwingend eine neue Verkabelung erforderlich. Auch für Bestandsobjekte, die nicht über eine LAN-Verkabelung via Ethernet verfügen, gibt es mit einer sogenannten Hybridlösung Nachrüstmöglichkeiten, um die interaktiven Dienste auf die Hotel-TVs zu bekommen.

Dabei ist eine stabile IP-Übertragung notwendig, die z.B. eine WLAN-Verbindung (Wireless Local Area Network) oder Ethernet über Koax bietet. Beide Möglichkeiten erweitern die klassische Signalverteilung über Koaxialkabel mit IP-Zusatzfunktionen.

Zusatzfunktionen über IPTV-Middleware-Server

Mit der Hybridlösung kann die bisherige Fernsehverteilung über Koaxialkabel beibehalten werden und der vorhandene SAT-/Kabelanschluss oder die Kopfstelle liefert weiterhin das TV-Programm. Die Zusatzfunktionen steuert ein IPTV-Middleware-Server bei, der über die zusätzlichen Signalwege (WLAN oder Ethernet über Koax) mit den Endgeräten kommuniziert. Die dafür nötige Datenrate ist gering. Als Endgeräte dienen Smart-TVs mit WLAN und geeignete Set-Top-Boxen.

Erweiterung im laufenden Betrieb

Diese Hybridlösung kann zudem problemlos im laufenden Betrieb ohne Einschränkungen und damit auch ohne Einnahmeausfälle durchgeführt werden. Eine interessante Lösung für Hotels, Krankenhäuser oder ähnliche Einrichtungen, die ihr Angebot um IPTV-Funktionalitäten erweitern wollen.

Dazu erklärt Johannes Moser, Mitglied der Geschäftsleitung bei der AG SAT Mitgliedsfirma Axing AG: »Eine Hybridlösung vereint die Vorteile der neuen, innovativen IPTV-Technologie mit der bestehenden Signalverteilung über ein Koax-Netz. Der größte Vorteil aber ist die problemlose Nachrüstmöglichkeit vorhandener Koax-Netze im laufenden Betrieb. So werden die Vorteile von IPTV für so gut wie alle Bestandsobjekte nachrüstbar.«

Die Mitgliedsbetriebe der AG SAT unterstützen die Installationsbetriebe bei Bedarf auch bei der Planung und Konzeption der Empfangsanlagen.