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DIN EN IEC 60079-19 (VDE 0165-20-1): 2021-07

Explosionsgefährdete Bereiche – Gerätereparatur

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(Bild: Fotolia/fotomek)

Die Norm beschreibt Anweisungen technischer Art über die Reparatur, Überholung, Regenerierung und Veränderung eines Ex-Gerätes, welches für die Verwendung in explosionsfähigen Bereichen ausgelegt wurde. Die Norm ist anwendbar für die Überholung und Reparatur, die während des Betriebs, der Prüfung und Instandhaltung an einem Gerät festgestellt wurden. Kabel- und Verdrahtungssysteme, die nach Wiedereinbau des Geräts eine Erneuerung erfordern könnten, entfallen aus dem Anwendungsbereich der Norm.

Weiter behandelt die Norm Aspekte für die Reparatur, Überholung, Regenerierung, Variation und Veränderung, die bei allen explosionsgeschützten Geräten gemeinsam auftreten. In einigen Abschnitten der Norm werden Anweisungen zusätzlicher Anforderungen zur Verfügung gestellt, die für bestimmte Zündschutzarten gelten. Wenn bei einem Gerät mehr als eine Zündschutzart angewendet wird, muss auf die entsprechenden Abschnitte der Norm Bezug genommen werden.

Die für die Zündschutzart erforderlichen Reparaturen und Überholungen müssen in Übereinstimmung mit den gelisteten Unterlagen des Herstellers angenommen werden. Die evtl. erforderlichen Ersatzteile des Herstellers sind nach der angegebenen Dokumentation zu nutzen.  Zu den Dokumentationen zählen unter anderem Zeichnungen, technische Spezifikationen oder Anweisungen zur Montage. Alle unmittelbar an der Reparatur oder Überholung des Geräts beteiligten Personen müssen dafür kompetent sein oder sind durch eine verantwortliche Person oder Handwerker zu beaufsichtigen. Die Kompetenz kann spezifisch für die Art der Arbeit sein. Die Norm beschreibt hierzu Schulungs- und Kompetenzbeurteilungen.

Nach Ausführung und Beendigung aller Arbeiten sind dem Betreiber entsprechende Arbeitsberichte zur Aufnahme der Reparatur in eine Nachweißkarte auszustellen. Hieraus muss unter anderem hervorgehen welche Mängel am Gerät festgestellt wurden und welche Reparaturen daraus erfolgten. Weiter ist eine Auflistung von ersetzten oder generierten Teilen zu übergeben, sowie das Ergebnis aller Kontrollen und Prüfungen.

Die Arbeitsberichte von Reparaturen oder Überholungen sind für eine Zeitdauer aufzubewahren, wie sie mit dem Betreiber vereinbart ist. Aufbewahrte Informationen müssen so verwaltet werden, dass diese jederzeit wieder auffindbar sind.

Über den Autor
Autorenbild
Patrick Gnanendiran

Elektrotechnikermeister für Energie- und ­Gebäudetechnik, bfe-TIB Technologie

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