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Wachstum in allen Bereichen

Gute Branchenkennzahlen der Elektrohandwerke für 2022

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(Bild: Geralt/Pixabay)

Beim Umsatz legten die E-Handwerke von 72,2 Milliarden € im Jahr 2021 auf nun 81,4 Milliarden € zu. Dies bedeutet ein deutliches Plus von 12,7 %, das allerdings zu einem großen Teil durch die hohe Inflation zu erklären ist. Zieht man diese ab, ergibt sich jedoch immer noch ein Zuwachs von rund vier Prozentpunkten. Zusammen mit der ebenfalls gestiegenen Beschäftigtenzahl ein Hinweis darauf, dass die Betriebe trotz Inflation noch mehr Leistungen erbracht haben. Parallel zum Umsatzwachstum erhöhte sich auch der Umsatz pro Mitarbeiter. Lag dieser 2021 noch bei rund 140.000 €, so stieg er im vergangenen Jahr auf 154.308 € an (+ 10,7 %).

Erneut steigende Beschäftigtenzahl

Besonders erfreulich ist, dass 2022 auch die Zahl der Beschäftigten in den E-Handwerken weiter wuchs – trotz des über alle Branchen und Wirtschaftszweige hinweg zunehmenden Fachkräftebedarfs. Waren 2021 noch 518.176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einem e-handwerklichen Beruf tätig, so stieg die Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr um 1,8 % auf 527.354 an.

Während bei der Beschäftigtenzahl Zuwächse zu verzeichnen waren, ging die Zahl der E-Betriebe im gleichen Zeitraum weiter zurück und sank von 49.592 auf 48.614 im Jahr 2022 (– 2 %). Damit setzt sich der Trend zu wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem Rückgang der Betriebszahl fort. Hintergrund für diese Entwicklung ist, dass größere Unternehmen erfolgreicher in der Diversifikation ihrer Geschäftsfelder sind und damit besser und flexibler auf neue Märkte wie beispielsweise Photovoltaik oder E-Mobilität reagieren können.

Elektrotechnik: weiterhin auf Wachstumskurs

Wie schon in den Vorjahren entfiel auch im vergangenen Jahr der größte Zuwachs in puncto Umsatz auf den Bereich »Elektrotechnik«. Hier stieg der Umsatz um 14,4 % von 63,2 Milliarden € im Jahr 2021 auf 72,3 Milliarden € im Jahr 2022 an. Auch der Umsatz pro Mitarbeiter stieg – von 135.303 € im Jahr 2021 auf 151.299 € im Jahr 2022. Als einziges der drei e-handwerklichen Gewerke konnte die Elektrotechnik zudem ein Plus bei den Beschäftigten verbuchen. Wurde 2021 nur ein Zuwachs von 0,6 % auf 467.630 verzeichnet, so stieg die Zahl 2022 um 2,2 % auf 478.128 Mitarbeiter an. Gleichzeitig war die Zahl der Unternehmen in diesem Bereich jedoch stärker rückläufig als noch im Jahr zuvor und lag mit 43.584 1,4 % unter der Betriebszahl 2021 (44.218).

Umsatzplus, aber weniger Mitarbeiter in der Informationstechnik

Der Bereich »Informationstechnik« konnte seine Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls steigern und verzeichnete ein Plus von 1,2 % auf 6,6 Milliarden €. Beim Umsatz pro Mitarbeiter legte die Informationstechnik um 4,1 % auf 193.690 € zu. Gleichzeitig ging jedoch nicht nur die Zahl der informationstechnischen Betriebe zurück – um minus 6,9 % auf 4.176 –, sondern auch die der Beschäftigten. Waren 2021 noch 35.144 Mitarbeiter in diesem Gewerk beschäftigt, waren es im vergangenen Jahr nur noch 34.176.

EMA: Betriebs- und Beschäftigtenzahl sinkt

Wie in den beiden anderen Gewerken konnte auch der Bereich »Elektromaschinenbau« 2022 seine Umsätze leicht steigern. Hier lag das Wachstum bei 1,2 % auf nun 2,4 Milliarden €. Beim Umsatz pro Mitarbeiter lag das Plus bei 3,5 % (2022: 160.512 €/Mitarbeiter; 2021: 155.153 €/Mitarbeiter). Wie schon im Vorjahr und wie auch im Bereich »Informationstechnik« zu beobachten, war allerdings auch hier die Betriebs- und Beschäftigtenzahl weiter rückläufig. So waren 2022 noch 15.066 Mitarbeiter und damit 2,2 % weniger als noch im Vorjahr im Bereich »EMA« tätig. Die Zahl der Betriebe sank von 888 auf 854 (– 3,8 %).

»Die Branchenkennzahlen für 2022 belegen eindrucksvoll, dass die Elektrohandwerke auch in schwierigen Zeiten und trotz Ukraine-Krieg, Inflation und Lieferengpässen weiter wachsen. Stolz sind wir besonders auf die wachsende Beschäftigtenzahl. Sie zeigen zum einen die Attraktivität unserer Branche, zum anderen dass sich die Unternehmen mutig den Herausforderungen stellen und in neue Märkte hineinwachsen«, so ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser.

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