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Neue Auflage der KFE

Erweiterte Kalkulationshilfe

Auf einen Blick Die neue Schnittstelle »KFEconnect« bietet dem Anwender nun wesentliche Erleichterungen bei der Angebotserstellung

Das Vier-Stufen-Angebot des Abonnements ist übersichtlich und preislich moderat

Die intelligente Suche passt sich dem Nutzerbedürfnissen an
Deswegen gibt es nun für die digitale Ausgabe eine zusätzliche Schnittstelle: die »KFEconnect«. Wir sprachen darüber mit Ludwig H. Klatzka, dem Geschäftsführer der Meta Handelsgesellschaft mbH (Bild 1).

Die Neuerungen im Überblick

Der KFE-Anwender soll eine flexible Unterstützung in seiner täglichen Arbeit bekommen. Flexibel deswegen, weil sich seine Software automatisch mit allen Daten aktualisiert und es unterschiedliche und bedarfsgerechte Online-Abonnements gibt (Tabelle). Hierbei unterscheidet man vier Stufen:
  • Basic Artikel
  • Basic Leistungen
  • Plus
  • Premium.
Bild 1: Ludwig H. Klatzka bei der Präsenta­tion der neuen Schnittstelle während des Innovationsforums der »de« auf den Messen »eltec« und »eltefa« 2017
Bild 1: Ludwig H. Klatzka bei der Präsenta­tion der neuen Schnittstelle während des Innovationsforums der »de« auf den Messen »eltec« und »eltefa« 2017
Vom Preis her geht es los bei 9,90 € monat­licher Rate (für Basic Artikel) für Innungs­mitglieder bei mindestens 24-monatiger Laufzeit und inklusive aller Updates während dieser Zeit. Apropos Innungsmitglied: Die Rabatte für Innungsmitglieder gehen durch alle Angebotsstufen und liegen im Durchschnitt bei 50 %.

Wie es zu den unterschiedlichen Angebotsstufen gekommen ist, fasst Ludwig H. Klatzka so zusammen: »Der Vorteil ist, dass ein Betrieb nur noch zwischen diesen vier Funktionsumfängen entscheiden muss. Das heißt, wir sagen dem Nutzer nicht mehr, dass wir hier einen Artikelstamm, eine Großhändlerbauzeit oder Leistungsdaten mit oder ohne Stückliste haben.

Wir sagen nun, in dem Basic-Angebot kann man dieses oder jenes machen. Wir gehen also jetzt den umgekehrten Weg: Wir erklären nicht mehr, welche Daten der Nutzer bekommt, sondern wir erklären ihm, was er alles mit diesen Daten machen kann.

Der Betrieb entscheidet also nicht anhand der Daten sondern anhand der Funktionen, welche Daten für ihn dann die passenden sind. Hat er sich für eine Funktion entschieden, bekommt er die Daten in sein System eingespielt und kann diese Funktionen dann in seiner Software-Umgebung nutzen.«
Tabelle: Übersicht zu den in der jeweiligen Version enthaltenen Leistungen
Tabelle: Übersicht zu den in der jeweiligen Version enthaltenen Leistungen
Diese Funktionen könnten beispielsweise sein:
  • Austausch der technischen Gleichwertigkeit
  • Vorgabezeiten für Mitarbeiter generiert auf Artikel- oder Leistungsebene, sowie Baufortschritt
  • Generieren von Materialbedarfslisten oder
  • Generieren von Bestelllisten für die jeweiligen Großhändler.

Intelligente Suche und Hilfestellung bei der Kalkulation

Bild 2: Der neue Suchbaum mit den entsprechenden Icons
Bild 2: Der neue Suchbaum mit den entsprechenden Icons
Neu ist auch der sogenannte »Suchbaum« (Version »Premium«) mit den unterschiedlichen Piktogrammen (Bild 2). Hiermit soll der Nutzer die für ihn maßgeblichen Leistungspositionen schneller auffinden. Ebenso wertvoll: die Analyse von Ausschreibungstexten. Dazu Ludwig H. Klatzka: »Bisher bekam der Teilnehmer einer Ausschreibung ein GAEB-Leistungsverzeichnis zugeschickt und musste sich anhand der einzelnen Positionen überlegen, welche Leistung aus der Kalkulationshilfe, der Leistung der Ausschreibung entspricht. Wenn man sich nun vorstellt, dass eine Ausschreibung schnell 100 Seiten oder mehr haben kann, ist das natürlich sehr zeitaufwändig. Durch die intelligente Suche, die wir jetzt haben, schlägt das System auf Basis des Ausschreibungstextes auch gleich Leistungspositionen der Kalkulationshilfe vor und man findet viel schneller die richtigen Positionen.«

Hinzu kommt, dass die Hilfe softwareunabhängig aufgebaut ist und, so beschreibt ­Klatzka weiter, »wir schaffen dadurch einen Informationspool, d.h. nicht nur ein Betrieb, sondern viele Betriebe nehmen bundesweit an der Ausschreibung teil. Wir sammeln diese Ausschreibungstexte anonym und geben automatisch Vorschläge von unserer Seite aus.« Hier eine typische Situation: Eine Ausschreibung enthält beispielsweise
  • 100 m NYM 3 x 1,5 mm2 UP
  • 30 m des gleichen Leitungstyps in Rohr verlegt
  • 400 m FBY-EL-F-M25-Kunststoffrohr
  • 20 Lichtschalter und 40 Steckdosen (…).
Wie geht es dann weiter? L. H. Klatzka: »Nun muss der Handwerker natürlich nicht nur schauen, welche Materialien er benötigt, sondern auch welche Maschinen er verwendet, um die Schlitze zu fräsen oder den Gips anzurühren. Hier fällt dann automatisch zusätzliches Material an, ob das jetzt Gips oder andere Hilfsmaterialien sind, wie Schrauben, Dübel etc. All das haben wir in den Leistungspositionen der Kalkulationshilfe, inklusive der Maschinenanteile, mit berücksichtigt. So dass derjenige, der das Angebot erstellt, nur schauen muss, welche Leistungsposition entspricht der Position in der Ausschreibung. Hat er diese Verknüpfung, muss er sich nicht mehr darüber Gedanken machen, welche Materialien er benötigt, denn stimmt die Ausschreibungsposition mit der Position der Kalkulationshilfe überein, hat er automatisch alles mit berücksichtigt, auch die Werkzeuge. Die intelligente Suche hilft ihm nun, ähnlich wie bei Google, Leistungspositionen aus der KEF schneller zu finden.«

Problem: Internetanbieter

Ein nicht zu unterschätzendes Problem innerhalb einer Kalkulation sind Materialanbieter aus dem Internet. Deren Preise sind für die meisten Handwerksbetriebe zum einen nicht machbar und zum anderen bergen sie die Gefahr, dass sich der Angebotspreis immer mehr in Richtung der Lohnkosten verschiebt.

Mit anderen Worten: auch hier herrscht gewissermaßen ein Preis- und Konkurrenzkampf, der natürlich nicht wünschenswert ist. Wie sieht es also in Sachen »Materialkostenaufschlag« aus?

L. H. Klatzka: »Das ist auch für uns ein großes Thema und wir bekommen das von vielen Betrieben mit. Hier sind wir sehr stark im Dialog mit dem ZVEH, für den wir die Kalkulationshilfe herstellen. Jetzt haben wir verschiedene Ansätze, die das Problem der Vergleichbarkeit angehen. Ein Ansatz ist, das Angebot aus zusammengesetzten Preisen aufzubauen. Das ist dann ähnlich den Leistungspositionen, die wir schon erwähnten, in denen im Gesamtpreis Material- und Lohnpositionen enthalten sind.

Dem Kunden, in der Regel hier Verbraucher, ist aus dieser Einzelabrechnung jedoch der direkte Materialkostenanteil nicht ersichtlich.

Bei der üblichen Rechnungsstellung sind Material und Lohn einzeln aufgeführt. Somit hat dann der Kunde die Möglichkeit zu sehen, wieviel das Material gekostet hat und wenn auch noch der Typ des Materials dabei steht, dann findet der Kunde – wenn er einen Vergleich sucht – zu 99% im Internet einen günstigeren Preis, als der, den der Elektrohandwerker bei seinem Großhändler bekommt.

Deswegen empfehlen wir, Material und Lohn in eine Leistung zusammenzusetzen und einen kompletten Leistungspreis für jede Position anzubieten. So kostet das Setzen einer Steckdose z.B. 15 €, inklusive Material und Lohn. Das kalkuliert man für jede Posi­tion durch und schlüsselt am Ende der Rechnung auf, dass im gesamten Angebot z. B. 4000 € Material und 6000 € Lohn enthalten sind.«

Tipps für Interessenten

Seit Mai gibt es auf der Internetseite der KFE (www.kfe-service.de/connect) eine Vorregistrierung für Betriebe. Der spätere Kunde kann dort eine Aussage machen, welches Software-Paket er aktuell nutzt.

Diese Information wird dann an die entsprechenden Anbieter/Softwarehäuser weitergegeben, so dass diese sich noch zeitnah auf den Bedarf der Anwender einstellen können.
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