Schutz für Kitas und Heime

Neue Vornorm für Brandwarnanlagen

5. Juli 2018

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Für Kindertagesstätten, Heime und Beherbergungsstätten sowie besondere gemeinsame Wohnformen für Senioren und Behinderte gibt es in den allgemeinen Rechtsvorschriften in der Regel keine bauaufsichtlichen Anforderungen betreffend Branderkennung und Brandmeldung. Abhilfe soll nun eine neue Vornorm für diese Bereiche schaffen.

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Auf Basis der existierenden und im Markt etablierten »BHE-Richtlinie Hausalarmanlagen Typ B (HAA-B)« soll eine »schutzziel-orientierte« Richtlinie u.a. mit folgenden Anforderungen entwickelt werden:

  • Frühzeitige Warnung anwesender Personen
  • Anwendungsbezogene Alarmierung
  • Klar verständliche Information an zentraler Anzeige
  • Schnelle Erkennung des ansprechenden Melders
  • Alle Komponenten entsprechen der Bauproduktenverordnung und damit den Landesbauordnungen
  • Reduzierte Instandhaltungsanforderungen
  • Geringere Anforderungen an die Notstromversorgung

Der BHE hat vor ca. 2 Jahren auf Grundlage der HAA-B bei der DKE einen Normenantrag gestellt. Der DKE Arbeitskreis 713.1.16 wurde daraufhin mit der Ausarbeitung der DIN VDE V 0826-2 »Überwachungsanlagen – Teil 2: Brandwarnanlagen (BWA) für Kindertagesstätten, Heime, Beherbergungsstätten und ähnliche Nutzungen – Projektierung, Aufbau und Betrieb« beauftragt.

Diese Vornorm legt die Anforderungen für den Aufbau und Betrieb von Systemen zur Branderkennung und örtlichen Warnung von Personen, sogenannten Brandwarnanlagen (BWA), fest.

Die örtliche Warnung erfolgt durch Signalisierungseinrichtungen. Die Auslösung der Warnsignale kann durch automatische Melder oder Handfeuermelder erfolgen. In der Vornorm wird eine Anlagenkonfiguration mit ausgesuchten DIN EN 54-Komponenten beschrieben. Die einzelnen Komponenten weisen Leistungsdetails auf, die für das Schutzziel relevant sind:

  1. Frühzeitige Warnung von anwesenden Personen und/oder geschulten Evakuierungshelfern vor Brandrauch und Bränden, so dass diese Personen auf das Gefahrenereignis angemessen reagieren können.
  2. Eine Meldung mit empfohlener Quittierung wird mit klar verständlichen Informationen (Art und Ort der Meldung) an einer oder mehreren hausinternen Stellen (z. B. Pförtner, Schwesternzimmer) signalisiert und angezeigt.
  3. Eine externe Weiterleitung zu einer ständig besetzten, hilfeleistenden Stelle ist nicht zwingend erforderlich, aber optional möglich.

Die Vornorm wurde jetzt mit Datum »Juli 2018« veröffentlicht und im Zuge dessen auch die BHE-Richtlinie HAA-B zurückgezogen.

www.bhe.de