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Trilux Licht Campus in Köln eröffnet

Nah am Tageslicht

Sie eröffneten den neuen Trilux Licht Campus in Köln (von links): Joachim Geiger (Trilux), Thomas Willemeit (Graft Architekten), Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin Stadt Köln), Michael Huber, Thomas Fobbe, Karsten Müller (alle Trilux) sowie Wolfram Putz (Graft Architekten); Bildquelle: Kalscheuer (alle)
Sie eröffneten den neuen Trilux Licht Campus in Köln (von links): Joachim Geiger (Trilux), Thomas Willemeit (Graft Architekten), Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin Stadt Köln), Michael Huber, Thomas Fobbe, Karsten Müller (alle Trilux) sowie Wolfram Putz (Graft Architekten); Bildquelle: Kalscheuer (alle)
Zur Eröffnung des Trilux Licht Campus begrüßten Michael Huber (Generalbevollmächtigter Trilux Group) und Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin der Stadt Köln) die Gäste. Karsten Müller, Managing Director Trilux Lighting Solutions GmbH, gab danach einen ersten Einblick in die modernen Arbeitswelten auf dem Campus. Und Wolfram Putz (Graft Architekten) informierte über die Besonderheiten des Gebäudes, die beim anschließenden Rundgang begutachtet werden konnten.

Individuelle Lichtgebung und HCL

Intelligente Lösungen mit und durch Licht – das findet der Besucher nicht nur im Showroom des Hauses, in dem Berater ihre Kunden mit individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Beleuchtungseinstellungen empfangen. Auch die darüber liegenden Stockwerke zeigen, wie das Unternehmen seine eigenen modernen, offenen Büroräume mit der passenden, individualisierbaren Lichtgebung und Human Centric Lighting (HCL) optimiert. Dabei ahmt die künstliche Beleuchtung mit verschiedenen Farbtemperaturen und Helligkeitsstufen den Verlauf des Tageslichts möglichst natürlich nach. Dies soll Gesundheit und Wohlbefinden fördern. „Ein gutes Lichtkonzept bezieht immer das Tageslicht mit ein. Im Idealfall merkt der Mitarbeiter nicht, dass er im künstlichen Licht sitzt“, erklärte Joachim Geiger, Managing Director Trilux Vertrieb GmbH und Director Group Marketing beim Rundgang.
Interaktive Beleuchtungsszenarien im Trilux-Showroom
Interaktive Beleuchtungsszenarien im Trilux-Showroom
Das Thema HCL nimmt im Licht Campus viel Raum ein. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: An einem riesigen Bildschirm kann der Besucher ein Raum-Beleuchtungsszenario abschreiten und mit seiner Körperbewegung eine Tageszeitleiste steuern. Mit dem Stand des Besuchers ändert sich der Stand der Sonne und entsprechend das Beleuchtungskonzept im Innern. Das Licht folgt der Sonne – ein einfaches Prinzip wird hier visuell erlebbar umgesetzt. Ganz in das Thema eintauchen kann der Besucher anschließend einen Raum weiter, wenn der die Virtual-Reality-Brille aufsetzt und zu einem Flug in die Welt der Beleuchtung abhebt.

Lichtplanung fördert Energieeffizienz

Eine gute Lichtplanung fördert nicht nur das Wohlbefinden, sie steigert ebenfalls die Energieeffizienz. „Wenn in einer Industriehalle das Licht dem Gabelstapler folgt, spart dies bis zu 70 Prozent der benötigten Energie ein“, beschrieb Geiger an einer weiteren Station des Showrooms. Die in Köln gezeigten Anwendungsfälle reichen vom Büro über die Industrie bis hin zur schattenfreien, verkaufsfördernden Ausleuchtung von Produkten im Einzelhandel. Zu letztgenanntem Thema sehen die Besucher bei der direkt angrenzend niedergelassenen Schwesterfirma Oktalite Lichttechnik übrigens noch ausführlichere Beispiele.

Adaptive Straßenbeleuchtung

Dass Licht darüber hinaus für Sicherheit und Orientierung sorgt, zeigte das Beispiel der adaptiven Beleuchtung im öffentlichen Raum. Eine vernetzte Straßenbeleuchtung sorgt in diesem Fallbeispiel jeweils dort für mehr Licht, wo Fahrzeuge fahren. In verkehrslosen Nachtstunden wird die Beleuchtung hingegen heruntergeregelt. Möglich macht dies eine Funkvernetzung der smarten Straßenleuchten. Diese ermittelt gleichzeitig über Sensoren die Verkehrsdichte und überträgt eine Meldung zu ihrem eigenen Betriebszustand.

Bei solchen größeren Projekten mit vielen Lampen im öffentlichen Raum führte die hohe Taktung an Neuentwicklungen zu einem neuen Vertriebsansatz. „Jede Leuchte muss im Grunde genommen fünf Mal verkauft werden: dem Anwender, dem Architekten, dem Planer, dem Installateur und dem Großhändler“, gab Geiger zu bedenken. „Gerade bei großen Stückzahlen und gekürzten Budgets möchten die am Projekt Beteiligten oft nicht in Leuchten investieren, die vielleicht nach zwei Jahren bereits technisch überholt sind. Deshalb bieten wir auch Licht-Leasing an.“ Vor allem in den Niederlanden und in Belgien gibt es inzwischen sogar Ausschreibungen für solche Leih-Leuchten.

Simulation der Raumwirkung

HCL-Tageslichtleuchten beleuchten Büroplätze individuell
HCL-Tageslichtleuchten beleuchten Büroplätze individuell
Pro Jahr stellt die Arnsberger Firma Trilux rund 30 neue Produkte vor, die sie jetzt im neuen Showroom in Köln verkehrstechnisch zentral gelegen präsentiert. Verschiedene Versuchsaufbauten vermitteln dort unter anderem, welche Effekte entstehen, wenn das Licht auf unterschiedliche Oberflächen trifft. „Und wir zeigen bereits bevor ein Gebäude entsteht, was bei dessen Beleuchtung heute möglich ist“, erläuterte Geiger im Rahmen der Neueröffnung. An einem großen Touchscreen-Tisch simulierte er verschiedene Szenarien für die Bürobeleuchtung. Um einen realitätsnahen Eindruck von der Raumwirkung zu erhalten, werden BIM-Daten aus dem Gebäude der Kunden in die Software integriert. Die Besucher erhalten die für sie interessanten Informationen aus den einzelnen Stationen des Showrooms im Anschluss über ein RFID-Token zusammengefasst auf ihr Smartphone übermittelt.
Über den Autor
Autorenbild
Britta Kalscheuer

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Über die Firma
Trilux GmbH & Co. KG
Arnsberg
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