Modulares Steuerungssystem

Flexible Raumautomation

9. Oktober 2019

-

Das modulare Steuerungssystem »Baline« von Warema ermöglicht eine flexible Automatisierung. Der frei programmierbare Busankoppler erlaubt die Integration in die Bussysteme KNX und LON, wobei die Auswahl der KNX-Kommunikationsobjekte oder LON-Netzwerkvariablen (SNVT) flexibel gestaltbar ist.

Über den Busankoppler und die Erweiterungsmodule lassen sich komplexe Funktions- und Automatisierungsabläufe realisieren

Über den Busankoppler und die Erweiterungsmodule lassen sich komplexe Funktions- und Automatisierungsabläufe realisieren

Das modulare Steuerungssystem bietet Einzelraum- und Zonenlösungen, in denen verschiedene Geräte oder Subsysteme wie zum Beispiel Dali und SMI zu einem Modulsatz kombiniert werden. Die normative Grundlage für die Kalkulation und Ausführung von »Baline«-Systemen ist die VDI 3813-2. Sie bestimmt, wie die Funktionen von Raumautomationslösungen in der Planungsphase zu beschreiben sind.

Über den Busankoppler »KNXMCM« oder »LONMCM« und die Erweiterungsmodule (MIO) lassen sich komplexe Funktions- und Automatisierungsabläufe realisieren. Eine Vielzahl von Verbrauchern wird zu einer individuellen Anwendung zusammengestellt. Verschiedene Taster wie zum Beispiel Jalousietaster, analoge Sensoren und digitale Signalgeber können mit den Universaleingängen der MIOs verbunden werden. Das ermöglicht die Ansteuerung von Sonnenschutzsteuerungen (230V AC, 24V DC, SMI und SMI LoVo), Lichtregelung (Dali, 0…10V, Schalten) und Ventilsteuerung (10V, Triac).

Verschiedene Taster wie zum Beispiel Jalousietaster, analoge Sensoren und digitale Signalgeber können mit den Universaleingängen der Erweiterungsmodule verbunden werden

Verschiedene Taster wie zum Beispiel Jalousietaster, analoge Sensoren und digitale Signalgeber können mit den Universaleingängen der Erweiterungsmodule verbunden werden

Das System eignet sich zur Umsetzung eines Windgutachtens. So benötigt die Steuerung nur eine einzige Messstelle, die alle Informationen zu Helligkeit, Niederschlag, Außentemperatur, Windgeschwindigkeit und Windrichtung zur Verfügung stellt. Die Messwerte werden an die frei programmierbaren Logikmodule »Baline MCM« weitergegeben. Sie rechnen die Messwerte gemäß Windgutachten um und verwandeln sie in Fahrbefehle für den Sonnenschutz.

Um die Energieeffizienzklasse A oder B gemäß EN 15232 und VDI 3813 Blatt 2 zu erreichen, bietet die Steuerung Jahresverschattung und Lamellennachführung. Für die Jahresverschattung berechnet die Steuerung den nach Jahreszeit und Sonnenstand wechselnden Schattenverlauf unter Berücksichtigung der umliegenden Bebauung für das Objekt und wertet diesen aus. Jeder Raum lässt sich als eine Verschattungszone anlegen – nicht nur basierend auf einzelnen Referenzpunkten, sondern abhängig von den Messwerten der Wetterzentrale und dem berechneten Lichteinfall. Der Sonnenschutz verhält sich damit so, als ob an jedem Sonnenschutzprodukt ein Sensor angebracht wäre, der reagiert, wenn Sonnenlicht auf das Fenster trifft. Tatsächlich genügt ein einzelner Messwertgeber auf dem Dach.

Einbinden lassen sich Sonnenschutzsteuerungen, Lichtregelung und Ventilsteuerung

Einbinden lassen sich Sonnenschutzsteuerungen, Lichtregelung und Ventilsteuerung

Die winkelgenaue Nachführung der Lamellen des Sonnenschutzes oder des Tageslichtsystems sorgt abhängig vom aktuellen Sonnenstand für Tageslichtnutzung bei gleichzeitigem Blend- und Hitzeschutz. So gelangt möglichst viel diffuses Tageslicht in den Raum hinein, aber keine direkten Sonnenstrahlen. Die Lamellennachführung stellt den Raffstore in den passenden Winkel zum aktuellen Sonnenstand. Über Taster, die für die Raumbedienung an die Aktoren angeschlossen sind, lassen sich nach Wunsch die Sonnenschutzelemente auch manuell ansteuern.

www.warema.de

Mehr zum Thema: