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Forschungsexpedition im Polarmeer

Verteilerschrankbeleuchtung unter extremen Klimabedingungen

Die »Polarstern« ließ sich in der Arktis einfrieren und driftete mit der Eisscholleüber die Polkappe
Die »Polarstern« ließ sich in der Arktis einfrieren und driftete mit der Eisscholleüber die Polkappe

(Bild: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)

Im warmen Licht der aufgehenden Sonne ist die »Polarstern« am Morgen des 12. Oktober 2020 wieder in ihren Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Seit September 2019 war das deutsche Forschungsschiff bepackt mit 500 Tonnen Ausrüstung im arktischen Eis unterwegs, ließ sich dort einfrieren und driftete mit dem Eis ein knappes Jahr über die Polkappe. So konnten Wissenschaftler auf der Mosaic-Expedition (Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate) die Arktis im Verlauf eines ganzen Jahres untersuchen – nie zuvor gab es eine Expedition dieser Größenordnung, nie zuvor war ein Eisbrecher im Winter in der Umgebung des Nordpols, konnten internationale Forschende so umfassend dringend benötigte Klimadaten in der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Region sammeln. Die wissenschaftlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Expedition haben 37 unterschiedliche Nationalitäten. Ihr gemeinsames Ziel: die komplexen Wechselwirkungen im Klimasystem zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und dem Leben zu erforschen und besser in Klimamodellen darzustellen.

Experimente auf und unter dem Meeresspiegel

Zur Stromversorgung wurden fünf Verteilerschränke entwickelt und an verschiedenen Orten aufgestellt
Zur Stromversorgung wurden fünf Verteilerschränke entwickelt und an verschiedenen Orten aufgestellt

(Bild: Alfred-Wegener-Institut / Stefan Hendricks)

Rund um das Schiff wurden auf und unter dem Meeresspiegel zahlreiche Experimente und Untersuchungen durchgeführt und unzählige Messwerte und Daten erfasst. Dafür musste auf der Eisscholle ein kilometerweites Netz von Messstationen errichtet werden. Um die dafür erforderliche Technik mit Strom zu versorgen sowie die entsprechenden Netzwerkanschlüsse für die Forscher bereitzustellen, wurden fünf spezielle Verteilerschränke entwickelt, die auf der Driftstation an verschiedenen Orten aufgestellt waren. Angesichts der völlig schwarzen arktischen Winternächte war natürlich eine Innenbeleuchtung der Verteilereinheiten unverzichtbar.

Nach einer eingehenden Analyse der Einsatzbedingungen entschied man sich für Rohrleuchten vom Typ Bern LED mit Schutzart IP 69K von Norka. Diese konnten die Anforderungen souverän erfüllen. Sie haben zuverlässig das Innere der Verteilerschränke beleuchtet, die dem extremen arktischen Klima mit tiefsten Temperaturen, Temperaturschwankungen, Kriechschnee, hoher Luftfeuchtigkeit und Nässe ausgesetzt waren.

Die Schränke hielten dem extremen arktischen Klima zuverlässig stand
Die Schränke hielten dem extremen arktischen Klima zuverlässig stand

(Bild: Alfred-Wegener-Institut / Marcel Nicolaus)

Auch die Schränke selbst mussten von besonders robuster Natur sein und den zum Teil recht ruppigen Transport schadlos überstehen. »Damit die 500 Kilo schweren Schränke auf der Eisscholle gut zu bewegen sind, wurden sie mit einer speziellen Unterkonstruktion versehen und auf Snowboards gestellt«, erläutert Elektroingenieur Björn Kück, der mit seinem Team die Verteilereinheiten entwickelt und gebaut hat. Komplett aus Edelstahl in Handarbeit als zweischalige Konstruktion gefertigt, hervorragend isoliert und von innen beheizt, haben die Schränke an verschiedenen, zum Teil weit entfernten Positionen nicht nur die benötigten Stromanschlüsse geliefert, sondern auch die entsprechende Netzwerktechnik bereitgestellt.

389 Tage waren die Arktisforscherinnen und -forscher mit der »Polarstern« auf Reise. Sie konnten einen einmaligen Schatz an Daten sammeln: 150 Terrabyte Datenmaterial wartet jetzt auf Auswertung und Analyse.

www.norka.de

 

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Norka
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